Montag, 20. Juli 2015

In Trauer um Roger Hische

Der Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische ist am Freitag plötzlich verstorben. Über neun Jahre haben wir kollegial und freundschaftlich zusammen gearbeitet. Roger Hische war mehr als ein Verwaltungschef. Er hatte ein tiefes Gespür für die Menschen in seiner Stadt und im ganzen Calenberger Land. Er stand für sie. An dieser Stelle möchte ich für die tolle Zusammenarbeit danken und einem großen Kommunalpolitiker Respekt zollen.

In den zurückliegenden Jahren enger Nachbarschaft habe ich drei Mal den Menschen Roger Hische kennen lernen dürfen: Als souveränen Macher, als kampfeslustigen Unabhängigen und als nachdenklich-reflektierende öffentliche Person. Als ich zum jungen Bürgermeister gewählt wurde, war er der gestandene Kollege – tief verwurzelt im Ort, bekannt und bodenständig, meinungsstark und zugleich humorvoll. Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg war ihm wichtig. Er nahm er sich viel Zeit für den unerfahrenen Neuling und beriet bei kleinen wie bei großen Themen. Im Zwiegespräch offenbarte er, dass auch gestandene Repräsentanten mal irren und in der Politik eine Frage viele richtige Antworten haben kann.
Es folgte ein rebellischer Unabhängiger, der seine Partei verließ aber dabei seine Mission nicht aufgab. Er stellte Strukturen und Abläufe in der Kommunalpolitik radikal in Frage – aber zweifelte nie an der ihm anvertrauten Führungsrolle für die Stadt. Er kämpfte, bewies Hingabe, und wir feierten seinen letzten Wahlabend bis weit in die Nacht.
Zuletzt erlebten wir im Kollegenkreis einen nachdenklichen Menschen, der trotz aller Lebensfreude und seines mal gepflegten, mal derben Witzes, immer tiefer in sich ging. Er hinterfragte, was in der Politik Mensch und was Maske sei. Ausgerechnet bei Roger, der stets glaubwürdig und ehrlich Person und Funktion vereinte, sendete die Gesundheit Warnsignale. Der Mensch und sein kräftezehrendes Amt gehörten nicht mehr zusammen. Die Schlüsse daraus hatte er bereits gezogen und öffentlich gemacht, aber eine Zeit nach der Amtszeit war ihm nicht mehr vergönnt.

Widerwillig und tief traurig nehmen wir Kollegen nun Abschied. Seine Stärke war, dass er Vertrauen schenken konnte. Ich kenne wenige Führungskräfte, die so großzügig mit dieser Ressource umgehen – in der Politik sind sie besonders selten. Aber welch produktive Kraft dies entfalten konnte, hat Roger Hische mit dem von ihm Erreichten bewiesen. Durch die gemeinsam geschaffene Förderregion „Calenberger Land“ hat der Bürgermeister zum Ende seiner Amtszeit noch einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Wir werden diese Arbeit in seinem Sinne fortsetzen. Zu realisieren, dass Roger nicht mehr in unserer Mitte ist, wird ein schmerzlicher und langer Prozess. Seinen Angehörigen tiefes Mitgefühl.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Selfies in Gefahr

Das Europäische Parlament möchte die Panorama-Freiheit einschränken. Das bedeutet, dass Bilder unserer Gebäude und Ortschaften nicht mehr problemlos beispielsweise auf Facebook, Wikipedia, Blogs oder andere Seiten geladen werden dürfen. Unsere örtliche Community hat in den zurückliegenden Jahren viele tolle Bilder für diese Plattformen geschossen und hochgeladen. All das könnte die EU mit einem Federstrich nun unbedacht kaputt machen. Das Selfie vom Bürgermeister mit unserem Wennigser Wahrzeichen vorm Rathaus schaut dann ungefähr so aus... Bitte helft mit, das wichtige Rechtsgut Panorama-Freiheit zu erhalten und postet im Internet, wie es Euren Selfies ergehen würde! ‪#‎safefop‬

Freitag, 26. Juni 2015

Fünf Jahrzehnte Hüttengaudi am Deister

Seit 50 Jahren gibts die Finnhütten im Deister. Für Generationen von Kindern und Jugendlichen eine feste Institution in Wennigsen. Die zwei Hütten gehören jeweils der Landeshauptstadt und der Region Hannover. Auch einen Zeltplatz gibt's Lagerfeuer und Spielgeräte. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte verbinden Pädagogik, Freizeitspaß und Naturerlebnis. Heute kleiner Empfang zum Jubiläum. Zugegen waren die Stv. Regionspräsidentin, der Bürgermeister Hannovers und zahlreiche Haupt- und ehrenamtliche Kräfte, die zum Gelingen der Einrichtung beitragen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Es klappert die Mühle ...

Habt Ihr die Schilder schon gesehen? Wennigsen ist nun Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße. Eine tolle Aktion für historisch Interessierte und die Naherholung. Kennt Ihr die Wennigser Mühlen? Ein Tipp: Es handelt sich nicht nur um Windmühlen...

