Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Schmücken des Weihnachtsbaumes 2010 im Wennigser Rathaus mit Kindern aus dem Kindergarten "Vogelnest".

Liebe Wennigserinnen und Wennigser!
     für unsere Gemeinde endet mit dem Weihnachtsfest und den letzten Tagen des Jahres ein ereignisreiches Jahr 2010. Viel ist auf den Weg gebracht worden oder kann mit Jahresablauf als "geschafft" angesehen werden. 
     All jenen möchte ich an dieser Stelle herzlichen Dank sagen, die sich für das Wohl unserer Gemeinde engagiert haben. Das vielfältige soziale, kulturelle, politische, sportliche oder karitative Engagement in unserer Gemeinde zeichnet Wennigsen aus. Ohne Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, und Ihr Engagement wäre unsere örtliche Gemeinschaft nicht so lebenswert.
     Auf diesem Wege möchte ich Ihnen und Ihren Familien frohe und besinnliche Weihnachtstage wünschen. Genießen Sie ein paar Tage der Ruhe und Einkehr.
     Genießen Sie unsere herrlich verschneite Deisterlandschaft, atmen Sie durch und dann heißt es mit Schwung "Auf ins Jahr 2011"!
      Herzlichst, 
     Ihr Christoph Meineke

Dienstag, 21. Dezember 2010

"Furioser Jahresendspurt"

Gestern Mittag habe ich in Holtensen das "Jahrespressegespräch" geführt. Dabei wurden der Presse die Statistiken des Jahres 2010 für Wennigsen übergeben. Dazu gehörten auf 11 Seiten die aktuellen Einwohnerzahlen, Zahlen über Ordnungswidrigkeiten oder Sozialanträge ebenso wie Rückschau und Ausblick über die wichtigsten Projekte. Heinz Mießen von der Deister-Leine-Zeitung hat dazu heute prägnant über den Endspurt des Jahres 2010 berichtet:

"Hartes und Kräfte zehrendes Jahr mit furiosem Endspurt"

Wennigsen (mi). Trotz eines nicht gerade zufriedenstellenden Haushalts zog Bürgermeister Christoph Meineke gestern in einer Pressekonferenz eine äußerst positive Bilanz für das fast abgelaufene Jahr und blickte zuversichtlich in die Zukunft.
     „Es war ein hartes und Kräfte zehrendes Jahr mit einem furiosen Endspurt. Große Projekte wurden auf den Weg gebracht“, betonte Christoph Meineke. Er verteilte viel Lob an die Fraktionen im Rat, mit denen er eine gute Zusammenarbeit pflegt. „Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind“, so Meineke.
     Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung hatte er ebenso anerkennende Worte parat wie für die Zusammenarbeit mit einigen Landtagsabgeordneten und Verantwortlichen anderer Behörden, angefangen von der Region bis zur Straßenbaubehörde. Besonders hob Meineke den Radwegebau zwischen Wennigsen, Sorsum und der Wennigser Mark hervor. „Doch auch andere Projekte sind auf einem guten Weg“, meinte Meineke und nannte die Entscheidung über Maßnahmen zur Erweiterung der Kläranlage. Auch die Abarbeitung des Konjunkturprogramms II sei beispielhaft gelaufen.
     Auf die Ratsentscheidung über die Planungen zum neuen Kindergarten Vogelnest mit Familienzentrum ist der Bürgermeister besonders stolz. Er geht davon aus, dass 2011 die Neubauphase beginnen und 2012 dort Einzug gehalten werden kann.
     Auch das Dauerthema Feuerwehrgerätehaus sei so gut wie erledigt. Nachdem die Wennigser Ortswehr rund 30 Jahre mit einem Provisorium fertig werden musste, wird es im kommenden Jahr eine neue Heimat für die Brandschützer geben. Der Grundstein ist gelegt, die Fertigstellung nur noch eine Frage der Zeit. Auch an dem Anbau von mehreren Klassenräumen an die Sporthalle der Sophie-Scholl-Gesamtschule wird seit Ende August gearbeitet. und die Fertigstellung ist zum neuen Schuljahr 2011/2012 geplant. Ebenso gehört die Fertigstellung der Rad- und Fußwegbeleuchtung von Holtensen zum Bahnhof für Meineke nach jahrzehntelanger Forderung in die Erfolgsschublade. Der Endausbau der Straße am Markt in Bredenbeck ist ebenso erfolgt wie der Abschluss der Bauleitplanung für das Baugebiet Gartenstraße/Bergmannstraße.
Die Firma Laverana hat eine Lösung gefunden, durch die der Hauptsitz des Unternehmens in Wennigsen verbleiben kann.
     Der Bürgermeister verkennt aber auch nicht, dass noch große Probleme gelöst werden müssen. Die Fortführung der Bauleitplanungen zum Baugebiet Klostergrund, der Erweiterung des Edeka-Marktes sowie der Ausfertigung des Baugebietes Vörier Berg, Teil II in Holtensen und im Steinkrug stehen an. „Wir sollten uns im kommenden Jahr intensiver mit langfristigen Themen wie dem demografischen Wandel und der Kinderbetreuung befassen“, betonte Meineke. Negativ für kleinere Kommunen bewertete Bürgermeister Meineke das neue Kommunalverfassungsgesetz.

Samstag, 18. Dezember 2010

Die Spuren historischer Industriekultur

Für all jene, die sich für unsere örtliche Geschichte interessieren und für Industriekultur in der Region Hannover gibt's rechtzeitig zum Weihnachtsfest zwei Dinge, die ich auf meinem Blog empfehlen möchte: Erstens ein Buch für unter den Tannenbaum und zweitens einen Spaziergang für gegen den Weihnachtsspeck.

