Dienstag, 15. Dezember 2009

Lange nicht gebloggt

Lang lang ist's her: Am 26.November habe ich den letzten Blogeintrag getippt. Seitdem ist die Zeit im Jahresendspurt nur so dahin gerannt: Sitzungen, Vorgänge, Akten, Themen, Termine. Ich werde morgen ausführlicher bloggen, was sich derzeit tut und was anliegt! Jedenfalls muss etliches noch bearbeitet oder entschieden werden und ich zähle die Tage bis zum Jahresende. Dann geht es sofort weiter: Feuerwehrgerätehaus, Bolzplatz und andere harte Themen. Durchdenke auch das Jahr 2010, die Neujahrsrede, Sitzungstermine... ach ja, - Weihnachtsgeschenke muss ich auch dringend kaufen! Wünsche allen, die in ähnlichem Jahresendspurt sind starke Nerven und ein ruhiges Gemüt!

Donnerstag, 26. November 2009

Ideenwettbewerb für das Alte Zollhaus beginnt


Die besten Ideen sind gefragt! Der Wennigser Verkehrs- und Verschönerungsverein von 1896 hat heute einen Wettbewerb für das Alte Zollhaus an der Sorsumer Straße gestartet. Ich hatte den ganzen Tag lang Termine in Hannover und kam gerade pünktlich zu 19 Uhr im Gemeindezentrum an. Dort wartete bereits der Schirmherr des Wettbewerbs, Regionsrat Prof. Axel Priebs, im Gespräch mit unserer Ratsvorsitzenden und nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Carsten Mehlhop ging es dann zur Sache. Ich freue mich, dass der VVV dieses Thema aufgreift, denn es dürfte wohl die letzte Chance für dieses historische Gebäude sein. Es ist im Privateigentum und verfällt so langsam vor sich hin. Ich hatte bereits zu Beginn meiner Amtszeit mit dem Eigentümer gesprochen. Damals schwebte noch die Idee einer Pilgerherberge in der Luft, was aus diversen Gründen nichts geworden ist. Mit Hilfe dieses Wettbewerbes soll es gelingen, ein vernünftiges Konzept auf die Beine zu stellen. Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Infos als pdf gibt es auf der Homepage des VVV. Ich selbst beteilige mich an dem Wettbewerb mit einem Sonderpreis in Höhe von 250 Euro. Dieser ist gedacht, soziale oder gesellschaftlich besondere Nutzungen auszuzeichen und könnte an gemeinnützige Vereine, Schulen, Institutionen gehen.

Donnerstag, 19. November 2009

Des Bürgermeisters Hut

Von Zeit zu Zeit schaue ich in einer der Kindertagesstätten der Gemeinde vorbei, um mich bei unseren Jüngsten nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Zum Beispiel besuche ich den Hort an der Argestorfer Straße oder den Holtenser Kindergarten neben der Kirche. Gestern mittag war ich im "Nimmerland" in Holtensen zum Essen. Es gab überbackene Nudeln und jede Menge interessante Gespräche mit dem Nachwuchs.

Die jungen Damen und Herren stellten jedoch einen Makel fest: mir fehle ein Hut! Ein Bürgermeister müsse einen großen schwarzen Zylinder auf dem Kopf tragen, sonst sei er auch kein Bürgermeister. Das mit der Amtskette war mir klar (in der Gemeinde Wennigsen gibt es leider keine), aber dass ein Bürgermeister unbedingt einen schwarzen Hut brauche, war mir neu. Mittlerweile weiß ich aber, warum dies so sein muss: Die Hörspielfigur Benjamin Blümchen, ein Elefant, der auch schon meine Kindheit begleitete, vertritt in Folge 57 den Bürgermeister seiner Stadt. Dies gelingt ihm jedoch nur mit Hilfe seines kleinen Freundes Otto und einem großen schwarzen Zylinder auf dem Kopf als Erkennungszeichen... (Das einzige Mal, dass ich einen solchen als Bürgermeister trug, war beim Festumzug des Freischießens im vergangenen Jahr. Damals trug ich auch einen schwarzen Frack.) Ich muss wohl dringend mal in die Folge hineinhorchen, vielleicht hat Bürgermeister Blümchen ja noch eine Patentidee für die Amtsführung. Ich hoffe aber, man erkennt mich künftig auch weiterhin ohne Hut...

Freitag, 13. November 2009

Wennigsen spielt in der Solarliga oben mit

Bei der regionalen Solarliga hat unsere Gemeinde den dritten Platz belegt. Am Freitag überreichten die "Klimafee" und die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde dem Klimaschutzbeauftragten D. Krüger-Nedde und mir die Urkunde im Hannover Congress Centrum. Als Sieger in der Kategorie bis 30.000 Einwohner stand Hemmingen ganz oben auf dem Treppchen, dahinter Gehrden und Wennigsen. Auf Wennigsens Dächern sind rund 220 Anlagen vorhanden, darunter zwei Drittel Solarthermie. Insgesamt stieg die Gesamtzahl der an die Klimaschutzagentur gemeldeten Solarwärme- und Solarstromanlagen in der Region Hannover im Vergleich zum Vorjahr um 1.101 auf jetzt 5.882. Besonders auffällig ist dabei die Zunahme der Meldungen von - meist privaten - Solarthermieanlagen zur Erwärmung von Brauchwasser und Heizungsunterstützung: Hier wurden rund 5.600 Quadratmeter mehr als 2008 gezählt. Auch der bundesweite Bauboom bei Solarstromanlagen zeigt sich in der Region. Insgesamt wurden 5.500 Kilowattpeak (kWp) mehr Leistung als noch vor einem Jahr erbracht – damit können mehr als 1.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Ein letzter Gruß für Robert Enke


Am Nordeingang des Stadions in Hannover wird um Robert Enke getrauert. Das Meer an roten Kerzen, Schals und letzten Grüßen
beeindruckt tief. Unzählige Menschen verabschieden sich dort Still von Hannovers Nummer 1. Ich war heute am Nachmittag dort und habe im Namen der Gemeinde Wennigsen als auch privat einen stillen Gruß in das Kondolenzbuch für Robert Enke geschrieben. Auch Wennigsen hat am Dienstag Abend den Atem angehalten als die Nachricht die Runde machte. Mein Mitgefühl ist bei seiner Frau und Tochter sowie auch bei dem Lokführern und all jenen, die an die Unglücksstelle zur Hilfeleistung ausrückten. Robert Enke war nicht nur ein großartiger Fußballer, sondern als beeindruckender Mensch ein Vorbild für viele Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer in der Region Hannover.

Donnerstag, 12. November 2009

Haushalt 2010 dem Rat vorgeschlagen

Heute Abend war es soweit: Den Haushalt für das Jahr 2010 habe ich dem Rat unserer Gemeinde zur Beschlussfassung vorgelegt. Nun sind die Fraktionen in den Beratungen gefragt. Die gute Nachricht: 500.000 Euro mehr Gewerbesteuer in diesem Jahr. Die schlechten Nachrichten der Krise stehen unten in der (gekürzten) Rede:

Die Endsummen im Verwaltungshaushalt belaufen sich auf 20,2 Mio. Euro in den Einnahmen und 32,8 Mio. Euro in den Ausgaben. Der Vermögenshaushalt beträgt runde 2 Millionen Euro. Die unangenehme Wahrheit ist allemal besser als die angenehme Unwahrheit, unter dieses Motto könnte man die Haushaltseinbringung in Zeiten der Wirtschaftskrise stellen: Der planerische Fehlbedarf für das Haushaltsjahr 2010 beträgt derzeit 2,4 Mio. Euro. Es ist zwar noch eine größere Einsparung aufgrund der auch in 2010 zu verhängenden Haushaltssperre zu erwarten. Dennoch muss der Rahmen der Kassenkredite wahrscheinlich um eine Million Euro von elf auf zwölf erhöht werden.

Die Ansätze bei den Steuereinnahmen müssen wir wohl um deutlich mehr als 10 Prozent reduzieren. Die bundesweite Steuerschätzung Mai ging von einem Rückgang von 9,5 % aus. Die in dieser Woche eingetroffene vom November geht noch einmal von weiteren Einnahmeverlusten für die Kommunen aus: Bundesweit bricht sowohl für 2009 als auch für 2010 jeweils eine weitere Milliarde weg. In 2010 erhalten von geschätzten 511 Mrd. Euro Gesamtsteuereinnahmen die Gemeinden 66,5 Mrd. Wie sich dies in Wennigsen auswirkt, lässt sich derzeit nur erahnen. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, der rund ein Viertel unserer Einnahmen ausmacht, liegt – diesen Zahlen sind ganz frisch – in diesem Jahr bei 4,7 Millionen Euro. Der Haushaltsansatz betrug noch 5,1 Mio. und muss für 2010 also in der deutlich nach unten korrigiert werden. Die Gewerbesteuer für dieses Jahr liegt derzeit eine halbe Million Euro über dem Ansatz von 2 Millionen! Hier ist jedoch aufgrund zu erwartender Rückerstattungen Vorsicht geboten. Auch wegen der nun folgenden Abflüsse über die Gewerbesteuerumlage ist der Grund zum Jubeln verhalten.
Zum Ende diesen Jahres wird die Verschuldung 10,5 Mio. Euro betragen. Die Nettoneuverschuldung in 2010 wird sich auf rund 190.000 Euro belaufen. Einzig erfreuliche Nachricht beim Thema Schulden sind die gesunkenen Zinsen. Trotz steigender Fehlbeträge sinkt die Gesamtzinsbelastung um rund 90.000 Euro auf 650.000 Euro. Dies vor allem dank Umschuldungen.
Zu den Schwerpunkten im Haushalt für 2010: Unser Augenmerk liegt wie auch in den bisherigen Jahren dieser Ratsperiode im Bereich Kinder und Jugend. Für die Schulen haben wir in diesem Jahr einen erheblichen Investitionsstau abgearbeitet, dank des Konjunkturpaketes sind 880.000 Euro nach Wennigsen geflossen, der überwiegende Teil in unsere Schulen. Grob überschlagen zwischen den Soll- und derzeit einlaufenden Ist-Zahlen: Für bauliche Investitionen gingen 166.000 Euro an die GS Bredenbeck, 80.000 Euro an die GS Wennigsen. (Ein weiterer großer Brocken aus dem Konjunkturpaket war mit mehr als 150.000 Euro die Sanierung der Sanitärräume der zu ihr gehördenden Turnhalle Im Lindenfelde.) 204.000 Euro flossen in die Sophie Scholl Gesamtschule. Daran anschließend werden im kommenden Jahr für bauliche Unterhaltung der Schulgrundstücke insgesamt weitere 281.000 Euro vorgesehen. Enthalten ist in der Summe auch die Wärmedämmung und mit einer zum Hagemannplatz passenden Fassadenverkleidung der Lindenfeld-Turnhalle. Diese steht im kommenden Jahr dann runderneuert da! Für Mobiliar und Sportgeräte sind 55.000 Euro im Vermögenshaushalt beziffert.
Die Planungen für unseren Kindergarten Vogelnest gehen nun in die Vollen. Wir haben nach dem Beschluss des Verwaltungsausschusses, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben, nun einen straffen Zeitplan erarbeitet. Im März nächsten Jahres soll ein Sieger gekürt werden. Ich freue mich schon auf den Moment, wo die Modelle der Öffentlichkeit vorgestellt werden und das Objekt zum ersten Mal anschaulich und greifbar wird! Geladen werden acht hochkarätige Büros. Für die weiteren Planungen wird der Vorjahresansatz ca. verdoppelt, es sind im Haushalt 2010 rund 100.000 Euro veranschlagt. Darin enthalten ist auch bereits Geld für die ersten konkreten Schritte wie das Bodengutachten. Für unsere Kindergärten, Krippe und Hort sind im kommenden Jahr 70.000 Euro im VermögensHH vorgesehen, vor allem für Mobiliar.
Ein wirklich heißes Eisen im Bereich Kinder und Jugend ist derzeit die Bolzplatz-Problematik: 45.000 Euro sind für die Herrichtung vorgesehen. Liebe Jugendliche, vertreten durch die Mitglieder des Jugendparlamentes und die Jugendbürgermeisterin! Ich hoffe, dass es uns nach langen Diskussionen aber auch nach vielen Fach- und jüngst Vermittlungsgesprächen gelingt, mit Nachbarn, Bauaufsicht und allen politischen Kräften in und für Bredenbeck eine Lösung zu erarbeiten.
Zur politischen Arbeit gehören neben umstrittenen und harten Themen in unseren Ortschaften aber auch solche, die Freude bereiten, die richtig Spaß machen! In diesem Jahr war es die Gartenregion. Die Gemeinde ist aufgeblüht – auf vielfältige Art und Weise. Zum Beispiel: im wahrsten Sinne des Wortes dank hunderter Hortensien in Wennigsen, kulturell mit Open Air Musical in Bredenbeck oder Theater im Klostersaal, generationenübergreifend mit Kindern, Familien und Senioren auf dem Naturerlebnispfad Holtensen oder einem Spaziergang am Topiusplatz Wennigser Mark… Nach einer imposanten Auftaktveranstaltung blicken wir auf einen tolles Gartenjahr und ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen Beteiligten bedanken, vor allem den engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Das Projekt wird weitergeführt. Ich schlage im Haushalt den Betrag von 5.000 Euro vor. Das klingt eher symbolisch, jedoch wird es weit mehr werden: In Stunden des Bauhofes, in hinzukommendem Engagement des Ehrenamtes und auch mit Hilfe von Fördergeldern. Auf jeden Euro aus dem Wennigser Haushalt kam ein Vielfaches an Fremdmitteln und Spenden. Gerade in dieser Woche sind noch einmal Fördermittelbescheide für Gartenregion und Naherholung in Höhe von 20.000 Euro eingetroffen!
Ich möchte an dieser Stelle herzlich dem Team unseres Bauhofes danken. Hoch engagiert und dennoch kostenbewusst haben die Herren vom Heisterweg in Wennigsen und den Ortschaften zum Gartenjahr tolle Verschönerungen geschaffen. Wenn ich vom Bauhof spreche, muss ich auch über Spielplätze reden. Im dritten Jahr dieser Ratsperiode haben wir – gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Händen – den Großteil der Spielplätze im Gemeindegebiet herausgeputzt. Die Prioritätenliste schrumpft schnell zusammen! Dies war allen Fraktionen und mir als Bürgermeister wohl gleichsam ein Herzensanliegen! Auch fertig gestellt ist nun der Spielbereich am Hagemannplatz. 10.000 Euro werden vorgeschlagen für Spielgeräte auf anderen Plätzen. Für die weitere Verstärkung der Arbeit sind im Vermögenshaushalt Ansätze für neue Bauhof-Geräte in Höhe von 20.000 Euro veranschlagt.


Nach diesen erfreulichen Punkten muss ich Ihnen nun die tristen Sachverhalte der Haushaltskonsolidierung darlegen: Wir haben vergleichsweise gute Jahre erlebt. In 2008 sogar einen Überschuss in Höhe von rund 135.000 Euro erzielt. Aber nun wird sich die Abwärtsspirale schnell drehen. Die Nettoneuverschuldung ist allein für dieses Jahr mit rund 2 Mio. vorgesehen. Insbesondere jetzt wegbrechende Einnahmen sind Anlass zur Sorge, Mindereinnahmen werden in der ersten Ergänzung dargelegt.
Nur wenige freiwillige Leistungen haben wir noch im Haushalt, die uns lieb (und im Verhältnis zu ihrem Nutzen doch nicht nicht allzu) teuer sind – wie der Zuschuss zum Wasserpark. Zu den Neuigkeiten im Konzept: Zur Haushaltskonsolidierung habe ich erstmals einen Ansatz aufgenommen zu unseren Einsparungen dank Klimaschutzprogramm und Energieeffizienz. Die erste Schätzung, dank Fenstererneuerung, Wärmedämmung an den öffentlichen Liegenschaften oder Austausch von Leuchtköpfen an den Straßen liegt vorsichtig geschätzt bei 20.000 Euro. Als ich den Haushalt erarbeitete, wollte ich Ihnen 41.000 Euro Einnahmen aus interkommunaler Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrsüberwachung vorschlagen, die Verträge mit Seelze und Neustadt waren ausgearbeitet. Leider ist mittlerweile ein BVerfG-Urteil gefällt, das die Grundsatzfrage zur Anschaffung eines neuen Blitzgerätes stellt. Dazu werde ich Sie in Kürze ausführlich informieren.
Keine Steuererhöhungen



Steuererhöhungen sind kein Thema. Eine solche Maßnahme wäre gerade in Zeiten der Krise falsch. Sie würde durch die komplizierten Zuteilungsschlüssel auch mehr versprechen als tatsächlich einbringen. Zudem sollten wir uns aus dem Mittelfeld der Hebesätze in der Region nicht zu weit hinaus bewegen. Auch, um für Klein- und Mittelgewerbe attraktiv zu bleiben.
Das war ein erster Überblick über den letzten kameralen Haushalt unserer Gemeinde. Ich danke den Mitarbeitern des FB 2 unter der Leitung von Michael Beermann für die Erstellung des Haushaltplanes. Ich danke aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wennigser Verwaltung, denn in den mehr als 300 Seiten des Zahlenwerkes steckenden in jedem Jahr Arbeitsaufträge in Millionenhöhe, die wir für unsere Bürgerinnen und Bürger mit Sorgfalt abarbeiten.
Frau Ratsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder der Fraktion im Rat der Gemeinde Wennigsen - meine Mitarbeiter und ich sind bestrebt, einen Haushalt zu erarbeiten, der trotz engen Spielraums die künftige Entwicklung der Gemeinde ermöglicht. Nun ist auch Ihre Kreativität gefragt für weitere Projekte und Ideen trotz leerer Kasse. Ich danke an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit, die ehrlichen und konstruktiven Worte bei unseren bisherigen drei Haushaltsberatungen und wünsche uns auch für diesen vierten Haushalt der Ratsperiode ein konstruktives Miteinander!

Montag, 9. November 2009

Vor 20 Jahren fiel die Mauer

Vor 20 Jahren fiel die Mauer! Ein Redakteur der Calenberger Zeitung, fragte kürzlich an, wie ich den Mauerfall vor 20 Jahren erlebt habe. Ich kramte in meinem Gedächtnis und schrieb ihm die folgenden Zeilen, die ich zur Feier des Tages ebenfalls blogge:

Ich war damals 10 Jahre alt, ging in die Klasse 5b der Wennigser Orientierungsstufe und hegte noch kein besonderes Gespür für historische Umbrüche. Allerdings hatte ich bereits viel Zeit meines damals jungen Lebens wartend am Grenzübergang Marienborn verbracht. Mein Onkel wohnte in Berlin und wir besuchten ihn von Zeit zu Zeit. Daher wußte ich sehr wohl mit Intershops und VoPos etwas anzufangen. Den 9. November verbrachte ich zunächst mit Schule und dann mit Sport. Ich kam vom Tennis spät nachmittags nach Hause, drückte mich wie meist, aber diesmal mit historischer Begründung vor den Schularbeiten und den ganzen Abend lang liefen dann in unserem Wohnzimmer Fernsehbilder aus Berlin. So ich mich recht erinnere, wurde ich aber zeitig zum Schlafen gehen genötigt. In der Schule aber haben wir uns am Folgetag intensiv darüber ausgetauscht, wer denn am längsten hatte aufbleiben dürfen. Wir haben recht viel über die Ereignisse im Unterricht gesprochen. Wir mussten zum Beispiel Zeitungsausschnitte sammeln und haben diese dann besprochen. Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung war ich mit meinem Vater mehrmals in Berlin. Mit einem kleinen Hammer bewaffnet, gehörte ich zur Spezies Mauerspecht. Ein recht ansehnliches Stück habe ich noch immer. Das hatte ich aber nicht gehämmert, sondern neben der Mauer im Gebüsch gefunden. Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil ich mit meinem kleinen Hammer so ein Handball großes Stück gar nicht herausbekommen hätte. Zudem habe ich mir nach der Wende für 5 DM eine original DDR-Fahne erworben und einen Orden "Held der Arbeit". Diesen kann ich aber leider seit einigen Jahren nicht wiederfinden...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Kinderkrippe in Wennigsen eröffnet

Die erste Krippengruppe in Wennigsen ist eröffnet! Im Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt im Langen Feld wurde gestern gefeiert. Bereits drei Kindergärten bieten Betreuung unter drei Jahren an. Mit dem Angebot, das Gemeinde und AWO zusammen auf den Weg gebracht haben, ist nun auch die Betreuung von Kindern möglich, die ihr erstes Lebensjahr vollendet haben. Im Dezember hat der Rat der Gemdeinde einstimmig die Einrichtung der Gruppe beschlossen. Ein Landesprogramm zur Förderung der Kinderbetreuung half bei der Finanzierung. Mir hat die Eröffnung eine Menge Spaß gemacht. Unser Bauhof hat kürzlich einen neuen Trecker bekommen. Die Kinder haben nun einen baugleichen, wenn auch wesentlich kleineren, dass sie auch fleißig in ihrem Garten rackern können. Den mussten wir erst einmal gemeinsam auspacken, mit Nummernschildern bekleben und eine Proberunde durch den Kindergarten drehen. Den Kindern und Eltern wünsche ich viel Freude in ihrer neuen Gruppe!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Öffentlichkeitsbeteiligung Hauptstraße West / Edeka

"Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit" stand heute auf dem Plan für den Bebauungsplan Hauptstraße West. Das Vorhaben Erweiterung des Edeka-Marktes wird ja schon über ein Jahr diskutiert, daher ist der Titel der Sitzung erklärungsbedürftig. Es handelt sich dabei um einen festgesetzten Schritt in der Bauleitplanung. Nachdem der Rat den Aufstellungsbeschluß gefasst hat, erarbeitet die Verwaltung gemeinsam mit einer Planerin die ersten Grundzüge des Planes. Diese haben wir im Bürgersaal des Rathauses der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Bauamt hatten wir uns für diese Variante entschieden, um Anregungen und Bedenken nicht nur schriftlich entgegen zu nehmen, sondern auch um Erläuterungen zu geben und Diskussionsmöglichkeit einzuräumen. Ich schätze, 40 - 50 Gäste waren anwesend, darunter zahlreiche Anlieger. Außerdem Ingo Laskowski vom Fahrradclub und Jochen Koch und Dr. Wolfgang Schulz von der lokalen Agenda 21, die ihre Überlegungen zur Erweiterung des Marktes vorstellten. Fast zwei Stunden diskutierten wir, im Mittelpunkt standen vor allem Fragen des Lärmschutzes, der Verkehrsführung und der Gestaltung der Hauptstraße.

Montag, 26. Oktober 2009

Es beginnt zu weihnachten

Heute war einiges los in meinem Büro: Gesprächstermine im Stundentakt. Die Sitzung für die Bauleitplanung für Edeka am Mittwoch musste vorbereitet werden, eine Grundstücksangelegenheit, Gespräch mit einem Ortsbürgermeister, Ratsvorlage unterschreiben und vieles mehr. Als ich zwischendurch die Post öffnete, überkamen mich zum ersten Mal in diesem Jahr weihnachtliche Gedanken (nachdem ich die Wochen zuvor im Supermarkt konsequent über die Lebkuchen und Weihnachtsmänner hinweg geschaut habe, die dort seit September ihr Dasein fristen). Die Region Hannover beginnt, mit einer Broschüre in Auflage 80.000 Stück für regionale Weihnachtsmärkte zu werden. Eines der Exemplare übersandte die HMTG - Hannover Tourismus- und Marketing-Gesellschaft heute. Für unsere Gemeinde wird der Bredenbecker Weihnachtsmarkt in der Broschüre beworben: "Auf dem gemütlichen Hofrund der landwirtschaftlichen Kornbrennerei können Kinder basteln, Plätzchen backen, Weihnachtsgeschichten lauschen und Stockbrot backen,
während die Erwachsenen bei Glühwein, Punsch und anderen Spezialitäten die gemütliche Stimmung genießen. Sa. 28.11., 14 – 20 Uhr" Zum Herunterladen gibt es das Heftchen mit folgendem Link: "Weihnachtsmärkte 2009 in der Region Hannover".

Freitag, 16. Oktober 2009

Schule bekommt Holzhackschnitzel-Heizung


Heute um kurz nach elf Uhr war es soweit: In kleinen und feinen Rahmen ist auf dem Gutshof Knigge der Vertrag für die Holzhackschnitzelheizung für die Sophie Scholl Gesamtschule unterzeichnet worden. Laufzeit: 20 Jahre, Gesamtwert: 1,35 Millionen Euro, voraussichtliche CO2-Einsparung: mehr als 1000 Tonnen pro Jahr. Das Holz stammt aus heimischer Forstwirtschaft aus dem Deister (www.deisterbuche.de). Damit schließt vorerst ein langes Kapitel. Seit einigen Jahren wurde sich in Rat und Verwaltung Gedanken gemacht, wie die künftige Heizung aussehen soll. Zu Beginn meiner Amtszeit standen sogar noch eine Biogasanlage an der KGS in der Diskussion. Es wurde damals debattiert, ob nicht der energetische Maisanbau die Landschaft zu stark verändern würde.

Kurzum: Die jetzt gewählte Lösung ist richtig gut. Nicht nur, dass das Klima geschont wird. Auch im Hinblick auf das Thema ortsnahe Rohstoffversorgung und lokale Ökonomie ist mit dem Holzlieferanten aus Bredenbeck und der dortigen Verarbeitung des Holzes wichtige Wertschöpfung vor Ort gehalten. Die dortige Forstwirtschaft ist ein zertifizierter Betrieb, der auf ökologischen Waldbau großen Wert legt. Durch das Contracting-Verfahren obliegt der gesamte Betrieb einem mittelständischen Unternehmen aus dem Braunschweiger Raum.

Ab Mai wird gebaut. Ein 105 m³ Erdsilo für die Hackschnitzel muss in die Erde eingebracht werden. Ab der Heizsaison 2010/2011 wird die Anlage hochgefahren. All jene, die Angst vor höherer Feinstaubbelastung haben - wie es zum Beispiel im HAZ-Internetforum diksutiert wurde: Auf die Filtertechnik wurde in der Ausschreibung großen Wert gelegt.

Link zur Berichterstattung in der Deister-Leine-Zeitung.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Vertragsunterzeichnung und Gutsbesichtigung

Zukünftig wird die Sophie Scholl Gesamtschule mit Holz aus dem Deister beheizt. Die neue Holzhackschnitzelheizung, die nächstes Jahr eingebaut wird, dient sowohl der heimischen Wirtschaft mit einer örtlichen Rohstoffversorgung und -verarbeitung als auch dem Klimaschutz. Der nachhaltige Rohstoff wird zukünftig durch die Freiherr Knigge’sche Forstwirtschaft - bereits bekannt durch ihren "Deisterbuche"-Holzverkauf an Endverbraucher - bezogen und von einem Wärmelieferanten im so genannten Contracting zur Verfügung gestellt. Für die Unterzeichnung des Vertrages am Freitag, den 16. Oktober um 11 Uhr auf dem Rittergut in Bredenbeck, sind alle Bürgerinnen und Bürgern herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung bietet Geschäftsführer Herr Ralf Schickhaus eine Führung über das Gut mit Erläuterungen zur Forstwirtschaft und zur Holzbearbeitung an.

Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan


Es hat die Ehrenamtlichen der acht Wennigser Feuerwehren sowie des übergeordneten Gemeindekommandos viel Schweiß und Mühe sowie vor allem Zeit gekostet. Gemeinsam mit dem Fachbereich 1 der Verwaltung ist der 87-seitige Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan für Wennigsen erarbeitet worden. Gestern mittag haben der Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Mensing, Olaf Fals und ich ihn der Presse vorgestellt und ausführlich diskutiert. Abends ist der Plan im Feuerschutzausschuss den Ratspolitikern vorgestellt worden, in den kommenden Wochen wird er in den Ortsräten für die einzelnen Ortschaften diskutiert werden.

Es handelt sich um das wohl größte Projekt in der Feuerwehrplanung seit Jahren und für die kommenden Jahre. Auf regionsweit einheitlicher Basis sind alle Ortschaften mit ihren Feuerwehren unter die Lupe genommen worden. Was Anfahrtzeiten betrifft, Ausstattungen uvm. stellt der Plan eine Grundlagenplanung für die kommenden Jahre dar.

Hier geht's zum Online-Exemplar: Feuerwehr-Bedarfs- und Entwicklungsplan 2009.

Link zur Berichterstattung in der Deister-Leine-Zeitung.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Unwetter in Wennigsen

Gestern Nacht hat Wennigsen ein Unwetter heimgesucht. Heute morgen im Frühstücksfernsehn wurde schon bundesweit über einen Blitzeinschlag [Link] berichtet. Im Ort gab es vor allem Wasserschäden. Die Hauptstrasse ist derzeit noch gesperrt. Bauhof und Feuerwehren sind fleißig dabei, die Überbleibsel der Sturzfluten zu beseitigen. Ich habe mir gerade an der Keuzung Heitmüller ein Bild von der Lage gemacht. So etwas haben die Wennigser selten erlebt: Ein Kartoffelacker vom Bröhnweg hat sich auf den Weg in die Ortsmitte gemacht. Carsten Mehlhop, Pressesprecher der Feuerwehr, berichtete von 14 Einsätzen zwischen gestern 23 Uhr und heute Mittag. Aber nicht nur Wennigsens Ortskern war betroffen. Auch in den Ortschaften gab es witterungsbedingt zahlreiche Schäden, u.a. war die Landesstraße von Holtensen nach Linderte völlig verschlammt gesperrt. Heute vormittag gratulierte ich in Evestorf zu einer Goldenen Hochzeit. Der Jubilarin war jedoch zunächst wenig zum Feiern zumute. In der Nacht war der Keller voll Wasser gelaufen und so musste, bevor die Gäste kamen, noch fleißig gepumpt und geschöpft werden.

Einmal mehr gut zu wissen: Auf die Kameradinnen und Kameraden aller unser Ortswehren ist Verlass! Sechzehn Stunden Einsatz! Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte und natürlich auch die Mitarbeiter unseres Bauhofes.

Nachtrag: Ein ausführlicher Bericht findet sich heute in der Deister-Leine-Zeitung
.

Freitag, 2. Oktober 2009

Oktoberfest auf Jacobs Hof

Ein Holzhammer, ein Fass Bier und eine Blaskapelle: Heute abend habe ich auf dem Oktoberfest in Holtensen das erste Bierfass meines Bürgermeisterlebens angestochen. Umrahmt von der Holtensener Weinkönigin, ihrer ersten Prinzessin und dem Ortsbürgermeister ging ich zur Sache. Es ist gar nicht so leicht, ein Fass zu öffnen: Festwirt Manuel Herrmann instruierte mich zunächst, wo zu hauen, dann zu schrauben und schnell den Hahn zuzudrehen. Nach zwei Schlägen und einem Nachklapp zur Reserve floss der Hopfentee. (Bitte nicht weitersagen: Ich gebe zu, beim Anstoßen musste ich ein wenig Schummeln, da ich mir einige alkoholfreie Wochen verordnet habe, um ein paar Kilo zu verlieren. Denn bald beginnt ja wieder die Grünkohl- und Schlachteplatten-Zeit...)
Während ich schon daheim bin, feiern die Holtenser noch bei Bayerischen Spezialitäten in der ebenso rustikalen wie aufwändig dekorierten Scheue auf dem Hof der Familie Jacob.Ich wünsche von hier aus noch viel Spaß dabei!

Donnerstag, 1. Oktober 2009

„Die wundersame Blume Eistroh“


Das Gartenregionsjahr 2009 neigt sich dem Ende. In Wennigsen verabschiedet es sich mit einer Premiere! Die Klosterbühne führt ein eigens erarbeitetes Theaterstück zur Wennigser Gartenregion auf.

Zum neugierig Werden ein Auszug aus der Ankündigung zu dem Stück aus dem Newsletter der Gartenregion:

Ein märchenhafter Tag im Blumenbeet: Die Klosterbühne Wennigsen lässt in ihrem Stück „Die wundersame Blume Eistroh“ blühende Pflanzen und Rasenbewohner wie Maulwurf, Frosch und Grashüpfer zu Wort kommen. Dabei verwandelt sich der Wennigser Klostersaal in eine bunte Gartenlandschaft. Und es herrscht Aufregung hinterm Gartenzaun. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine kleine verwirrte Blume auf. Niemand weiß, wie sie heißt und woher sie stammt. Wurde sie aus einem fremden Land nach Wennigsen gebracht? Wegen ihres struppigen Aussehens wird sie verächtlich „Eistroh“ gerufen, bis sie eines Tages in den schönsten Farben zu blühen beginnt „Es erwartet den Besucher ein Nachmittag rund um die Herkunft und Eigenschaften verschiedener Blumen und Pflanzen“, erklärt Autor und Regisseur Burkhard Gums. Gemeinsam mit 20 Akteuren, darunter vielen Kindern, hat er das Blumenstück
erarbeitet.

Das Theaterstück rund um die Hortensie feiert morgen, Freitag, 2. Oktober, um 17 Uhr Premiere!

„Die Blume Eistroh“
Ein Theaterstück für Kinder ab sechs Jahren.
Freitag, 2. Oktober,
Samstag, 3. Oktober, und
Sonntag, 4. Oktober 2009, je 17 Uhr.

Klostersaal, Klosteramthof 3, Wennigsen. Karten unter Tel.: 05103/7248.

Mittwoch, 30. September 2009

Besuch auf der B2D-Messe bei Marai

In der Stadthalle Hannover treffen sich heute und morgen Unternehmen aus der Region Hannover zum gemeinsamen Kennenlernen auf der Messe "B2D" (neudeutsch für Business 2 Dialogue).

Heute nachmittag habe ich das Unternehmen Marai Mechanik und Elektronik GmbH aus Wennigsen dort besucht. Das Familienunternehmen beschäftigt sieben Mitarbeiter im Ort Holtensen. Das mittelständische Familienunternehmen ist preisgekrönt: Im vergangenen Jahr hat das Team um Geschäftsführer Rainer Kühn es von der regionalen Wirtschaftsförderung HannoverImpuls den Mittelstandspreis "WirtschaftsImpuls 08" gewonnen.

Die Produkte von Marai sind bundesweit bekannt. Zum Beispiel begegnet man ihnen auf vielen Bahnhöfen in Deutschland. Viele Anzeigetafeln sind in Gehäusen aus Holtensen verpackt. Ob es stürmt, gewittert oder schneit - die Monitore müssen allzeit Informationen anzeigen, viele von Ihnen sind sicherheitsrelevant und dürfen sich kein Ausfallrisiko leisten. Wasser-, staub- und sogar luftdicht verpackt Marai Anzeigetafeln und Kameras aller Art. Der Nischenhersteller gehört zu den stillen Stars der Wennigser Wirtschaft. Schauen Sie bei Ihrer nächsten Bahnfahrt doch mal genauer hin, ob Ihnen das Label auffällt:

Montag, 28. September 2009

"Kurzes Statement zur Wahl"

Heute vormittag rief die Presse bei mir an. Ich hatte auf das Klingeln des Telefons schon gewartet und die Bitte, doch "ein kurzes Statement für die morgige Ausgabe zur Wahl abzugeben". Dies möchte ich der Blog-Gemeinde natürlich nicht vorenthalten. Die kurze Stellungnahme:

Wennigsen hat eine deutlich überdurchschnittliche Wahlbeteiligung erlebt. Den Bürgerinnen und Bürgern möchte ich herzlich dafür danken, dass wir mit 79,9 Prozent eine der höchsten Wahlbeteiligungen der Region Hannover vorzuweisen hatten. Zugleich möchte ich allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern danken. Viele Freiwillige haben am Sonntag gezeigt, dass es ihnen wichtig ist, den organisatorischen Ablauf der Wahlen zu unterstützen und sich ehrenamtlich in den Wahllokalen zu engagieren. Mein Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, denen wir einen reibungslosen Ablauf der Wahl zu verdanken haben und auch ein schnelles Auszählen und Melden der Ergebnisse.

Dr. Matthias Miersch möchte ich zu seinem Direktmandat gratulieren. Die Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren war hervorragend. Er hat sich stets für Wennigsen eingesetzt und ich gehe davon aus, dass er dies auch weiterhin aus der Opposition heraus tut. Zugleich freut mich, dass Dr. Maria Flachsbarth der Einzug in den Bundestag über die Liste gelungen ist. Auch sie hat sich sehr für Wennigsen eingesetzt und ich bin mir sicher, dass unser ausgezeichnetes Zusammenspiel weiter fortgesetzt wird.

Der Wähler hat sich für eine klare Mehrheit in Berlin ausgesprochen. Meine Erwartungen an die neue Bundesregierung sind hoch. Schnelle und klare Aussagen zum künftigen Finanzausgleich und der Zukunft der Gewerbesteuer sind mir wichtig. Gerade kleine Kommunen wie Wennigsen müssen nun wissen, wie sie planen können. Auch, was die Frage nach der Organisation der Arbeitsämter angeht, erwarte ich eine schnelle Regelung im Sinne unserer Bürger, aber auch unserer Mitarbeiter bei der ARGE. Die Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils ist leider auf die zu lange Bank geschoben worden. Dritter Wunsch: Die alte Bundesregierung hat einen klaren Schwerpunkt im Bereich der Kinderbetreuung gesetzt. Dies muss so fortgeführt werden.

Freitag, 25. September 2009

Bundestagswahl: Danke an unsere MdBs

Am Sonntag wird der neue Bundestag gewählt. Unser Wahlkreis 47 besteht aus 12 Städten und Gemeinden - Wennigsen gehört mit Pattensen zu den kleinsten Kommunen darin. Sowohl der 2004 direkt gewählte Matthias Miersch als auch die über die Liste eingezogene Maria Flachsbarth haben sich ordentlich für unsere Gemeinde ins Zeug gelegt - auf ihre eigene Art und Weise. Ich möchte an dieser Stelle einen kleinen Rückblick auf die Zusammenarbeit geben und vielen Dank für das Geleistete sagen!

Der promovierte Jurist Miersch hat regelmäßig Wahlkreistreffen mit allen Bürgermeistern abgehalten (Ständiger Ausschuss). In diesen Sitzungen hat er auf kurzem Draht über das Vorgehen in Berlin berichtet. Die ersten Informationen über das Konjunkturpaket gehörten ebenso dazu wie laufende Berichte über Neuigkeiten der Gesetzgebung, zum Beispiel im Bereich der Kinderbetreuung. Zweimal habe ich ihn in Berlin getroffen, einmal nach der Kommunalwahl mit den Bürgermeisterkollegen aus seinem Wahlkreis und einmal gemeinsam mit unserem Jugendparlament. Miersch hat in Wennigsen die Schwerpunkte Klimaschutz gesetzt und mit seinem Projekt "Stadt ohne Arbeitlosigkeit" versuchen wir gerade, einen neuen Weg bei kommunaler Unterstützung von Arbeitssuche sowie örtlicher Wirtschaft und gemeinschaftlicher Aufgaben zu finden.

Die promovierte Tierärztin Flachsbarth hat sich für Wennigsen vor allem für den Neubau unseres Kindergartens und Familienzentrums Vogelnest ins Zeug gelegt. Ihre guten Drähte ins Berliner Familienministerium nutzte sie, den dortigen Staatssekretär Hermann Kues einzuladen. Dem prominenten Sozialpolitiker haben wir als einem der Ersten das Konzept vorgestellt und um weitere Hilfe gebeten. Maria Flachsbarth war häufig zu aktuellen Themen zu Arbeitsgesprächen im Wennigser Rathaus. Erst jüngst haben wir uns zum Thema Konjunkturpaket ausgetauscht. Die Liste ihrer Besuche in der Gemeinde Wennigsen ist beeindruckt: Sie informiert sich laufend, zum Beispiel über Einrichtungen wie den Ruheforst Bredenbeck oder die Sorsumer Waldorfschule.

Für das gemeinsam Geleistete möchte ich an dieser Stelle herzlichen Dank sagen. Die Arbeitsgespräche sind stets ehrlich, ebenso kritisch wie konstruktiv. Man merkt beiden ihre Freude am politischen Wirken an. Für Sonntag wünsche ich viel Erfolg, dann liegt ein stressiger Wahlkampf hinter beiden und die Wähler sind gefragt. (So ein Wahlkampf kostet reichlich Kraft - ich bin froh, dass ich dieses Mal zuschauen konnte, aber ich weiß noch wie platt ich vor drei Jahren am Tag nach der Wahl war.) Ich hoffe sehr, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger geben ihre Stimme ab!

Und da ich davon ausgehe, dass beiden der Wiedereinzug in den Bundestag gelingt: Weiterhin gute Zusammenarbeit! Es gibt ja viel zu tun, packen wir's an...

Mittwoch, 23. September 2009

Unterwegs im Calenberger Land


"Unterwegs im Calenberger Land", so heißt das neue Buch von Hans Werner Dannowski. Heute abend war ich zu einer Vorstellung des Titels auf dem Rittergut Großgoltern eingeladen. Regionspräsident Hauke Jagau ließ es sich nicht nehmen, das Werk persönlich vorzustellen. Untertitel: Dörfer, Kirchen und alte Gutshöfe zwischen Deister und Leine. Und davon gibt es nicht nur im Calenberger Land einige schöne, sondern besonders bei uns in der Gemeinde Wennigsen. Dannowski schlenderte durch Wennigsen, durch Bredenbeck, durch Steinkrug. Auf den Seiten über unsere Gemeinde schildert er Begegnungen mit Menschen, Gebäuden, der Deisterlandschaft und all dem, was unsere Gemeinde als Teil des Calenberger Land ausmacht. Mit Bewunderung nähert er sich schreibend Adolph Freiherr Knigge, den er als den berühmtesten Sohn der Region sieht.
Der Autor hatte mich zu Beginn seiner Recherchen besucht. Dannowski ist Pastor im Ruhestand und war 18 Jahre lang Stadtsuperintendent in Hannover. Ich erzählte ihm einiges von der Geschichte unserer acht Orte. Voller Neugier erwarb ich sieben das erste Exemplar und war doch erstaunt, dass Dannowski in der Ich-Form seine Reisen schildert und recht lebhaft seine Begegnungen mit all denen, die er interviewt hat. Er bennent seine Ansprechpartner lediglich mit Vornamen und abgekürztem Nachnamen. So wird zum Beispiel ein "Hans-Heinrich W." zitiert, der allen Wennigsern durch seine Bredenbecker Brennerei bekannt sein dürfte. Durch die Ich-Form liest sich das Buch vergnüglich, wie ein Spaziergang in Plauderei mit dem Verfasser.
Erfreulich an dem Buch ist, dass es nur mit zehn Bildern ergänzt wurde. So bildet ein gutes Pendant zu den fotografischen Werken, die kürzlich erschienen sind - wie z.B. das über die Gartenregion Hannover.
Dannowskis 216-seitiges Buch ist in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erschienen und kostet 19,90 Euro. Offiziell erscheint es morgen, 24 September 2009.

Sonntag, 20. September 2009

Gaststätte Am Denkmal feiert 100 Jahre!

Die Degerser Gaststätte "Am Denkmal" feiert 100. Jubiläum. Gegründet von den Eheleuten Meyer erlebte sie ihre Geschichte als "Dorfkrug" und Gasthaus "Zum Goldenen Löwen". Ortsbürgermeister Fritz Sennholz und ich gratulieren am heutigen Sonntag Vormittag den Eheleuten Eeleni und Dimi Angelidis zum Jubiläum, die heute das Lokal mit griechischen Speisen und Getränkenbetreiben. In der Gastwirtschaft, erzählte der Ortsbürgermeister, habe in den 30er Jahren bereits der Ortsrat getagt. "Gehst Du in den Krug, wirst Du klug - gehst Du drumherum, bleibst Du dumm", zitierte er eine alte (mit Sicherheit Degerser) Weisheit. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr spielte auf und bis in den Abend wird heute noch gefeiert.

Samstag, 19. September 2009

Holtenser Obstweinkönigin: Würden Sie es schaffen?

Heute haben die Holtenser auf dem 7. Obstweinfest ihre neue Obstweinkönigin und ihre Obstweinprinzessinen gekürt. Zugegeben: Ich hätte keine Chance gehabt. Natürlich, werden Sie sagen, weil ich nicht weiblichen Geschlechts bin und deshalb auch nicht Weinkönig werden kann. Das stimmt, aber zur Weinkönigin oder -prinzessin gehört weitaus mehr. Die künftige Exzellenz muss "viel Obstweinverstand besitzen, unseren Obstwein würdig vertreten und nachfolgende Fragen beantworten können", so die Bedingungen der Dorfgemeinschaft für ihr künftiges Oberhaupt. Ich gebe zu, ich habe von zehn Fragen gerade mal die Hälfte gewußt. Wie stehts mit Ihnen? Hier die Fragen:


  1. Wie lange ist Holtensens Ortsbürgermeister Fritz Kreimeyer im Amt?
  2. Mit welcher S-Bahn-Linie kann man Holtensen erreichen?
  3. Wie viele Laternen befinden sich auf dem Radweg zum S-Bahnhof Holtensen?
  4. Wie viele Obstbäume befinden sich auf den Obstplantagen von Albrecht Zabel?
  5. Wie hoch ist der Fledermausturm (Hastra-Turm)?
  6. Wie viel PS hat das Holtenser Feuerwehrfahrzeug unter der Haube?
  7. Wie viele Straßennamen gibt es in Holtensen?
  8. Zu welchem Anlass wurde der letzte Obstwein des Jahres 2008 offiziell ausgeschenkt?
  9. Wie heißen die Gärrückstände, die sich bei der Weinherstellung am Boden absetzen?
  10. Welche Farbe hat der Kirschwein?

[Die frisch gekürte Obstweinkönigin oder eine ihrer zwei Prinzessinnen kennen die Lösungen!]

Freitag, 18. September 2009

Vernissage in Bredenbeck


Der Bredenbecker Kulturverein K hoch 3 hatte zum Ausklang der Woche auf den Kornboden der Brennerei Warnecke geladen. Künstlerin Heide Brockmann aus Hannover stellt dort ihre Landschaften in Acryl aus. Gute Bilder - sehenswert. Beste Möglichkeit: Zum Bauernmarkt am kommenden Sonntag, 27. September. K hoch 3, "Förderverein für Kunst, Kinder und Kultur, macht in Bredenbeck übrigens tolle Sachen - einfach mal auf die Homepage schauen: Link.

Dienstag, 15. September 2009

Geld für die Konjunktur und unsere Schulen!

Heute abend hat der Verwaltungsausschuss getagt. Wir haben Auftragsvergaben in Höhe von mehr als 200.000 Euro beschlossen. Die meisten Maßnahmen sollen in den Herbstferien durchgeführt werden. Die Mittel fließen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und kommen den Schulen und Sportanlagen zugute. Mit dabei sind:
  • energiesparende Fenster für die Sophie Scholl Gesamtschule (rund 90.000 Euro),
  • Bau einer Beachvolleyball- und Basketballanlage an der Gesamtschule (54.000 Euro),
  • Erneuerung der Boden- und Wandbeläge im Bereich der Sporthalle Im Lindenfelde (25.000 Euro),
  • energiesparende Erneuerung der Beleuchtung in den Räumen der Grundschule Bredenbeck (40.000 Euro).
Was den meisten Wennigsern ins Auge fallen dürfte: Rund 100.000 Euro aus dem Konjunkturpaket sind abgeflossen für neue Straßenbeleuchtung. Diese klimafreundliche Maßnahme ist im August komplett umgesetzt worden. Die Hauptstrasse zum Beispiel ist trotz Energieersparnis nun deutlich heller! Auf diesem Wege vielen Dank an die zuständigen Mitarbeiterin und Mitarbeiter in der Gemeinde sowie die ehrenamtlich politisch Verantwortlichen vor Ort. Die Umsetzung des Paketes läuft spitze! 89 % der Gelder sind in Kürze ausgegeben!

Sonntag, 13. September 2009

Regionsentdeckertag

Ein toller Regionsentdeckertag ist vorüber. Ich bin gerade nach Hause gekommen - es war ein erlebnisreicher Sonntag. Morgens um halb elf Start beim Cruisinglauf anschließend zur zentralen Feier der Region auf den Opernplatz. Um halb drei ging es zurück nach Wennigsen sowohl zum Feuerwehrplatz als auch zum Museumsfest am Heimatmuseum. Der Tag endete mit einer Kimilesung von Susanne Mischke im Amtsgericht. Ich werde den Blogeintrag morgen ergänzen, denn nun muss ich erst einmal die Nachberichterstattung zum TV-Duell von Merkel und Steinmeier schauen! Vorab: Herzlichen Dank an alle Helfer und Organisatoren bei Regionsentdeckertag. Wennigsen hat sich von der besten Seite gezeigt!

Nun die versprochene Ergänzung: Von vielen Seiten her ist die Organisation positiv beurteilt worden. Mein Cruisinglauf hat es zwar weniger Läufer als im Vorjahr gegeben, aber ich glaube, das lag nur am Wetter. Auch der erste Wennigser Hortensienmarkt sowie das Museumsfest litten unter den Regengüssen. Aber die Aussteller zeigten sich zufrieden und boten sogleich an, im kommenden Jahr wieder teilzunehmen. Das Motto für den kommenden Entdeckertag ist noch offen. Sobald dies bekannt ist, erhoffe ich auch Gedanken der Bürgerinnen und Bürger zur Frage, wie Wennigsen im kommenden Jahr am Regionsentdeckertag teilnimmt. (Im vergangenen Jahr war der Treffpunkt auf dem Knigge'schen Gut in Bredenbeck. Für das nächste Jahr möchte ich auch wieder die Frage in die Ortschaften geben, ob sich eine unserer Ortschaften mit einer eigenen Aktion beteiligen möchte!)

Samstag, 12. September 2009

Degerser Kinder feiern in der Tenne

Das Kinderfest in der Gaststätte "Zur Tenne" ist ein fester Bestandteil des Degerser Ortslebens. In meinem ersten Amtsjahr 2007 kam Organisator Siegbert Grimm in mein Büro und stellte den "Kinderspaß" vor. Zugleich bat er um Sachspenden der Gemeinde, die ich ihm gerne mitgab.

In diesem Jahr besuchte ich das Fest das dritte Mal. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viele Spender den Kindern Gutes zukommen lassen. Bei 120 Sponsoren, die die Organisatoren besucht oder angeschrieben hatten, wurden die Gewinne für die Kinder gesammelt. Für 50 Cent pro Wertmarke ging es dann in diversen Stationen ums Ganze. Alle Spielstände wurden selbstgebaut - sei es Flaschenkegeln, selbstgebauter Flipperautomat, eine Torwand, Schatzsuche und vieles mehr. Auch Jugendfeuerwehr und mittelalterliche Ritterspiele fehlten nicht. Eine Vielzahl an Helferinnen und Helfern jeden Alters fasste mit an.

Der Lohn des Tages: 1131 Euro kamen für einen guten Zweck zusammen. In diesem Jahr fließt das Geld an den Kindergarten "Bullerbü".

Freitag, 11. September 2009

Sponsorenlauf der Grundschule

Die rund 330 Kinder der Wennigser Grundschule waren heute beim "Sponsorenlauf" auf den Beinen, um Geld für ihre Schule zu sammeln. Sei mobil – bei Lernen und Spiel“, lautete das Motto. Ziel war es, Geld für Laptops zu sammeln. Das Prinzip ist einfach: Je mehr Runden die jungen Flitzer schaffen, um so mehr Geld kommt zusammen.

Um 15:30 Uhr schnitt ich gemeinsam mit der Schulleiterin Christine Böhm sowie Mit-Organisatorin Melanie Engelke das Startband durch! Zuvor machte ich mit den jungen Läuferinnen und Läufern noch ein paar Dehnübungen, dann starteten diese zu ihren Runden. Ich bin schon gespannt, wie viel Geld für die Grundschule erlaufen wurde.

Heute hieß es für mich nach dem Start nur zuschauen, aber am Sonntag wird es ernst: Ich habe mich zum Wennigser Cruisinglauf angemeldet! Start über fünf Kilometer ist um 10:30 Uhr in der Hauptstraße.

Donnerstag, 10. September 2009

"Ein Roman?"


Als hauptamtlicher Kommunalpolitiker muss man von Zeit zu Zeit einen humoristischen Blick auf seinesgleichen werfen. Durch eine Anzeige im Literaturteil einer Sonntagszeitung wurde ich auf ein Buch aufmerksam, dessen Untertitel lautet: "Provinzpolitiker unter sich". Meine Neugierde war geweckt und seit heute bin ich Besitzer des Werkes "Eine Frage der politischen Hygiene" aus der Feder von Heiner Wehn. 171 bitterböse und herzhaft humoristische Seiten über örtliche Politik füllen in den nächsten Tagen meine Freizeit!

Der Roman ist laut Klappentext "nicht für die Bundes- oder Landesvorsitzenden, sondern für die Kreis- und Ortsverbände geschrieben worden. Es ist ein Heldengesang auf ganz und gar nicht heroische Gestalten, da es sich um Leute dreht, die zum allergrößten Teil niemals irgendeine Pründe oder einen lukrativen Posten ergattern werden, egal in welcher Partei." Das interessiert natürlich auch einen parteilosen Kommunalpolitiker!

Kapitel 1: Aufbruchstimmung. Voller Neugierde habe ich eben im Treppenhaus schon Bekanntschaft mit Protagonist Edgar Müller-Ullmann, genannt EMU, gemacht. Heute abend werde ich mich gleich Kapitel 2 Die höchste Form der Beleidigung widmen...

Wer selbst lesen und schmunzeln möchte: Heiner Wehn, Eine Frage der politischen Hygiene, edition infopress, 176 Seiten, gebunden, € 24,80.

Donnerstag, 6. August 2009

Es geht wieder zur Sache

Die Sommerferien sind vorbei, mit dem heutigen Tag geht es auch in der Politik in Wennigsen wieder zur Sache. Anfang der Woche bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt. In den Vereinigten Staaten habe ich Freunde besucht und ein wenig Abstand vom Stress der ersten Jahreshälfte bekommen. Es ging ja heiß her, vor allem mit dem Aufstellen des Konjunkturpaketes. Dank Internet und online-Tageszeitungen, war ich gut im Bilde, was in Wennigsen passiert. Zum Glück war es ein heißer, aber weitgehend ruhiger Sommer. Bleibt zu hoffen, dass die Grippewelle nun nicht mit voller Wucht zuschlägt.

Nun heißt es, nach vorne blicken. Eine arbeitsreiche zweite Hälfte steht bevor, in der es zu vielen wichtigen Weichenstellungen kommen wird. Heute ist nicht nur Schulbeginn, sondern auch mein erster Arbeitstag nach den Ferien. Gestern nacht habe ich alle Unterlagen, die sich während meines Urlaubs angesammelt haben, schon einmal durchgeschaut (sehr empfehlenswert, wenn es um den Umgang mit "Jetlag" geht). Sehr viele Einladungen für die nächsten Tage und Wochenenden. Ich will erst einmal alle Termine koordinieren. Anschließend ist eine Fachbereichsleitersitzung angesetzt, in der wir den Sachstand allerProjekte durchgehen.

Schon heute abend tagt der Bauausschuß und befasst sich mit den überarbeiteten Planungen von Laverana. In der kommenden Woche tagen der Verwaltungsausschuß und der Rat der Gemeinde. Sowohl ein öffentlicher als auch ein nicht-öffentlicher Teil stehen auf der Tagesordnung. (Nicht-öffentlich müssen Auftragsvergaben behandelt werden, um die Angebote und Kalkulationen der einzelnen Firmen vor neugierigen Blicken der Wettbewerber zu schützen. Bei diesen Vergaben handelt es sich um Infrastrkturmaßnahmen, die nach erfolgtem Rats- oder Verwaltungsausschußbeschluss öffentlich gemacht werden).

Ich hoffe, Sie mit diesem Blog auch weiterhin gut informieren zu können und bedanke mich für das viele positive Feedback, das ich mittlerweile erhalten habe! Allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten in der Gemeinde wünsche ich weiterhin gute Zusammenarbeit und auf in eine erfolgreiche zweite Jahrreshälfte!

Sonntag, 5. Juli 2009

Der Blog macht Sommerpause

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Blog geht in die Sommerpause, denn der Blogger ist im Urlaub. Am Donnerstag habe ich in einem Pressegespraech noch die Bilanz fuer das erste Halbjahr gezogen (siehe Deister-Leine-Zeitung) , am Freitag bin ich in die Ferien geflogen. Viele Gruesse aus den Vereinigten Staaten! Ich sitze in Virginia am Lake Anna und gruesse alle Leserinnen und Leser herzlich.

Ich melde mich wieder, sobald ich Anfang August wieder im Rathaus bin,
Ihr / Euer,
Christoph Meineke

Donnerstag, 2. Juli 2009

Habbel-Blog: "Mehr Intelligenz für unsere Städte und Gemeinden"

An dieser Stelle möchte ich auf den "Reformblog" von Franz-Reinhard Habbel hinweisen. Habbel ist Pressesprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie ausgewiesener Experte für eGovernment und politische Kommunikation. Er bloggt regelmäßig und ich freue mich immer, etwas Neues von ihm zu lesen. Sein jüngster Beitrag: "Mehr Intelligenz für unsere Städte und Gemeinden" findet sich hier:

http://habbel.blogspot.com/2009/07/mehr-intelligenz-fur-unsere-stadte-und.html

Freitag, 26. Juni 2009

Schulsportanlage zum Kicken geöffnet

Das Schild sieht formalistisch und streng aus, aber es erfüllt einen wichtigen Zweck: Die Kinder und Jugendlichen in Bredenbeck können wieder Fußball spielen. Während eine Lösung für den Bolzplatz am Bonhoeffer-Haus gesucht wird, haben wir heute seitens der Gemeinde die Schulsportfläche an der Grundschule als Übergangslösung freigegeben.
Damit fällt mir ein großer Stein vom Herzen, denn in Bredenbeck kann nun in den Sommerferien gekickt werden. Kürzlich hatte ein Gespräch mit der Bauaufsicht der Region Hannover, der Gemeinde Wennigsen sowie der Kirchengemeinde stattgefunden. Der Bolzplatz am Bonhoeffer-Haus ist besichtigt worden und auch der Schulsportplatz an der Grundschule.

Der bereits in der Ortsratssitzung vorgeschlagene Kompromiss, eine Übergangslösung am der Grundschule zu schaffen und langfristig die bauordnungsrechtlichen Grundlagen für den Platz am Bonhoeffer-Haus zu schaffen wird weiterhin verfolgt. Auf Basis des eingeholten Lärmschutzgutachtens mussten die Verhältnisse an der Grundschule zunächst geordnet werden. Das bedeutet, dass der Schulsportplatz eine Beschilderung bekommt, die auf die Nutzungszeiten hinweist. Diese sind wochentags von 8 bis 20 Uhr und Sonn- und Feiertags von 9 bis 13 und 15 bis 20 Uhr. Vielen Dank an den Bauhof, das Schild ist per Express innerhalb von 24 Stunden gefertigt worden. Diese Zeiten sind zwingend einzuhalten - um nachbarschaftliche Konflikte zu vermeiden und damit einer rechtlichen Gefährdung der Kompromisslösung zu entgehen. Die planerischen Grundlagen für den Bolzplatz am Bonhoeffer-Haus sind nun auf Basis der Einschätzung des Lärmschutzgutachters zu erarbeiten. Allerdings sind hier noch viele offene Fragen zu klären, die sich durch laufende Rechtsprechung zu Bolzplätzen ergeben.

Freitag, 19. Juni 2009

Wennigser Gesamtschulgipfel ein toller Erfolg!

Ein Treffen auf hohem Niveau: Erstmals tagte heute der Wennigser Gesamtschulgipfel. Zahlreiche Gäste aus Landespolitik, der Region sowie des Schullebens diskutierten heute ebenso konstruktiv wie kontrovers. Mit dabei waren unter anderem der Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, Regionspräsident Hauke Jagau, Mitglieder des Landtages, Vertreterinnen und Vertreter des Rates, der Eltern, Lehrer und Schüler. Das Abi nach 12 Jahren stand im Mittelpunkt des Gipfels. Der Landtag hat am Dienstag die Reform beschlossen, die erhebliche Unruhe in unsere erfolgreiche Schule bringt.

Alexander Müller und seine Mitstreiter aus der Schülervertretung hatten gemeinsam mit der Schulleitung alles gut organisiert und so stritten wir den Vormittag lang über die künftige Ausrichtung der Schule. Für mich als Bürgermeister war es eine große Freude, so engagierte und hoch motivierte Schülerinnen und Schüler zu erleben, die aktiv ihr Schulleben gestalten und sich politisch zu Wort melden. Ausführlicher Blog folgt!

Samstag, 13. Juni 2009

Gartenfreunde picknicken im Park


Es hat einige Zeit gedauert, doch nun komme ich mal wieder zum Bloggen. Bei vielen Themen ist es in den letzten Tagen gut vorangegangen: Laverana, Familienzentrum Vogelnest, Gerätehaus... Auch hat die Region unseren Haushalt genehmigt und die Gelder für das Konjunkturpaket freigegeben. Allerdings war vieles sehr zeitintensiv - bestes Beispiel dafür ist der Bauausschuss, der am Donnerstag tage. Bis tief in die Nacht haben wir diskutiert, erst halb zwölf Uhr nachts haben wir die Sitzung beendet. Daher musste das Bloggen ein bisschen warten.

Morgen ist ein schöner Termin in Hannover, zu dem ich herzlich einladen möchte: Picknick im Stadtpark in Hannover. Dort präsentieren sich auch Projekte der Wennigser Gartenregion. Ich werde am Sonntag ab 14:30 Uhr im Stadtpark sein und auf der Bühne mit Regionsrat Axel Priebs, Dezernent für Planung, Bauen und Umwelt, die Wennigser Projekte vorstellen.

Der Ort des Sommerfests ist nicht zufällig gewählt. Der Park ist ein kleines Prunkstück mitten in der Gartenregion Hannover: Hier fand 1951 die erste Bundesgartenschau statt. Bis heute zählt die Gartenanlage zu den beliebtesten in der Landeshauptstadt. Der Rosengarten und der japanische Garten mit seinem Teepavillon sind gern genutzte Ausflugsziele. Besucher können eigenes Proviant mitbringen oder sich vor Ort eindecken und sich bequem auf den Wiesen niederlassen. Es werden mehrere Grills zur Verfügung stehen, auf denen sich die Gäste mitgebrachtes Grillgut brutzeln können. Rund herum grasen blaue Schafe.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Wennigsen-Werbung am Hauptbahnhof


Das freut den Bürgermeister... Ein Schnappschuss, aufgenommen vor dem Hauptbahnhof Hannover. Die
Region wirbt auf großen Litfass-Säulen in der Innenstadt für die Gartenregion - und Wennigsen hat den besten Platz. Gäste der Landeshauptstadt und Pendler kommen auf dem Weg zum Bahnhof an der Werbung für unsere Projekte vorbei. Werbung vor allem für die Musical-Aufführung "Der Geheime Garten", die am 7. Juli auf dem Bredenbecker Gut gegeben wird.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Klostergrund: Es bleibt spannend

Die Bebauung des Klostergrundes nimmt Formen an. Heute hat die Jury des städtebaulichen Wettbewerbes rund um das ehemalige Kleingartengelände getagt. Zehn Stunden lang dauerte die Beratung - und ein Sieger ist gekürt. Es ist das erste Mal, dass ich als Bürgermeister Teil eines solchen Gremiums sein konnte. Die Spannung aller Teilnehmer war groß, denn für viele war es das erste Mal, dass sie die Wettbewerbsbeiträge sehen konnten. Zu zehn Uhr ging ich gemeinsam mit unserer Bauamtsleiterin vom Rathaus in den Klostersaal. Dort versammelt waren bereits die Fachpreisrichter, die Präsidentin der Klosterkammer mit ihren Mitarbeitern sowie Vertreter der Fraktionen im Wennigser Gemeinderat. Auf großen Stelltafeln hingen die Entwürfe im Maßstab 1:500 mit Erläuterungen und weiteren Skizzen.

In drei Runden wurden die 14 Entwürfe erläutert, diskutiert, abgewogen. Drei Entwürfen erhalten Anerkennungen, drei Entwürfe bekommen Preise. Welcher Entwurf gewonnen hat, wird jedoch noch nicht verraten. Am 9. Juni wird der Öffentlichkeit der Sieger präsentiert. Alle Entwürfe bekommen dann in einer Ausstellung im Klostersaal ein Forum. Bis dahin: Bitte Geduld. Soviel sei jedoch verraten, die Entwürfe zeichnen sich durch innovative Ideen aus. Bauleitplanung von der Stange wird es in diesem letzten großen Wennigser Baugebiet definitiv nicht geben.

Dienstag, 26. Mai 2009

Ortsbürgermeister treffen sich in Evestorf


Die großen und kleinen Sorgen und Nöte der Ortschaften, aber natürlich auch Positives stand heute auf dem Programm der Runde der Ortsbürgermeister. Eingeladen hatten Hartmut Falkenberg und sein Nachfolger als Ortsbürgermeister Uwe Riemer nach Evestorf ins DGH. Viermal im Jahr tagt diese Runde mit den zwei ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterinnen und sechs Bürgermeistern. Mit hinzugeladen sind auch Wirtschaftskoordinator Werner Brandt und meine zwei Stellvertreter. Natürlich ist die Runde nicht immer ganz vollständig und so wurde Herr Brandt heute von Christian Mainka vertreten, der über Fördermittel informierte. Bevor die Themen der einzelnen Ortschaften besprochen wurden, stellte ich die neue Regelung zur Annahme von Spenden in der Gemeinde Wennigsen vor, teilte die frisch gedruckte Seniorenbroschüre aus und wir besprachen Aktuelles zur Abfallentsorgung. Thema am Rande war das 40-jährige Gemeindejubiläum, das im nächsten Jahr gefeiert wird. Ich bat die Runde, Vorschläge in den Ortschaften zu sammeln, ob und wie der Gemeindegründung 1970 gedacht werden könne. Schließlich trugen die Ortsbürgermeister die jeweiligen Themen der Ortschaften vor. Nach rund zweieinhalb Stunden endete der Nachmittag mit einem Spaziergang zum Ihmestein, der in Kürze eingeweiht wird.

Montag, 25. Mai 2009

Seniorenbroschüre im Rathaus vorgestellt


Der erste Wegweiser „Älterwerden in Wennigsen – Angebote für Seniorinnen und Senioren“ ist gedruckt. Beim "Runden Tisch Seniorenarbeit", der heute nachmittag im Rathaus tagte, durfte ich die ersten, frischgedruckten Exemplare verteilen. Für mich war es ein wichtiger Moment, hatte ich doch im Wahlkampf versprochen, als junger Bürgermeister mich um die Belange aller Generationen zu kümmern. Der Runde Tisch hat damit sein erstes Ergebnis erzielt, das sich sehen lassen kann!

Dieser Leitfaden in 500er Auflage soll den älteren Menschen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aufzeigen. Ansprechpartner aus Vereinen und Verbänden, von Initiativen und Gruppen aus allen Lebensbereichen sind hier zu finden. Seien es körperliche oder geistige, geistliche oder soziale Aktivitäten, Seniorenbroschüre möchten näher bringen, was in allen acht Ortschaften unserer Gemeinde geboten wird. In meinem Vorwort heißt es: "Unser Ziel dort ist es, gegenseitig Hilfestellung zu geben, dass Sie als Seniorinnen und Senioren selbstbewusst, selbstbestimmt und selbständig leben können. Viele liefern dabei wichtige Verbesserungsvorschläge für ein generationengerechtes Wennigsen. Dabei ist auch die Idee dieser Broschüre entstanden. Allen, die bei Beiträgen und auch redaktionell an diesem Heft mitgearbeitet haben, gilt mein herzlicher Dank. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie die vielfältigen Angebote nutzen und sich mit Freude in die Gestaltung des sozialen Lebens in unserer Gemeinde einbringen. Viel Freude beim Lesen, Entdecken und Mitmachen!"

Die örtliche Gemeinschaft lebt von der aktiven Mitarbeit aller – besonders bedanken möchte ich mich daher bei all jenen Vertreterinnen und Vertretern Ihrer Generation, die sich am „Runden Tisch Seniorenarbeit“ beteiligen. An der Erstellung der Broschüre haben sich ehrenamtlich Dr. Wolfgang Schulz, Dirk Steffens und Knut Unseld beteiligt. (Auf dem Foto oben bekommt Martina Degenhardt, die Sozialausschußvorsitzende das erste Exemplar überreicht.)

Hier geht's zum online-Dokument als pdf-Version: link.

Die nächsten Vorhaben des Runden Tisches: Den Seniorenbeirat der Region Hannover kennenlernen und eine "Ideenbörse" als Austauschplattform aller Angebote für Senioren veranstalten. Getagt wird am Montag, 7. September, im Bredenbecker Bonhoeffer-Haus.

Montag, 18. Mai 2009

Zu Gast bei den Klassen 4a und 4b in der Grundschule Bredenbeck


Heute vormittag war ich in der Grundschule Bredenbeck zu Gast. Zwei Schulstunden lang habe ich dort mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 4a und 4b diskutiert. Das Thema war der geschlossene Bolzplatz am Bonhoeffer-Haus. Vor einiger Zeit erreichte mich ein großer Umschlag mit Protestbriefen, die die Schüler geschrieben hatten. Darin wurde beklagt, dass der Bolzplatz noch immer nicht saniert sei oder keine Alternativen in Sicht sind. Zahlreiche junge Briefeschreiber baten mich, den Sachstand persönlich vorzutragen. Dieser Einladung bin ich gern gefolgt, denn es ist für mich immer etwas besonderes mit Kindern und Jugendlichen zu diskutieren.

Es ging es mir darum, zu erläutern, welche großen rechtlichen Schwierigkeiten uns derzeit davon abhalten, den Platz zu öffnen. Ich musste erklären, warum es für den Platz keine Baugenehmigung gibt und wir nach Alternativen suchen. Da für alle künftigen Standorte Lärmschutzgutachten gebraucht werden, müssen wir diese erst abwarten. Zudem erklärte ich, was ein Bürgermeister leisten kann und welche Vorschriften von übergeordneten Behörden kommen und auch einzuhalten sind. Die aufgeweckten Viertklässler stellten mir viele knifflige und strenge Fragen - bisweilen kam es mir vor als säße ich auf der Schulbank. Gemeinsam verständigten wir uns darauf, dass die Kinder weiterhin ihren Protest laut äußern, um so immer wieder zu zeigen, wie wichtig das Thema ist. Auch wollen die Schüler an die Bundestagsabgeordneten herantreten, um sich für eine Änderung der Vorschriften einzusetzen. Die Lehrerin, Frau Schwerdtfeger, hatte die Diskussionsrunde gut vorbereitet - dafür vielen Dank!

Samstag, 16. Mai 2009

Spielplatz Wennigser Mark eröffnet


Der neu gestaltete Spielplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus / Kinderspielkreis Wennigser Mark gehört nun voll und ganz den Kindern! Bagger, Schaufeln und Schubkarren gehören der Vergangenheit an - heute haben Ortsbürgermeister Uwe Degenhardt, Spielkreis-Leiterin Ute Maßberg und ich den Platz eröffnet und gemeinsam mit zahlreichen Kindern das rot-weiße Absperrband durchschnitten. Rund einhundert Gäste erfreuten sich an dem neu gestaltenen Platz.

Kaum war das Band durchtrennt, rannten die Kleinen zur den Geräten, sei es eine Vogelnestschaukel, das Spielhäuschchen mit Rutsche, ein Klettergerüst oder viele andere Geräte. Die Umgestaltung des 800 Quadratmeter großen Spielplatzes ist dank zahlreicher Spenden ermöglicht worden. Darunter ist eine Einzelspende von 10.000 Euro eines Märker Bürgers, den Einnahmen des Sommerkonzertes im Kloster und mehr als 500 Arbeitssstunden, die Eltern und Ehrenamtliche investiert haben. Unser Bauhof hat ebenfalls fleißig geholfen - und nun steht einer der schönsten und modernsten Spielplätze unserer Gemeinde in der Mark. Die Konzeption hatte Landschaftsarchitekt Karsten Bergmeier im Ehrenamt entworfen - ihm und allen Helfern, Spendern und Beteiligten herzliches Dankeschön!

Es war ein guter Tag - denn unsere Gemeinde ist heute noch kinderfreundlicher geworden!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Das war's: der 35. deutsche Städtetag


Hier entsteht der Blogeintrag zur Hauptversammlung 2009 des Deutschen Städtetages. Von Dienstag bis Donnerstag haben mehr als eintausend Bürgermeister und kommunalen Repräsentanten in Bochum getagt. Ich war dabei als Delegierter des Niedersächsischen Städtetages und damit unsere Gemeinde Wennigsen. Es waren spannende Tage mit Reden, Diskussionen und Ideenaustausch - sei es in Foren oder am Rande beim Gespräch.

Die Sparkassen standen auf der Agenda, die Gewerbesteuer, die Job-Center und vieles mehr. Die Kanzerlin hat gesprochen, der Ministerpräsident NRWs, Wowi war da und fast alle deutschen Oberbürgermeister ... die Promi-Dichte war hoch. Heute wurde das neue Präsidium gewählt und ein Thesenpapier einstimmig beschlossen.

Fleißig diskutiert wurde in den Fachforen. Ich packe nun erstmal meinen Koffer aus. Für all jene, die Interesse an bundesweiten kommunalpolitischen Themen haben, die Rede der Bundeskanzlerin im Wortlaut: Link.

Sonntag, 10. Mai 2009

Deutscher Städtetag in Bochum


In der kommenden Woche geht’s nach Bochum zur Hauptversammlung des Deutschen Städtetages. Mehr als 1.000 Bürgermeister aus 4.300 deutschen Städten und Gemeinden werden dort über das Leitthema "Städtisches Handeln in Zeiten der Krise" beraten. Einer der Delegierten bin auch ich – mit großer Neugierde fahre ich ins Ruhrgebiet. Es wird meine erste bundesweite Städteversammlung sein, bei der ich die Interessens Wennigsen kommunizieren kann und zugleich im Kollegenkreis neue Wege und Ansätze beraten. Am Dienstag geht’s los mit der Bahn. Ich habe mit einem Bürgermeisterkollegen aus dem Norden der Region eine „Fahrgemeinschaft“ gebildet, so können wir im Zug noch einige dienstliche Dinge besprechen und Ideen austauschen.

Präsident des Deutschen Städtetages ist der Münchner Oberbürgerbürgermeister Christian Ude, seine Stellvertreterin Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth. Der Deutsche Städtetag ist der größte kommunale Spitzenverband in Deutschland. In ihm haben sich circa 4.300 Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 51 Millionen Einwohnern zusammen geschlossen. Der Deutsche Städtetag vertritt aktiv die kommunale Selbstverwaltung. Er nimmt die Interessen der Städte gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen wahr. Dabei nimmt er Einfluss auf die Gesetzgebung, fördert eine moderne Verwaltung und erarbeitet mit den Städten Konzepte für neue kommunalpolitische Herausforderungen.

In meinem Blog werde ich über die Versammlung berichten!

Bürgermeistersprechstunde auf dem Wochenmarkt am Hagemannplatz


Der Wochen-markt am Hage-mannplatz feiert seinen ersten Geburtstag. Zur kleinen Jubiläumsfeier hatte die Marktgilde die Idee zu einer Bürgermeistersprechstunde mit Kaffee und Kuchen. Ich habe der Anfrage sofort zugestimmt, denn ich bin gern vor Ort und suche das direkte Gespräch mit den Bürgern. So dauerte die Sprechstunde auch deutlich länger als nur eine Stunde. Ein gutes Dutzend Bürgergespräche konnte ich führen und habe einmal mehr festgestellt: Der Bürgermeister gehört regelmäßig auf die Straße, um zu sehen, hören und mitzuerleben wo es juckt oder auch, wo es gut läuft.

Die häufigsten Anfragen kamen bezüglich Verkehrsfragen, vor allem der Parkregelungen am Hagemannplatz, auch wurde oft über die Edeka-Erweiterung diskutiert und die Frage, was nun am Klostergrund geschieht. Nach der Sprechstunde nutzte ich die Zeit, mit den Markthändlern zu sprechen. Edwin Gartmann und Kai Even von der Markgilde sehen den Umzug positiv. Zehn bis zwölg Händler sind regelmäßig dort und verkaufen Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und Backwaren. Die Frequenz ist höher als früher vor dem Rathaus. Die Neugestaltungs des Hagemannplatzes wird damit immer mehr zum Erfolg. In Kürze eröffnet auch der neue Spielplatz dort.

Der Wochenmarkt am Hagemannplatz findet jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr statt. Die Bürgersprechstunde unter freiem Himmel hat den Bürgern und mir gut gefallen - sie soll bald wiederholt werden.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Wasserfachbeirat der Purena tagte in Klein Süntel


Einen Einblick in die Wasserversorgung unserer Region gab heute die Fachbeiratssitzung der Purena. Die Gemeinde wird von dem Unternehmen mit Frischwasser beliefert und ist zu einem geringen Teil auch Gesellschafter. Im Wasserwerk Klein Süntel informierte ich mich heute am Nachmittag über den Stand der Technik - auch wenn es nur Anschauungsunterricht war, denn unser Wasser stammt nicht aus Deister und Süntel, sondern ist besonders weiches Harzwasser. Auf der Brunnenanlage im Wald werden im Jahr 680.000 m³ Wasser gefördert. Das gleicht ungefähr dem Jahresverbrauch Wennigsens in 2008. Das Rohwasser wird aus einer Tiefe von 100 Metern gewonnen und zunächst von Eisen und Mangan befreit, bevor es zum Verbraucher kommt.

Nach der Besichtigung gab die Purena die Baumaßnahmen für dieses Jahr bekannt: In Degersen wird derzeit in der Danquardstraße 340 Meter Wasserleitung erneuert. In Sorsum die Versorgungsleitung der Weetzener Straße uns in Bredenbeck die Schul- sowie die Jahnstraße (rund 800 Meter). Zudem wird die Löschwasserversorgung für die Ortschaft Steinkrug verbessert. Fertig gestellt im vergangenen Jahr wurde die Versorgung für das Neubaugebiet Langes Feld in Wennigsen sowie vier Straßen in Wennigsen, eine in der Wennigser Mark und eine in Argestorf.

| Infos zu Wennigsens Wasserqualität gibt dieses pdf-Dokument der Purena |

Samstag, 2. Mai 2009

Der VVV Wennigsen ist online

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Wennigsen ist online! Herzlichen Glückwunsch an den Vorstand und die Macher dieser Seite. Sie sieht gut aus und hat die wichtigsten Broschüren sowie Infos rund um den VVV im Internet abrufbar.

Hier aus Auszug aus meinem Grußwort zu der Seite, das in Kürze auch online stehen wird: "Der VVV ist ein Verein mit langer Tradition. Seit 1896 gestaltet er das Erscheinungsbild Wennigsens. Seitdem er im Jahr 2007 mit neuem Leben erfüllt wurde, hat er zahlreiche Marksteine gesetzt: Der Wanderweg „Grüner Faden“ führt zu den Besonderheiten des Ortes. Die „Grüne Kette“ lädt dazu ein, das herrliche Deistervorland mit dem Fahrrad zu entdecken. Die Betreuung von ehrenamtlichen Grünpaten sowie die Teilnahme an der Aktion Gartenregion zeichnen den Verein aus. Er stärkt Wennigsen als einen der führenden Naherholungsstandorte im Calenberger Land. Die Mitglieder bemühen sich um den Ort, seine historischen Wurzeln und sein heutiges Erscheinungsbild. Dank der Arbeit des Vereins fühlen sich auswärtige Gäste in Wennigsen wohl; bei uns „Einheimischen“ stärkt seine Arbeit die Identifikation mit unserer schönen Gemeinde. Ich danke dem VVV herzlich für das Engagement für unser Wennigsen!"

Donnerstag, 30. April 2009

Wünsche ein schönes Feiertagswochenende!

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein kurze, aber arbeitsreiche Woche liegt hinter und ein langes Feiertags-Wochenende vor uns. Der Rat hat in einer Sondersitzung eine Petition für den Erhalt des Abis nach 13 Jahren beschlossen. Die Post in der Hauptstraße ist umgezogen, ich war bei einer Städtetagstagung in Bad Bentheim u.a. zur Zukunft der kommunalen Struktur in Niedersachsen. Zahlreiche Gesprächstermine, Telefonate, Schreibtischarbeit in dieser Woche geschafft. Vor allem war ich viel "im Außendienst" und habe in den Ortschaften einiges an Gesprächen geführt und auf den Weg gebracht.

Nun lockt der 1. Mai mit zahlreichen Attraktionen in Wennigsen und unseren Ortschaften. Eine Auswahl: In den Mai getanzt wird heute in Wennigsen und Degersen. In Holtensen wird morgen ab 11 Uhr der Maibaum aufgestellt, auch in Bredenbeck und Evestorf ist Maifeier mit Chor- oder Blasmusik. Am Sonnabend wird die Gartenregion in Bredenbeck ein neues Schild präsentieren, am Sonntag wird der legendäre Musik-Frühschoppen in der Wennigser Mark am Toppius-Platz veranstaltet. 11 bis 15 Uhr wird zum 14. Mal Jazz- und Dixiemusik gegeben... Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der ein oder anderen Veranstaltung und herzlichen Dank an alle Ehrenamtlichen, die ihr Ortsleben mit Aktivitäten bereichern!

Dienstag, 28. April 2009

Rat steht geschlossen hinter Schulkonzept

Der Rat der Gemeinde Wennigsen hat heute einstimmig eine Resolution zum Erhalt des Abiturs nach 13 Jahren an der Sophie Scholl Gesamtschule gefaßt. In einer Sondersitzung haben sich alle vier Fraktionen, sowie das einzig parteilose Ratsmitglied - ich als Bürgermeister -, für die bisherige Konzeption unserer KGS ausgesprochen. Alle 32 Ratsmitglieder haben mir den Auftrag erteilt, die Resolution den Landtagsabgeordenten, dem Ministerpräsidenten und der Kultusministerin als Brief kurzfristig zu übersenden. Nun ist nach einem langen Tag erstmal Feierabend - auch, was das Bloggen angeht. Heute morgen um acht ging es mit Gesprächen los, zahlreiche Telefonate, nebenbei Schriftverkehr und zum Abschluß Ratssitzung.

Montag, 27. April 2009

Neue Zeitkapsel ins Bredenbecker Denkmal eingesetzt

Schnell hat's gehen müssen, damit die Arbeiten am Bredenbecker Denkmal weitergehen können. In der vergangenen Woche ist der alte Grundstein des Bredenbecker Denkmals geborgen und geöffnet worden, heute haben wir eine neue "Zeitkapsel" eingesetzt. Gemeinsam mit der Ortsbürgermeisterin Bärbel Back sowie der Bredenbecker Arbeitsgruppe Gartenregion unter der Ägide von Karin Meyer, Renate Grube vom Heimatbund und einigen Gästen haben wir die neue Zeitkapsel unter die Vorderstufe des Denkmals geschoben.
Ein Gehrdener Dachdeckerunternehmen hat die Kupferröhre verlötet und die Fachfirma, die das Denkmal saniert hat diese einbetoniert. Die Dokumente: Ein Satz aktueller Zeitungen, Kopien der historischen Originaldokumente aus 1921 und 1952, die derzeit zum Trocknen liegen sowie aktuelle Beigaben, die für die nachfolgenden Generationen vielleicht interessant sein könnten: Der Heimatbund hat die aktuelle Situation des Ortes beschrieben, die Ortsbürgermeisterin und ich einen Brief beigelegt. Darin ist neben einer Schilderung der Arbeiten rund ums Denkmal und einer Erklärung des Projektes Gartenregion vor allem der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die Bürgerinnen und Bürger Bredenbecks weiterhin in Frieden und Freiheit leben können. Hinzu kommen aktuelle Prospekte über die Gemeinde und die Region Hannover. Neben die Urne wurde - als kleiner Gruß an die Nachwelt ein - ein Fläschchen Bredenbecker Korn gelegt.

Mittwoch, 22. April 2009

Grundstein des Bredenbecker Denkmals mit großer Spannung geöffnet


Ein historisches Glas sorgt für Spannung! Bei den Restau-rierungsarbeiten am Bredenbecker Denkmal haben die Arbeiter einer Fachfirma den historischen Grundstein von 1921 geborgen. Kurzerhand luden wir die Ortsbürgermeisterin Bärbel Back, Mitglieder des Heimatbundes und der Bredenbecker Arbeitsgruppe Gartenregion, die Presse und Dirk Müller vom Wennigser Heimatmuseum sowie Herbert Städtler vom Bredenbecker Ortsarchiv ein, um die "Zeitkapsel" zu öffnen.

Zunächst lösten wir vorsichtig mit einem Holzhämmerchen den versiegelten Deckel. Mit Fingerspitzengefühl und ruhiger Hand zogen wir das Konvolut an Dokumenten vorsichtig heraus. Zeitungen vom 28. August 1921, Postkarten und Ortsgeschichtliches breitete sich auf dem Tisch des Sitzungssaals vor uns aus. Das ortsgeschichtlich Wertvollste: 42 Handgeschriebene Dokumente über die Bredenbecker Vereine von 1921. Die Geschichte der Feuerwehr, des Frauen-, des Krieger-, des Radfahrvereins sowie anderer örtlicher Institutionen liegen nun vor. Das Denkmal wurde 1952 schon einmal geöffnet und saniert. Ein Dokument des damaligen Bredenbecker Gemeindedirektors Dörries und von Bürgermeister Harmann Klaare beschreibt: "Nach dem Zusammenbruch des sogenannten 1000jährigen Reiches, das unser Vaterland in Ruinen verwandelt hat, musste nach 1945 alles wieder aufgebaut werden. Circa 9 Millionen Menschen wurden aus dem Osten vertrieben und mussten in Westdeutschland untergebracht werden. Dadurch bekam Bredenbeck 1000 Flüchtlinge zugewiesen und die Wohnungsnot nahm unnatürliche Formen an. Durch die Gründung der Kreissiedlungsgesellsschaft wurde die Siedlung angefangen und sollen im Laufe der Zeit ca. 100 Wohnhäuser erstehen mit 200 Wohnungen. Ferner wurde am heutigen Tage, dem 12.8.1952, mit dem Bau der Wasserleitung begonnen, die die Wasserkalamität am Ostdeister beheben soll. Möge uns der Frieden erhalten bleiben, sodass wir noch lange Jahre in Glück und Zufriedenheit leben und arbeiten können." Für die Dokumente scheint es eine Rettung in letzter Minute gewesen zu sein: Viele Postkarten klebten bereits aneinander und die Zeitungen waren durchfeuchtet. Manche Papiere waren schon zerfallen. Buchbinder Gunnar Supper begutachtete die Dokumente fachmännisch und nahm diese zur Trocknung und Sicherung des historischen Erbes an sich. In der kommenden Woche wird eine neue "Zeitkapsel", ein Kupferrohr, in dem Sockel eingemauert. Bürgermeisterin Back und ich werden einen Gruß an kommende Generationen beifügen.

Samstag, 18. April 2009

Wennigsen hat aufgeräumt


Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) rief und viele fleißige Helfer kamen. Am Sonnabend hat Wennigsen aufgeräumt. Rund ein Dutzend Säcke voller Unrat kamen zusammen. Ein alter Sicherungskasten, Rohre, ein alter Bonbonautomat und viele achtlos weggeworfene Dinge sammelten mehr als 20 Wennigserinnen und Wennigser. Es war die erste Aktion "Wennigsen räumt auf"! Ihr Schwerpunkt lag im westlichen Teil des Ortes, zwischen Ortsrand und Waldkater. Zum Abschluß am Scharnhorst-Denkmal nutzte ich die Gelegenheit, allen herzlich Dank zu sagen. An dieser Stelle auch ein Dankeschön in die Ortschaften, denn auch in der Wennigser Mark und Sorsum waren zahlreiche Helfer unterwegs, um ihre Orte für das Frühjahr herauszuputzen.

Dank gilt auch Jürgen Rudloff, der das Scharnhorst-Denkmal in mühevoller Kleinarbeit wieder hergerichtet hatte. Unser Bauhof hat mit dem Schneiden der Hecke und dem Aufstellen einer Bank einen Platz zum Verweilen geschaffen. An dem Denkmal steht mittlerweile eine Infotafel, die über die historischen Hintergründe Auskunft gibt.

Donnerstag, 16. April 2009

Bürgermeister-Chat zum Bolzplatz

Morgen demonstrieren die Jugendlichen in Bredenbeck für ihren Bolzplatz. Der jetzige Platz wurde ohne Genehmigung errichtet und ist an der jetzigen Stelle - so gern ich ihn dort aufmachen würde - nicht realisierbar. Ich biete aber gern allen Jugendlichen den Dialog an, um zu erklären, wo derzeit die Probleme liegen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Am Dienstag, 21. April 2009, von 16:30 bis 17:30 Uhr, lade ich daher zu einem Chat ein. Unter www.wennigsen.de wird dann ein Link bereitgestellt und ein Chatrom zum ersten Wennigser Bürgermeisterchat eröffnet. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Jeder Nutzer muss sich zunächst mit einem "Nickname" registrieren, um teilnehmen zu können. Bitte beteiligt Euch rege - je mehr mitmachen, desto spannender wird es.

Mittwoch, 15. April 2009

Aufräumarbeiten am Klostergrund sind fast abgeschlossen

Am Klostergrund geht es voran. Heute um halb neun Uhr hatte ich mich zum Baustellengespräch angemeldet, um mir vor Ort ein Bild über den Abschluss der Entsorgungsarbeiten zu machen. Am 24. April soll der Bauzaun verschwunden sein und das Gelände geräumt. Grüngut, Berge von Schutt und Abraum sollen dann entfernt sein. Die Calenberger Zeitung hatte eine beeindruckende Bilanz recherchiert und heute früh bereits veröffentlicht: Seit November hat eine Spezialfirma 70 Tonnen Baustellenabfall, darunter 30 Tonnen asbesthaltige Stoffe, 80 Tonnen Bauholz und zehn Tonnen Sperrmüll und Elektroschrott von der ehemaligen Gartenkolonie zusammengefahren, sortiert und entsorgt. 200.000 Euro werden die Aufräumarbeiten voraussichtlich kosten. Derzeit noch zu klären ist die Frage, wie mit der obersten Bodenschicht umzugehen ist, in der noch Asbestreste vermutet werden.

Im diesen Wochen läuft ein Architektenwettbewerb zur Überplanung des Geländes. Für Wennigsen soll es ein großer Wurf werden. Immerhin handelt es sich um ein Wohnbaugebiet in bester Lage: Nah zum Ortskern, zu Bahnhof und Einzelhandel und den wichtigsten Straßenverbindungen. Die Architekten sind aufgefordert, ein Konzept vorzulegen, dass modernsten Maßstäben entspricht. Innovative Wohnformen, hohe ökologische Standards, hervorragende Grünräume und Aufenthaltsqualität sind gefragt. Ende Mai wollen wir den Siegerentwurf küren. In der Jury sitzen Vertreter des Gemeinderates, der Klosterkammer und unserer Verwaltung, der Erschließungsgesellschaft sowie Fachleute aus Architektenkreisen. Auch ein Vertreter der Klimaschutzagentur ist dabei. Im Sommer werden die Arbeiten im Bürgersaal der Gemeinde öffentlich ausgestellt. Die Planungshoheit obliegt allerdings nicht der Jury, sondern dem Rat der Gemeinde. Das heißt, danach wird auf der Grundlage des Siegerentwurfes ein Bebauungsplan erarbeitet und aufgestellt. Im kommenden Jahr soll es dann auch baulich losgehen mit einem der innovativsten Baugebiete in der Region Hannover! Karte