Samstag, 20. Juni 2015

110 Jahre Feuerwehr Argestorf

Herzlichen Glückwunsch an die Freiwillige Feuerwehr Argestorf zum 110-jährigen Bestehen. Diese Wehr kann sich sehen lassen: 214 Mitglieder bei 298 Einwohnern, 36 Aktive - davon 13 Frauen, zwei Fahrzeuge und die Hälfte der Aktiven unter 30 Jahren. Ach ja, und drei Tage Party in Zelt und Scheune dieses Wochenende! Weiter so!

Donnerstag, 23. April 2015

Das Calenberger Land wird Förderregion

Das Calenberger Land hat es geschafft!  Heute das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bekannt gegeben, welche Regionen für die Periode 2014-2020 als Förderregion anerkannt werden (siehe da). „Wir sind sehr erfreut, dass es uns trotz der kurzen Bearbeitungszeit gelungen ist, eine erfolgreiche Bewerbung auf die Beine gestellt zu haben! Das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger aus der Region vor Ort war ein besonderer Pluspunkt", sagten die Kollegen Roger Hische (Springe), Marc Lahmann (Barsinghausen), Cord Mittendorf (Gehrden) und ich heute gegenüber der Presse. Damit ist der Weg bereitet, Fördermittel des Bundes und der Europäischen Union einzuwerben. Die Region „Calenberger Land" gehört damit zu den 20 niedersächsischen Regionen, die das Land Niedersachsen für die Förderung über das Programm „Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)" ausgewählt hat. Für die Region „Calenberger Land" geht es in den nächsten Jahren insbesondere darum, die Auswirkungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Es gilt die Lebensqualität unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu bewahren, indem Anpassungen und Innovationen für die Daseinsvorsorge unterstützt werden. Ziel ist ein sich als starker Lebens-, Naherholungs-, Natur- und Wirtschaftsraum gegenüber der Landeshauptstadt Hannover zu positionieren und die Stärken der Region in den Vordergrund zu stellen. Herzlichen Dank vor allem an Christian Mainka aus dem Rathaus, der sich für das Projekt ordentlich ins Zeug gelegt hat.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Integrationslotsen helfen Flüchtlingen

Der erste Integrationslotsenkurs in Wennigsen ist erfolgreich absolviert. Im Familienzentrum Vogelnest habe ich am Montag die ersten Ausweise an die freiwilligen Helferinnen und Helfer übergeben. 14 Männer und Frauen haben sich bei der Volkshochschule für die Arbeit qualifiziert. Das Alter reicht von 24 bis hoch zu 78 Jahren. Die Kursleiterinnen Agnes Pedrini und Noshin Shahrokhi vermittelten Kenntnisse zu juristischen Grundlagen, unterschiedlichen Formen der Zuwanderung, Eingliederungsmodellen und interkultureller Kompetenz. Sie schlagen Brücken, führen die Gesellschaften zusammen und setzen die Theorie nun in die Praxis um. Ob Hilfe bei Behördengängen, Deutschunterricht oder alltäglichen Unterstüzungen - die Integrationslotsen helfen nun den Flüchtlingen beim Einleben im Calenberger Land. Am 16. Februar findet ab 18 Uhr im Wennigser Rathaus ein Integrationstreffen statt, bei dem sich Interessierte über die Arbeit informieren können.

Freitag, 9. Januar 2015

Calenberger Land wird zur Dachmarke

Der Antrag zur gerade anlaufenden EU-Förderperiode ist fertig und unterschrieben! Das gemeinsame Projekt der Städte Barsinghausen, Gehrden, Springe und der Gemeinde Wennigsen soll es ermöglichen, im Calenberger Land Fördermittel für soziale..., kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung zu erlangen. Es geht aber nicht nur um Fördermittel: Das Calenberger Land soll zur Dachmarke gemeinsamer interkommunaler Zusammenarbeit auf zahlreichen Ebenen werden, sei es gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder administrativer Art. Rund ein halbes Jahr lang haben Akteure aus Vereinen, Initiativen, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung die Konzeption erarbeitet und Ideen entwickelt. Das mehr als 100 Seiten starke Antragswerk hat heute Gudrun Viehweg vom begleitenden Planungsbüro Amtshof Eicklingen im Rathaus vorgelegt und im Anschluss persönlich in Hannover beim Amt für regionale Landentwicklung eingereicht.

Montag, 5. Januar 2015

Der erste Blumenstrauß...

Die erste Gratulation und der erste Blumenstrauß meiner jüngst begonnenen zweiten Amtszeit ging an Frau Karthibian. Die Pharmazeutin trat heute die Nachfolge von Peter Mogwitz in der Wennigser Bergapotheke an. Die Apotheke bleibt damit als ...inhabergeführtes Geschäft erhalten - für die Hauptstraße ein gutes Zeichen. Ich wünsche ihr einen guten Start und dem scheidenden Herrn Mogwitz, seit 1972 Apotheker in Wennigsen - und das sogar in zweiter Generation - alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand.