Dienstag, 27. September 2016

SuedLink - die neue Planung

Heute hat der Leitungsbetreiber TenneT die neuen Pläne für die Windstrom-Trasse "SuedLink" vorgestellt. In einer ersten Stellungnahme gegenüber der Calenberger Zeitung habe ich folgendes festgestellt:

"Der neue Trassenverlauf überrascht sehr. Die Gemeinde Wennigsen (Deister) ist in der Trassenführung erneut mit sensiblen Landschaftsräumen betroffen.
Der Vorschlag geht nach grober Darstellung dieses Mal östlich der B217 entlang. Damit dürfte er die in Evestorf entspringende Ihme queren müssen und am Vörier Berg bzw. am Süllberg entlang gehen. Selbst für eine erdverkabelte Leitung ist das ambitioniert. Auch muss noch der Deister gequert werden. Warum bewusst solche Fluss-, Wald und Hügellagen einbezogen werden, ist mir nicht nachvollziehbar. Der Anteil der zu querenden Landschaftsschutzgebiete ist bei dem jetzt vorgeschlagenen Korridor erneut sehr hoch.  Da der Gesetzgeber verlangt, dass unbelastete Landschaftsräume geschont werden sollen, ist die Planung mehr als erklärungsbedürftig. Das schlimmste wäre es natürlich, wenn man vor Querriegeln wie dem Deister auf die Idee käme, gewaltige Umspannwerke zu errichten, bei denen die Erdverkabelung in die Höhe überführt wird. Wir werden die Diskussion sehr kritisch begleiten und uns Gehör verschaffen. Nachdem die Region die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sehr rigide verändert hat und andererseits neue Flächen für Windparks vorschlägt, ist nun auch noch der SuedLink im Gespräch. Sollte es so kommen, ist für die Gemeinde Wennigsen keine nennenswerte kommunale Entwicklung mehr möglich."

Montag, 26. September 2016

Ärger um die Zufahrt Weinberg

Die Wogen in Bredenbeck schlagen hoch bezüglich der angekündigten Sperrung des Baugebietes Weinberg. Die Bürger sind verärgert, weil am Freitag nachmittag die ausführende Firma (Strabag) den Anliegern mitgeteilt hat, dass vom 27. - 30.9. der Bereich komplett gesperrt werden soll.

Diese Sperrung war weder offiziell beantragt noch mit Straßenverkehrsbehörde oder Gemeinde abgestimmt worden. Das Ordnungsamt im Rathaus auch erst durch die Hauswurfzettel davon erfahren und die Situation heute morgen umgehend geklärt. Die Region Hannover als Untere Straßenverkehrsbehörde teilt mit: "Diese Vollsperrung ist nicht angeordnet und darf daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollzogen werden."

Eine Vollsperrung für zwei bis drei Tage wird allerdings nicht zu vermeiden sein, da die Einfahrt zu dem Quartier aufgrund der Sanierung der Straße komplett erneuert wird. Eine ordnungsgemäße Zufahrt für Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr und andere Notfälle wird geklärt. Auch soll dieses mit genügend Vorlauf kommuniziert werden, dass sich alle Betroffenen auf die Unannehmlichkeiten einstellen können.

Donnerstag, 22. September 2016

Infos zur Hauptstrasse

Gestern Abend fand im Kerbholz eine Mitgliederinformation der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft (WIG) statt. Vor allem waren die Geschäftsleute in der Wennigser Hauptstraße eingeladen. Wirtschaftsförderer Christian Mainka und ich informierten über die aktuellen Planungen des Straßenumbaus. Aufgrund der Flüchtlingskrise mussten wir in der ersten Jahreshälfte verwaltungsintern viele Themen zurück stellen, um Kapazitäten für Neuankömmlinge zu schaffen. Mittlerweile gehen die Planungen zum größten Wennigser Projekt weiter. Immerhin profitiert Wennigsen mit einem Fördervolumen von rd. drei Millionen Euro aus den Bundes- und Landestöpfen zur Städtebauförderung. Der erste Bauabschnitte ist derzeit für Mitte 2018 geplant. Bis dahin müssen noch intensive Vorplanungen erfolgen, insbesondere zu den unterirdischen Leitungen und Kanälen. Was mich besonders freute: Das Thema Breitbandversorgung interessierte die Geschäftsleute. So wurde hinterfragt, ob mit der Generalsanierung der Straße auch gleich ein "FTTH"-Anschluss, also Glasfaser bis ins Haus gelegt werden kann. Daran arbeiten wir gerne. |Foto: Mainka|

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Städtetagspräsidium tagt in Wennigsen

Präsidiumssitzung des Niedersächsischen Städtetages in Wennigsen. Rund 30 Kolleginnen und Kollegen aus den Rathäusern unseres Bundeslandes sind zu Gast. Themen wie kommunaler Finanzausgleich, Landesraumordnungsprogramm oder Flüchtlingssituation stehen auf der Tagesordnung. Am Vorabend gab es eine Klosterführung. Anschließend folgte ein Abendessen mit Reden des stellvertretende Ministerpräsident Stefan Wenzel und Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas zu kommunalen Themen. Bei der Auftaktrede zur Präsidiumssitzung gaben die Stv. Bürgermeisterin Marinanne Kügler und ich einen EInblick in Wennigser Themen. Ein Schwerpunkt lag natürlich auf unseren Bürgerbeteiligungsprojekten und den online-Aktivitäten, mit denen wir uns auch im kommunalen Spitzenverband einen Namen gemacht haben.

Montag, 20. Juli 2015

In Trauer um Roger Hische

Der Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische ist am Freitag plötzlich verstorben. Über neun Jahre haben wir kollegial und freundschaftlich zusammen gearbeitet. Roger Hische war mehr als ein Verwaltungschef. Er hatte ein tiefes Gespür für die Menschen in seiner Stadt und im ganzen Calenberger Land. Er stand für sie. An dieser Stelle möchte ich für die tolle Zusammenarbeit danken und einem großen Kommunalpolitiker Respekt zollen.

In den zurückliegenden Jahren enger Nachbarschaft habe ich drei Mal den Menschen Roger Hische kennen lernen dürfen: Als souveränen Macher, als kampfeslustigen Unabhängigen und als nachdenklich-reflektierende öffentliche Person. Als ich zum jungen Bürgermeister gewählt wurde, war er der gestandene Kollege – tief verwurzelt im Ort, bekannt und bodenständig, meinungsstark und zugleich humorvoll. Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg war ihm wichtig. Er nahm er sich viel Zeit für den unerfahrenen Neuling und beriet bei kleinen wie bei großen Themen. Im Zwiegespräch offenbarte er, dass auch gestandene Repräsentanten mal irren und in der Politik eine Frage viele richtige Antworten haben kann.
Es folgte ein rebellischer Unabhängiger, der seine Partei verließ aber dabei seine Mission nicht aufgab. Er stellte Strukturen und Abläufe in der Kommunalpolitik radikal in Frage – aber zweifelte nie an der ihm anvertrauten Führungsrolle für die Stadt. Er kämpfte, bewies Hingabe, und wir feierten seinen letzten Wahlabend bis weit in die Nacht.
Zuletzt erlebten wir im Kollegenkreis einen nachdenklichen Menschen, der trotz aller Lebensfreude und seines mal gepflegten, mal derben Witzes, immer tiefer in sich ging. Er hinterfragte, was in der Politik Mensch und was Maske sei. Ausgerechnet bei Roger, der stets glaubwürdig und ehrlich Person und Funktion vereinte, sendete die Gesundheit Warnsignale. Der Mensch und sein kräftezehrendes Amt gehörten nicht mehr zusammen. Die Schlüsse daraus hatte er bereits gezogen und öffentlich gemacht, aber eine Zeit nach der Amtszeit war ihm nicht mehr vergönnt.

Widerwillig und tief traurig nehmen wir Kollegen nun Abschied. Seine Stärke war, dass er Vertrauen schenken konnte. Ich kenne wenige Führungskräfte, die so großzügig mit dieser Ressource umgehen – in der Politik sind sie besonders selten. Aber welch produktive Kraft dies entfalten konnte, hat Roger Hische mit dem von ihm Erreichten bewiesen. Durch die gemeinsam geschaffene Förderregion „Calenberger Land“ hat der Bürgermeister zum Ende seiner Amtszeit noch einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Wir werden diese Arbeit in seinem Sinne fortsetzen. Zu realisieren, dass Roger nicht mehr in unserer Mitte ist, wird ein schmerzlicher und langer Prozess. Seinen Angehörigen tiefes Mitgefühl.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Selfies in Gefahr

Das Europäische Parlament möchte die Panorama-Freiheit einschränken. Das bedeutet, dass Bilder unserer Gebäude und Ortschaften nicht mehr problemlos beispielsweise auf Facebook, Wikipedia, Blogs oder andere Seiten geladen werden dürfen. Unsere örtliche Community hat in den zurückliegenden Jahren viele tolle Bilder für diese Plattformen geschossen und hochgeladen. All das könnte die EU mit einem Federstrich nun unbedacht kaputt machen. Das Selfie vom Bürgermeister mit unserem Wennigser Wahrzeichen vorm Rathaus schaut dann ungefähr so aus... Bitte helft mit, das wichtige Rechtsgut Panorama-Freiheit zu erhalten und postet im Internet, wie es Euren Selfies ergehen würde! ‪#‎safefop‬

Freitag, 26. Juni 2015

Fünf Jahrzehnte Hüttengaudi am Deister

Seit 50 Jahren gibts die Finnhütten im Deister. Für Generationen von Kindern und Jugendlichen eine feste Institution in Wennigsen. Die zwei Hütten gehören jeweils der Landeshauptstadt und der Region Hannover. Auch einen Zeltplatz gibt's Lagerfeuer und Spielgeräte. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte verbinden Pädagogik, Freizeitspaß und Naturerlebnis. Heute kleiner Empfang zum Jubiläum. Zugegen waren die Stv. Regionspräsidentin, der Bürgermeister Hannovers und zahlreiche Haupt- und ehrenamtliche Kräfte, die zum Gelingen der Einrichtung beitragen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Es klappert die Mühle ...

Habt Ihr die Schilder schon gesehen? Wennigsen ist nun Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße. Eine tolle Aktion für historisch Interessierte und die Naherholung. Kennt Ihr die Wennigser Mühlen? Ein Tipp: Es handelt sich nicht nur um Windmühlen...