Freitag, 27. März 2009

Ruheforst Deister feierlich eröffnet


Im November hat der Rat der Gemeinde den Beschluß gefaßt und heute haben wir den Friedhof feierlich eröffnet: Im Wald zwischen Bredenbeck und Steinkrug liegt nun der Ruheforst Deister. Rund 200 Gäste und Interessierte waren vor Ort, um die Begräbnisstätte unter Bäumen zu besuchen.

Für mich war der heutige Tag eine große Freude, denn im vergangenen Jahr hatten meine Mitarbeiter und ich unzählige Stunden gemeinsam mit der Familie Knigge und der RuheForst-Gesellschaft verhandelt und die Grundlagen erarbeitet. Zwar wird der Waldfriedhof privat betrieben, doch ist die Gemeinde der offizielle Träger. Das heißt, vom Ortsrat Bredenbeck über die Ausschüsse hin zum Gemeinderat musste das Projekt begleitet und viel Hintergrundarbeit geleistet werden, zum Beispiel eine Satzung erarbeitet. Der Friedhof ist immerhin für die nächsten 100 Jahre eine öffentliche Einrichtung und darf den Steuerzahler nicht belasten. Heute eröffneten endlich Ernst-August Freiherr Knigge, Stv. Regionspräsident Wolfgang Neubauer, Jost Arnold von der RuheForst und ich das Areal und hoben die Bedeutung für die Region und Bredenbeck hervor.

Die Fläche gehört zu den schönsten Waldfriedhöfen in Deutschland. Seit dem 14. Jahrhundert im Besitz des Hauses Knigge, liegt es in einem alten Baumbestand, umrahmt von prähistorischen Hügelgräbern und dem Panoramablick auf den Süllberg. Unter bis zu zu 200 Jahre alten Eichen und Buchen finden dort Urnen ihren Ruheplatz. Den Menschen der Region gibt er die Möglichkeit, sich frühzeitig mit dem Thema Tod zu beschäftigen und sich einen Baum für die letzte Ruhe auszusuchen. Trauernden gibt der Waldfriedhof Trost, man kann die Natur im Wandel der Jahreszeiten auf sich wirken lassen.

Besonders gelungen fand ich die Einsegnung durch Pastor Henning Dageförde und Pfarrer Christoph Paschek. Es war ein Schulterschluss, denn im Vorfeld hatte es Diskussionen gegeben, ob der Friedhof eine Konkurrenz zu den kirchlichen in Wennigsen und Holtensen darstellen könnte. Auch hatte die Landeskirche die Trägerschaft abgelehnt. Sechs Bestattungen hat es bereits gegeben.

Fotos und weitere Infos gibt es im Blog der RuheForst.

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