Das Buch: "Kali, Kohle und Kanal" - so heisst das Werk, dass den Aufstieg der Region Hannover zu einem der wichtigsten Industriezentren Deutschlands des 19. und frühen 20. Jahrhunderts dokumentiert. Es ist in dieser Woche in Hannover im Historischem Museum präsentiert worden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, es endlich durchzublättern. Herausgeber ist Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover. Er ist Wennigsen sehr verbunden und hat auch die Festrede zum 40-jährigen Gemeindejubiläum gehalten. Auf mehr als 300 Seiten und mit über 240 aktuellen und historischen Aufnahmen beleuchten Herausgeber und das Autorenteam Christiane Schröder, Sid Auffarth und Manfred Kohler 150 Jahre Industriekultur in Hannover und dem Umland. Das Buch aus dem Hinstorff-Verlag | Link | ist in die Oberkapitel Industrie, Energie und Wasser sowie Verkehr gegliedert. Die Anfänge der Zuckerindustrie in Gehrden, unterirdische Bergbauwelten in Barsinghausen oder Sehnde, Branntweinbrennereien in Wennigsen oder der Wedemark werden ebenso berücksichtigt wie die alten hannoverschen Arbeiterquartiere in Ricklingen und Limmer. Begleitend zum Buch hat die Region Hannover außerdem fünf Routen der Industriekultur ausgearbeitet, auf denen Interessierte bei Spaziergängen, Radfahrten oder Wanderungen in vergangene Arbeits- und Alltagwelten eintauchen können. Und da sind wir auch schon bei Punkt zwei:

Knigge'sche Glashütte Steinkrug
Der Spaziergang: Ein etwa 10 Kilometer langer Weg führt vom Rittergut Bredenbeck zum Hermannshof nach Völksen durch den östlichen Deister. Ohne diesen gut 20 Kilometer langen Höhenzug ist die industrielle Entwicklung der Region Hannover kaum vorstellbar. Er war der größte Rohstofflieferant und lieferte neben Baumaterial  und Werkstoffen wie Holz, Stein oder Kalk auch Steinkohle als wertvollen Brennstoff.  Diesen natürlich begünstigten Vorteil machte sich unter anderem Freiherr Wilhelm Carl Ernst Knigge (1771-1839), der auf dem Gut Bredenbeck lebte, wirtschaftlich zu nutze. Er ließ im familieneigenen Bredenbecker Forst ab 1804 Kohle abbauen, die Holz als Energieträger in Kalk- und Branntweinbrennereien, Schmieden oder Salinen zunehmend als Brennstoffe ersetzte. So sicherte er sich frühzeitig den Einstieg in lukrative neue Gewerbezweige und sorgte dafür, dass seine neu gegründeten Betriebe – wie das Kalkwerk in Bredenbeck oder die Glashütte in Steinkrug - zu den wichtigsten Abnehmern seiner Kohlegruben und zugleich die Haupterwerbsquellen im östlichen Deister wurden. Den Link zum sehr gut ausgearbeiteten Spaziergang gibt es auf der Internetseite der Region Hannover: 
http://www.hannover.de/region/naherholung/industriekultur/knigge/index.html

Montag, 13. Dezember 2010

Wennigser Umweltpreis 2010 geht an den Fischereiverein

Der Umweltpreis der Gemeinde Wennigsen geht in diesem Jahr an den Fischereiverein Wennigsen e.V. ! Heute Abend, während der letzten Sitzung dieses Jahres des Ausschusses für Umwelt und Naherholung, haben der Vorsitzende Joachim Batke und ich die Urkunde und ein kleines Präsent überreicht. Vereinsvorsitzender Armin Kremmin erschien gemeinsam mit zwei jungen Vertretern des Vereinsnachwuchs'. Ausgewählt hat der Umweltausschuss des Gemeinderates den Verein, weil dieser vorbildlich seine örtlichen Gewässer pflegt und unterhält. Darüber hinaus engagiert er sich mit zahlreichen Flächen bei der Landschaftspflege. Seine Jugendarbeit ist vorblichlich. So bietet der Verein im Rahmen unseres Ferienpasses zum Beispiel Aktionen an, um Jugendlichen den Umgang mit Natur und Umwelt und dem Thema Fischerei näher zu bringen. Regelmäßig veranstaltet der Verein ein "Minifischen" für Kinder und Jugendliche Der Verein besteht seit mehr als 50 Jahren und hat bereits im Jahr 1994 den Umweltpreis errungen! | Link zum Verein |

Sonntag, 12. Dezember 2010

Zum Bau eines Radweges: Bäume vor Ortseingang Sorsum gefällt

Ich kann mich nicht erinnern, dass mich das Fällen von gesunden Bäumen jemals erfreut hätte. In diesem Falle aber war ich richtig froh, dass noch vor Weihnachten die Kettensäge Fakten geschaffen hat. Auf dem Weg nach Sorsum musste ich gleich anhalten, aussteigen und ein Foto machen. Das Entfernen der Linden ist der erste sichtbare Schritt zum Bau des Radweges zwischen Wennigsen und Sorsum entlang der Landesstraße 391. Zuvor ist im Hintergrund fleißig gearbeitet worden. Nach außen hin sichtbar wurde dies zum Beispiel in unseren "Amtlichen Bekanntmachungen" zum Planfeststellungsverfahren. Dieses zum Bau zwingend notwendige Genehmigungsverfahren | Wikipedia erklärts | hat die Region Hannover als zuständige Behörde kürzlich beendet. Die Auslegungsfrist des Planfeststellungsbeschlusses ist mittlerweile abgelaufen, darin ist der sofortige Vollzug angeordnet worden. Danke ans Land Niedersachsen, das Wort gehalten und noch in diesem Jahr der formelle Maßnahmebeginn eingeleitet wurde. Danke auch an die Region Hannover für die zügige Planfeststellung. Für Wennigsen und Sorsum ist damit ein riesiger Schritt getan. Der Radweg wird seit Jahren gefordert, häufig demonstierten Sorsumer und Wennigser für den Bau | Link |. Zum Baubeginn ist aber noch einiges an Arbeit nötig, unter anderem Grundstücksverhandlungen. Der Lückenschluss im Radwegenetz verbessert unter anderem die Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule. Von Anfang meiner Amtszeit an, habe ich mich sehr für dieses Projekt engagiert. Wenn man wie heute sieht, dass es voran geht, dann arbeitet man mit Freude weiter mit den beteiligten Behörden zusammen, um den Bau so reibungslos wie möglich zu machen.
A propos Bäume: Keine Sorge, im Planfeststellungsbeschluss sind umfangreiche Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen sowohl für das Fällen des "Straßenbegleitgrüns" als auch für die Bodenversiegelung vorgesehen.

Freitag, 10. Dezember 2010

Brand an Sporthalle der Sophie-Scholl-Gesamtschule Wennigsen



Seit drei Wochen steht ein Feuerwehr-Termin in meinem Kalender: Übergabe von drei Einsatzfahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr, zwei für die Ortswehr Argestorf, eines für die Ortswehr Wennigsen. Beginn: 16 Uhr in Argestorf am Gerätehaus, Lübecker Strasse. Ein "TSF-W" und einen Gerätewagen für Argestorf sowie einen Mannschaftstransportwagen für die Wennigser Wehr werde ich feierlich übergeben.

In meiner Wohnung in Degersen, es ist halb vier, meine Jacke habe ich schon in der Hand, höre ich Sirenen. Zunächst denke ich, es wäre jemand auf die Idee gekommen, die Übergabe mit einer Übung zu verbinden... Doch die Regionsleitstelle meldet: Bürgermeister-Klages-Platz 1*Sophie Scholl-Sch*Feuer, BRENNT SPORTHALLE.

Sieben von acht Ortswehren der Gemeinde und mit ihnen die drei zu übergebenden Fahrzeuge eilten zur Sophie Scholl Gesamtschule. Bei Bauarbeiten am Dach hatten sich Dämmstoffe entzündet. Als ich eintraf, waren die Wehren bereits im Löschangriff. In Momenten wie diesen ist man echt stolz darauf, als Bürgermeister Dienstherr solcher Kameradinnen und Kameraden sein zu dürfen: Alles verlief reibungslos, die Fahrzeuge waren gut aufgestellt und die Kooperation der einzelnen Wehren funktionierte astrein. Vor allem sind die Schulkinder umgehend in Sicherheit gebracht worden. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Feuerwehrfrauen und -männer für die Einsatzbereitschaft und das rasche Eingreifen! Danke auch nach Barsinghausen für den sofortigen Drehleitereinsatz. Ein besseres Beispiel für die Wichtigkeit von gut ausgerüsteten Freiwilligen Feuerwehren als diese "Feuertaufe" der Fahrzeuge gibt es nicht.

Gruppenbild mit Atemschutz: Der Argestorfer Ortsbrandmeister Matthias Schwarze (unten in der Bildmitte) hätte um Punkt vier den Schlüssel seines neuen Einsatzwagens entgegennehmen sollen. Dass es zum Schnappschuss an der Brandstelle kam lag daran,
dass er sich in Bereitschaft für einen Atemschutz-Einsatz halten musste, zu dem es dann gottseidank nicht mehr kam!


Die drei Fahrzeuge wurden übrigens mit einstündiger Verspätung überreicht. | Link Polizei | Link HAZ |

Start des Projektes Bürgerarbeit erfolgreich

Koordinator Dr. Axel Görke (sitzend) und die Arbeitsgruppe rund um Dr. Matthias Miersch MdB
"Ich bin begeistert", sagte am Dienstag der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch im Wennigser Rathaus. Das von ihm initiierte und von der Gemeinde Wennigsen sowie weiteren Partnern mitgetragene Wennigser Modellprojekt zur Bürgerarbeit trägt erste Früchte.

Es war die Idee des SPD-Mandatsträgers, einen Arbeitskreis zusammenzustellen und in einer der kleinsten Kommunen seines Wahlkreises ein ehrgeiziges Projekt mit dem Namen "Stadt ohne Arbeitslosigkeit" zu beginnen. Die ersten Überlegungen gab es lange vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr. Um den Arbeitskreis nicht in die Mühlen des Wahlkampfes geraten zu lassen, wurde in diesem Jahr die Arbeit fortgesetzt. Und es ging Schlag auf Schlag: Vor der Sommerpause beschloss der Gemeinderat, dass Büro und Arbeitsmittel für das Projekt am Rathaus bereit gestellt werden. Die Calenberger Volkshochschule schnürte das Projekt zusammen, das JobCenter gab sein Ok und im Herbst konnte Dr. Görke seine Arbeit aufnehmen. Dass im Hintergrund dutzende Zusammenkünfte geführt wurden, Verhandlungen, Telefonate, Emails und Anträge ihren Weg gehen mussten, war schnell vergessen. 

Mittlerweile hat Dr. Görke sich bei zahlreichen Vereinen, Verbänden und Institutionen vorgestellt. Darunter die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft (WIG) oder der Sozialausschuss des Rates. Zwei Langzweitarbeitslosen hat er bereits zu Qualifizierungsmaßnahmen verholfen! Nun sollen Bürgerstellen eingerichtet werden und örtliches Angebot und Nachfrage koordiniert werden.

Matthias Miersch auf seiner Homepage: "Ich kann mir vorstellen, dass eine Koordinierungsstelle auch für andere Kommunen interessant ist." Der SPD-Politiker will die Erfahrungen des Projektes auch in die Arbeit in Berlin einfließen lassen. "Es liegt viel Arbeit und viel Geduld hinter uns", schreibt Miersch. Doch ein langer Atem und ein Blick über den Tellerrand hätten dazu beigetragen, dass das ehrgeizige Ziel einer "Stadt ohne Arbeitslosigkeit" ein Stück näher gerückt sei. Mehr auf seiner Seite: Link.

Montag, 6. Dezember 2010

Antrittsbesuch von Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz in Wennigsen

Der im Sommer gewählte Regionsrat Ulf-Birger Franz hat am Montag seinen „Antrittsbesuch“ in unserem Rathaus abgestattet. Der Sozialdemokrat ist Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung. In dem eineinhalbstündigen Arbeitsgespräch in meinem Büro ging es vor allem um Themen rund um den Verkehr. Bei der Umstufung der ehemaligen Trasse der Bundesstraße 217 in Evestorf verständigten wir uns darauf, dass in der ersten Jahreshälfte 2011 eine politische Beschlussfassung erfolgen soll. Ich berichtete ihm von den Bedenken im Ort und die stattfindenden Ortstermine sowie die Gründung einer Bürgerinitiative. Die jeweiligen Fachbereiche werden die entsprechenden Drucksachen vorbereiten und den politischen Gremien vorlegen. Darin einfließen sollen auch die Ergebnisse der Bürgerversammlung in Evestorf, die die Gestaltung der Ortsdurchfahrt vorschlagen wird. Das die Bürgerbeteiligung einen entsprechend hohen Stellenwert bekommt, ist mir sehr wichtig. Weiteres Thema waren die langen Bearbeitungszeiten bei verkehrsbehördlichen Anordnungen. Anhand einer Prioritätenliste soll nun eine zügige Abarbeitung erfolgen. Dies war jüngst beispielsweise vom Fahrrad-Club ADFC kritisiert worden. Bei Busverbindungen schilderte ich ihm Probleme, die es vor allem in den Ortschaften Holtensen und Bredenbeck gibt. Gewerbetreibende finden in den Früh- und Spätschichten keine Arbeitskräfte, da kaum Busse zu den Randzeiten fahren. Dies trifft vor allem den Pflegebereich.
Zu Abschluss haben wir über die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung der Region Hannover gesprochen. Für Wennigsen ist insbesondere wichtig, dass das "Haus für Wirtschaftsförderung" seinen Charakter als Dienstleister für die Beratung der kleinen Kommunen behält, die keine eigene Abteilung Wirtschaftsförderung unterhalten.

Freitag, 3. Dezember 2010

Grundstein für das Feuerwehrgerätehaus Wennigsen gelegt

Vor 30 Jahren ist die Wennigser Freiwillige Feuerwehr aus dem historischen Spritzenhaus am Feuerwehrplatz in ihre provisorische Unterkunft Am Heisterweg gezogen. Seit rund 15 Jahren wird ein neues Gerätehaus geplant und heute haben wir endlich den Grundstein gelegt. Nach vier harten Jahren mit ausschreibungsrechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten fiel heute nicht nur die Messingröhre ins Fundament sondern auch mir ein großer Stein vom Herzen.

Fotos:
Christian Mainka
Am Ortsausgang Richtung Sorsum um 16 Uhr auf der Baustelle An der Feuerwache: Kalt ist es, verschneit aber abendlich sonnig. Die Holtenser Wehr hat den Platz ausgeleuchtet, die Jugend-feuerwehr den künftigen Umriss mit Fackeln markiert und der Musikzug spielt ein Ständchen. Rede Bürgermeister, Rede Ortsbrandmeister, Rede Bauamtsleiterin, Grundstein versenkt, Rede Gemeinde-brandmeister, Rede Regionsbrandmeister und abschließend noch ein Glühwein. 

Harte Arbeit von Feuerwehr, Rat und Verwaltung sowie dem Architekten, Juristen und den Fachplanern steckt in dem Fundament des Gebäudes. Mit einem derzeitigen Vergabevolumen von rund 1,7 Millionen Euro gehört das Haus zu den größten Vorhaben, die die Gemeinde Wennigsen gestemmt hat. Die nun folgende Bauzeit beträgt rund ein Jahr. Wenn das Wetter es zulässt, soll in diesem Jahr noch das Fundament der 6 Fahrzeuge fassenden Halle gegossen werden. Das des Sozialtraktes liegt bereits.Der Hochbau beginnt im Frühjahr.

|Das Kleingedruckte: Aufgrund der Witterung fiel die Röhre nur symbolisch. Tatsächlich wird sie erst eingebracht, wenn es Anfang kommender Woche wärmer wird und das Loch verschlossen werden kann. Inhalt u.a.: Baupläne, Zeitungen, Münzen, Kostenübersicht  |

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Eine Ära endet - Wirtschaftsförderer Werner Brandt nimmt Abschied

Werner Brandt hat als ehrenamtlicher Wirtschaftsförderer für die Gemeinde Wennigsen Maßstäbe gesetzt! Im Jahr 2004 hat der Rat den Kaufmann zum "Wirtschaftskoordinator" bestellt. Im Großen wie im Kleinen hat unser ehemaliger Einzelhändler seitdem unter Beweis gestellt, dass Wirtschaftsförderung auch in kleinen Gemeinden wie Wennigsen erfolgreich sein kann. Zum 31. Dezember beendet er nun seine Tätigkeit. Dies haben heute Werner Brandt, der Wirtschaftsausschussvorsitzende Michael Meißner (FDP) und ich der Presse in einem Gespräch mitgeteilt. Zu seinem Wirken gehörten mehr als 400 Betriebsbesuche mit Gesprächen und Beratungen, die Großprojekte Edeka, Hafa und Laverana, Veranstaltungen wie die Wirtschaftsforen oder Großraumentdeckertage ... die Liste ist noch viel länger.

Morgen wird Herr Brandt sich in der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft Wennigsen (WIG) im Rahmen der Weihnachtsfeier verabschieden. Die Leistungen von Herrn Brandt werde ich in diesem Blog noch einmal separat würdigen. Die offizielle Verabschiedung soll im Frühjahr kommenden Jahres im Rahmen einer kleinen Feier folgen. An dieser Stelle aber schon einmal im Namen von Rat und Verwaltung besten Dank für all die geleistete Arbeit für unsere Gemeinde Wennigsen. 

| Im Bild oben: Michael Meißner, Werner Brandt und ich mit der von ihm auf den Weg gebrachten Wirtschaftsbroschüre. Diese war nur eine seiner zahlreichen Projekte. |

Dienstag, 30. November 2010

Radwegbeleuchtung Holtensen brennt

Letzte Handreichungen am Sicherungskasten und dann war es soweit: Gestern um 18:30 Uhr haben wir die Lampen zum S-Bahnhof Holtensen angeschaltet. Ortsbürgermeister, Mitglieder des Ortsrates, Anlieger, Mitarbeiter aus dem Rathaus und von der e.on-Avacon waren die ersten, die das neue Licht bestaunten. Damit ist der Wunsch der Holtenser nach fast 30 Jahren in Erfüllung gegangen. Die neuen "CosmoPolis"-Lampen sind echte Effizienzmeister - sie benötigen nur 60 Watt und sind eigens zur Wegeausleuchtung konstruiert. Kostenpunkt: insgesamt 70.000 Euro. Siehe auch dieser Eintrag.

Montag, 29. November 2010

Brücke am Heimatmuseum wird erneuert

Heute haben die Bauarbeiten zur Erneuerung der Brücke am Wennigser Heimatmuseum begonnen. Ich war heute Nachmittag vor Ort und habe mir die Handwerksarbeiten angeschaut. Die Brücke ist seit rund zwei Jahren gesperrt. Dank der Arbeit von Christian Mainka, der Fördergelder zur Wiederherstellung der Brücke eingeworben hat, hat nun eine Barsinghäuser Fachfirma mit den Tischlerarbeiten begonnen. Gefördert wird die 28.000 Euro teure Maßnahme von der Region Hannover mit 5.000 Euro sowie der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften mit 9.200 Euro, da die Brücke im Bereich des "Grünen W" liegt und die Wegeführung für die Naherholung Relevanz hat. Bei der Auswahl des Holzes ist zertifiziertes Tropenholz zum Einsatz gekommen (FSC-Siegel). Die Brücke sollte damit "die nächsten einhundert Jahre halten", sagte mir ein Handwerker vor Ort. Sofern es nun nicht allzu stark wintert, ist mit einer Bauzeit von zwei Wochen zu rechnen.

Freitag, 26. November 2010

Bürgersolaranlage wird errichtet

Die ersten Schneeflocken fallen, doch am Rathaus wird noch fleißig gearbeitet. Die erste Wennigser Bürgersolaranlage wird derzeit auf dem Dach unseres Gemeindezentrums errichtet. Um die Arbeiten zu ermöglichen, dient ein Gerüst an der südlichen Fassade als Arbeitsplattform. Auf dem Dach werden die Streben gesetzt, die später die Solarpanele tragen sollen. Nachdem ich Ende September mit Herrn Lau von der "Solarkraft Wennigsen GbR" die Verträge unterzeichnet hatte, sind nun die Bauarbeiter am Zuge. In Kürze wird der Strom aus erneuerbarer Energie eingespeist. Wie die Presse bereits berichtete [Link], wird fortan auf 300 Quadratmetern Solarstrom erzeut. Die Anlage wird eine Leistung von 26,8kWp (Kilowattpeak) erreichen. Das Investitionsvolumen der Anteilseigner liegt bei rund 85.000 Euro. Der Errichtung voraus gegangen war ein Beschluss des Gemeinderates, dass das Dach des Hauses aus statischen Gründen für 5.000 Euro verstärkt werden sollte. Alle Fraktionen hatten sich einmütig für die Anlage mit Bürgerbeteiligung auf dem Rathausdach ausgesprochen.
Noch ist das südliche Rathausdach
rot im Luftbild zu erkennen. Quelle: google.earth

Mittwoch, 24. November 2010

Die Sache mit den Füchsen


Heute erreichte mich eine interessante Email aus Kreisen des Wennigser Hegeringes. Eine gute Nachricht, die ich hier wiedergeben und zugleich "die Sache mit den Füchsen" einmal grundsätzlich ansprechen möchte.

Also ersteinmal die richtig gute Nachricht: Der Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover teilte der örtlichen Jägerschaft mit, dass das flächendeckende Tollwut-Monitoruing der Füchse in der Region Hannover entfällt. Deutschland gilt seit April 2008 als frei von Tollwut. Damit ist also vorerst auch bei uns am Deister die auch für Hunde und sogar Menschen lebensgefährliche Seuche kein Thema mehr. Weiter wurde mitgeteilt, dass eine routinemäßige Untersuchung von erlegten Füchsen nicht mehr stattfindet. Allerdings soll künftig verstärkt auf erkrankte, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige Marderhunde und Waschbären durch die Jägerinnen und Jäger geachtet werden. Allen Jagdausübungsberechtigten, die jahrelang bei der Untersuchung der Füchse aktiv mitgearbeitet haben, danke die Region Hannover.

Nun das Weitere: Der vergangene Winter galt als besonders hart und auch bei uns in der Gemeinde war das Thema Füchse in Wohngebieten eines. Nun steht wieder ein Winter vor der Tür, der erste Schnee liegt bereits im Deister. Vor allem in den waldnahen Ortsteilen Waldkater und der Wennigser Mark haben Tierfreunde in ihren Gärten die Füchse mit reichlich Nahrung versorgt. Im Frühjahr hatte ich als Bürgermeister eine Vielzahl an besorgten Emails und Anfragen auf dem Tisch. Vor allem Familien mit Kindern haben Angst vor allzu anhänglich gewordenen Füchsen. Auch wenn Tollwut kein Thema ist, so sind es der Fuchsbandwurm und andere mögliche Krankheiten durchaus noch. Bitte beachten Sie daher, dass Füchse Wildtiere sind und dies auch bleiben sollten! Auch ohne menschliches Zutun hat die Art "vulpes vulpes" harte Winter überlegt und wird dies als Kulturfolger auch weiterhin tun. (Foto oben: Wikipedia)

Samstag, 20. November 2010

Ausschreibung des Märker Radweges

Welch freudige Nachricht das Internet bereithält! Beim Durchstöbern von Twitter-Meldungen über Wennigsen heute morgen stieß ich auf die Ausschreibung für den Neubau des Radweges zwischen Wennigsen und der Wennigser Mark. Ausschreibende ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover. Ausgeschrieben zum Radwegebau sind Erd-, Strassenbau- und Entwässerungsarbeiten. Beginn der Tiefbauarbeiten soll sein der 15. März 2011, das Bauende ist terminiert für den 15. Juli 2011. Die vorbereitenden Maßnahmen wie die Vermessung sind bereits gelaufen, auch das Beschneiden und gegebenenfalls Entfernen der Bäume und Sträucher soll noch in diesem Jahr geschehen. Die Infos für Interessierte Unternehmen gibt es hier: Link. Um den Radwegebau zu forcieren haben wir im vergangenen Jahr die Grundstücke gekauft und in diesem Jahr die Bauerlaubnisverträge mit den Nachbarn, denen die anliegenden Flurstücke gehören, zur Unterschrift gebracht. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an alle Beteiligten - von den Landwirten bis zur Landesbehörde. Die Verhandlungen waren ein hartes Stück Arbeit, erinnere ich mich. Es ging um ein Bündel an Themen, nicht nur den Landverkauf. Auch Ausgleichsflächen, Drainagen und anderes musste mit einbezogen werden. Fleißig hatte vor allem der damalige Ortsbürgermeister der Mark, Uwe Degenhardt, mitgewirkt. Die Region Hannover als Planfeststellungsbehörde hat ebenfalls ihren Teil getan, dass das Projekt voran geht. Nun heißt es Daumendrücken, dass alles zügig umgesetzt werden kann.

Donnerstag, 18. November 2010

Herzlichen Glückwunsch DLZ!

Herzlichen Glückwunsch an die




Morgen feiert unsere Lokalzeitung 125 Jahre Ihres Bestehens.

Dazu mein Grußwort, hier als Glückwunsch vorab im Blog:

Liebe Leserinnen und Leser der Deister-Leine-Zeitung,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!


Die Deister-Leine-Zeitung feiert 125. Geburtstag. Dazu möchte ich im Namen der Gemeinde Wennigsen (Deister) herzlich gratulieren. Die Zeitung ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens unserer Gemeinde und unserer acht Ortschaften. Seit weit mehr als einem Jahrhundert informiert die Deister-Leine-Zeitung über das tägliche Geschehen. Sei es im politischen, kulturellen, sportlichen Bereich oder in kleinen Anekdoten zum Alltag im Calenberger Land – die Zeitung ist stets dabei, wenn es spannend wird.


125 Jahre Zeitungsgeschichte, darauf kann der Philipp Aug. Weinaug Verlag stolz sein! Die erste Druckerschwärze trocknete als Deutschland sprichwörtlich „noch einen Kaiser hatte“. Die technischen Umbrüche, die das Blatt seitdem mitgemacht hat, sind gewaltig: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts steckte die Fotografie noch in den Kinderschuhen, Bleisatz wurde gegossen und die Druckverfahren waren mechanisch. Mittlerweile verbreitet die DLZ ihre Nachrichten auch im Internet, für Interessierte auf der ganzen Welt abrufbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Redaktion, Technik und im Kaufmännischen zeigen, dass Wandel in der Medienbranche eine Chance ist.


Die Deister-Leine-Zeitung muss sich veränderten technischen Gegebenheiten und neuen Lesegewohnheiten anpassen, um erfolgreich zu bleiben. Gerade ein kleines und regionales Blatt hat es dabei schwer, sich zu behaupten. Vor allem mit der exzellenten lokalen Berichterstattung schafft der Verlag dieses – denn eines bleibt über die Jahrzehnte gleich: Das Interesse der Menschen am Geschehen vor Ort. Unsere örtliche Gemeinschaft braucht Medien wie die DLZ! Sie informiert die Bürgerinnen und Bürger kompetent und sachkundig. Sie schafft die Möglichkeit zur Meinungsbildung und gibt Debatten eine Plattform.


Lassen Sie mich unter dem Stichwort „Qualitätsjournalismus“ einen persönlichen Dank aussprechen: Als junger Politiker muss man lernen, mit kritischen Federn umzugehen. Nicht bei jeder Entscheidung zeigt man ein glückliches Händchen und die Öffentlichkeit hat stets ein Recht auf Rechenschaft. Aber kritischer Journalismus trägt dazu bei, die politische Arbeit und Entscheidungsfindung kontinuierlich zu verbessern. Wenn es sein muss, nehmen Sie kein Blatt vor den Mund und bleiben dabei sachlich und fair.

Der Qualitätsjournalismus der DLZ zeigt sich auch in besonderer Gründlichkeit: Fatal in unserer immer komplexer und schneller werdenden Welt sind nachlässig recherchierte Fakten und unvollständig dargestellte Zusammenhänge. Dies weckt beim Leser falsche Hoffnungen und generiert zwangsläufig Enttäuschungen. Bei der Deister-Leine-Zeitung wird auf hohem journalistischem Niveau gearbeitet, um vielschichtige Themen sachkundig zu transportieren. Die Berichte weisen die nötige Länge auf, um gründlich zu sein und zugleich die nötige Kürze, um kurzweilig zu bleiben. Die Artikel sind poinitert, aber nicht reißerisch. Und vor allem: die Berichte sind sauber nachgeforscht und faktenreich. Dafür im Namen aller Leserinnen und Leser herzlichen Dank!


Herzlichen Glückwunsch und weiter so,
sagt Ihr Christoph Meineke

Mittwoch, 17. November 2010

Neue Wasserleitung zum Steinkrug

Heute abend um 17 Uhr hieß es "Wasser Marsch": Die erneuerte Trinkwasserleitung von Bredenbeck in den Ortsteil Steinkrug wurde feierlich geöffnet. Die für Wasserversorgung zuständige Purena GmbH und die Gemeinde haben damit eine wichtige Sanierungsmaßnahme an der Wennigser Infrastruktur abgeschlossen. 196 Bürgerinnen und Bürger des südlichsten Wennigser Ortsteils profitieren davon in doppelter Hinsicht. Zum einen steigt die Versorgungsqualität, zum anderen verbessert sich die Drucksituation auf der Leitung. Damit kann die Feuerwehr künftig schneller bei Hilfseinsätzen agieren. Als Jürgen Schodder den Hahn aufdrehte, waren deshalb auch der Gemeindebrandmeister, der Bredenbecker Ortsbrandmeister und sein Stellvertreter anwesend. Ortsbürgermeisterin Bärbel Back lobte, dass bei der 400.000 Euro teuren Maßnahme die Bredenbecker so wenig wie möglich gestört wurden. Bei der mehr als zwei Kilometer langen Leitungen wurden weite Teile unterirdisch mit einem Bohrverfahren verlegt.

Die Purena GmbH hat damit ihre Verpflichtung aus dem Konzessionsvertrag, bis 2014 drei Millionen Euro in das Wennigser Wassernetz zu investieren, fast erfüllt. Derzeit liegt die Summe bereits bei 2,6 Millionen Euro. War nun eine Ortschaft an der Reihe, sind in 2011 größere Maßnahmen im Kernort geplant. Dazu gehört auch ein Leitungsprojekt in der Hauptstrasse. Hier geht's übrigens zu den aktuellen Daten der Wasseranalyse für Wennigsen: Link Analyse 09.

Foto oben: Der Ortsbrandmeister und ich werden einen ersten Blick auf das frisch gezapfte Wasser. Rechts: Die alten Leitungen aus den 1950er Jahren waren aus Metall. Die neuen Rohe sind als Polyethylen. 

Samstag, 13. November 2010

Fußgängerüberweg Sorsum eingeweiht

Der Ortsbürgermeister Rainer Müller-Nolting hatte es recherchiert: Die ersten Wünsche für einen Fußgängerüberweg an der Sorsumer Waldorf-Schule stammen aus dem Jahr 1996. 14 Jahre später haben wir nun endlich das Band durchgeschnitten! Ich wünsche nun allen Schülerinnen und Schülern eine sichere Querung der Landesstraße.

Warum hat's so lange gedauert? Weil viele Partner mit ins Boot geholt werden mussten. Die Straße ist eine Landesstraße, die Anordnung des Weges musste die Region als Straßenverkehrsbehörde durchführen, die Lampen setzten wir, die Verkehrswacht beteiligte sich an den Kosten und viele Details mehr.



Und für alle Beteiligten, vor allem für die Elterninitiative, war es ein langer Weg hin zu ein paar weißen Streifen... Bei Kaffee und Kuchen wurde der Weg zum Überweg in der Schulmensa abschließend noch einmal dargestellt (in der Bildmitte: Schulleiterin Feige-Oesker)

Montag, 8. November 2010

Lampen zum Bahnhof Holtensen werden gesetzt


Endlich ist es soweit: Die Lampen zum Bahnhof Holtensen werden gesetzt. Heute einen Termin vor Ort gehabt mit Ortsbürgermeister Friedrich Keimeyer und dem Leiter des Fachbereiches 1 im Rathaus, Olaf Fals. Zwei Mitarbeiter der Fachfirma waren vor Ort: einer kümmerte sich um das Einmessen der Standorte, ein zweiter bohrte die Kabelschächte. Auf einer großen Trommel lagert auf der derzeit gesperrten Landesstraße das Erdkabel. "Seit 29 Jahren ist diese Beleuchtung ein Wunsch des Ortes Holtensen", erklärte der Ortsbürgermeister vor Ort.

Der Bohrer bahnt einen Weg
für die Kabel in die Erde
Nachdem der Rat 60.000 Euro bereitgestellt hatte, haben wir im Rathaus gemeinsam mit unserem privatwirtschaftlichen Partner für die Straßenbeleuchtung, der e.on-Avacon, eine ungewöhnliche Vielzahl an Detailproblemen zu lösen gehabt. Dies gipfelte in der Anordnung der Region Hannover, die Straße während der Bauphase von einer Woche komplett zu sperren. Ab Ende dieser Woche ist dann ein beleuchteter - und dadurch auch sicherer  - Weg zum Bahnhof gewährleistet.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Sack oder Tonne?

Heute hat die Calenberger Zeitung auf die Umfrage Bezug genommen, die ich vor einigen Tagen auf diesem Blog gemacht hatte. Sie ist zwar wenig repräsentativ, aber aus aktuellem Anlass sei diese noch einmal dargestellt:

Die Müllfrage: Sack oder Tonne?

Säcke haben sich bewährt und müssen bleiben! 31 Stimmen (67%)
Deckel drauf und Ruhe - ab in die Tonne mit dem Müll. 10 Stimmen (21%)
Ist mir egal, Hauptsache weg damit. 0 Stimmen (0%)
Diskussion überflüssig. Kümmert Euch um etwas anderes.
5 Stimmen (10%)
Stimmen bisher: 46

Der Ursprung der Umfrage lag in folgendem Post: http://www.buergermeisterblog.de/2010/08/tonnen-machen-vieles-einfacher-aus-der.html

Sonntag, 17. Oktober 2010

Herbstferien

Oktober - morgendlicher Blick von Argestorf zum Süllberg
Liebe Blogger- und Twitter-"Follower",

zwar habe ich nicht allzu viel "gebloggt" in den letzten Wochen, dafür umso mehr getwittert. Woran liegts? Viele Baustellen hat's gegeben und viel ist bewegt worden. Der Schulanbau ging los, das Feuerwehrgerätehaus geht nun in die Vollen, an der Hauptstraße hat sich was bewegt, Zebrastreifen und vieles mehr. Auf Twitter hab ich ja stets "live" berichtet, oft auch mit Bild. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Am Schreibtisch im Rathaus lief noch einiges mehr an Briefen, Verträgen, Vorgängen, Protokollen... Auch einige Krankheitsausfälle im Rathaus mussten überbrückt werden. Bevor es nach den Ferien wieder in die Sitzungen geht, verabschiede ich mich für fünf Tage und wünsche der "Community" auch schöne und vielleicht erholsame Herbsttage!

Ihr / Euer Christoph Meineke

Dienstag, 28. September 2010

Vertrag Bürgersolaranlage unterzeichnet

Wenig feierlich, ohne Öffentlichkeit, aber immerhin bei einer Tasse Kaffee: Den Vertrag für die Bürgersolaranlage haben heute Herr Lau und ich unterzeichnet. Als Vertreter der "Solarkraft Wennigsen GbR" hat er nun genügend Interessenten beisammen. In Kürze soll ökologischer Strom auf dem Rathausdach produziert und eingespeist werden. Im Hintergrund des Bildes: Unser Klimaschutzbeauftragter D. Krüger-Nedde, der das Projekt mit ins Leben gerufen und begleitet hat. Wer Interesse an einer Beteiligung an Solarstrom hat: Sobald das Feuerwehrgerätehaus steht, soll auch dieses eine Solaranlage erhalten.

Freitag, 17. September 2010

Feuerwehrgerätehaus: Aufträge sind raus!

Das Beweisfoto, geschossen mit der Handykamera. Zwei seit Jahren heiß ersehnte Unter-schriftenmappen sind gestern und heute auf meinem Tisch gelandet, gut gefüllt mit gelben Zetteln. Die Auftragsvergaben für das Feuer-wehrgerätehaus Wennigsen habe ich mit großer Freude unterzeichnet. Gestern standen zunächst die öffentlich ausgeschriebenen Aufträge an. Dazu zählten zum Beispiel rund eine Viertelmillion für die Erd- und Tiefbauarbeiten. Heute sind die beschränkten Vergaben in die Post gegangen. Am Dienstag hatte der VA in einer Sondersitzung die Auftragsvergaben beschlossen - einstimmig. Mit rund 1,6 Millionen Euro liegen wir derzeit kostenmäßig gut unter der angestrebten Deckelung von zwei Millionen Euro. Aber auch hier zählt die alte Weisheit: Abgerechnet wird am Ende. Im Oktober jedenfalls soll es losgehen. Die Bagger müssen zunächst das Grundstück herrichten. Wann Grundsteinlegung sein wird, ist noch offen.

Freitag, 10. September 2010

Familienzentrum Vogelnest auf den Weg gebracht

Nach Ratssitzungen bin ich meist aufgewühlt und kann nicht schlafen. Das ist aber ein guter Zeitpunkt zu bloggen. Man fiebert auf die entscheidenden Momente hin, in denen die Vorlagen, die man dem Rat zur Beschlussfassung vorlegt, ihre Stunde der Wahrheit erleben. Diese wurden in den zurückliegenden Wochen und Monaten erarbeitet, haben die Fachausschüsse hinter sich gebracht und müssen nun verabschiedet werden. Heute liefen die ersten Vorlagen unstreitig durch: Umbildung des Bauausschusses, Bestellung der Wahlleitung der Kommunalwahl, künftige Umlage der Volkshochschule und weitere Punkte. Da es auch keinen Grund für nennenswerte Widersprüche gab, sind die Beschlussempfehlungen bereits so durch die Ausschüsse gelaufen.

Aber die kniffeligste Frage war die der Kostenbegrenzung des künftigen Familienzentrums Vogelnest. In einem sehr frühen Stadium der Planung sollte eine Obergrenze eingezogen werden. Das ist natürlich gut und sinnvoll, um später vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Andererseits muss auch der Fehler vermieden werden wie er beim Feuerwehrgerätehaus gemacht wurde, dass lediglich politisch über Zahlen diskutiert wird, die an der Praxis vorbeigehen. Beim Vogelnest drohte diese Gefahr durch energetisch hohe Standards - Passivhaus - und den Wunsch, so günstig wie möglich zu bauen. Zugleich musste für einen Fördermittelantrag ein planerischer Markstein gesetzt werden, der das Grobkonzept beschließt.
Zunächst deutete sich eine Mehrheit von 13:12 Stimmen an für einen Kompromissvorschlag, den ich nach den Ausschüssen erarbeitet hatte. Aber es drohte, eng zu werden. Ein Ratsmitglied erschien eigens zur Abstimmung: 13:13. Kompromisse wurden gesucht, die Fachplaner noch einmal befragt, Fraktionsvorsitzende rauften sich zusammen und letztendlich stand der Kompromiss: 2,5 Millionen Euro als Obergrenze und ein Standard, der im wesentlichen durch Passivhausbauweise bedingt ist.

Willensbildung und Kompromissfindung hat funktioniert - das "Vogelnest" geht seinen Weg! Nur müde bin ich um 1:56 Uhr immer noch nicht...

Dienstag, 31. August 2010

Tauchereinsatz im Klärbecken

Heute nachmittag ging's auf die Kläranlage in Evestorf. Seit gestern ist zur Entschlammung der zwei Klärbecken ein Taucherteam im Einsatz. Im Zuge der Entlastung der Kläranlage hat der Rat der Gemeinde Wennigsen nicht nur den Bau eines Speicherbeckens beschlossen, sondern ein umfangreiches Maßnahmepaket zur Stabilisierung des Betriebes. Dieses wird derzeit umgesetzt. Einer der wichtigsten Punkte ist die Entschlammung und Entsandung der Nachklärbecken. Am Freitag hatten wir aufgrund des Starkregens noch Sorgen, ob die Aktion überhaupt starten kann. Mittlerweile sind aber die zwei Taucher im Einsatz und reinigen abwechselnd den Boden der Becken. Eine Schicht dauert fünf Stunden, dann ist der andere dran. Der Schlamm wird nach dem Abpumpen entwässert und gepresst und landet im Container. Sieht übrigens aus wie bester Gartenhumus aus dem Baumarkt. Angeblich hochbekömmlich für Tomatenpflanzen, wurde mir heute gesagt.

Im Anschluss gab's noch schnell eine Besprechung mit dem beauftragten Ingenieurbüro und ein Käffchen vom örtlichen Schnellrestaurant. Dann fuhr ich zurück ins Büro, wo die nächste Baustelle wartete: Fortgang des Baus der Hackschnitzelheizung der Gesamtschule.

Montag, 30. August 2010

Zweites Wennigser Musikfestival


Wennigsen feiert sein zweites Musikfestival! Vom 18. September bis zum 6. November sind drei tolle musikalische Abende geplant. Den Auftakt macht die Jazznacht im Gasthaus „Zur Tenne“, das sich mit Live-Musik in rustikaler Atmosphäre bereits einen Namen gemacht hat. Es folgt ebenfalls dort eine Rocknacht und schließlich der Abschluss im historischen Klostersaal, wo unter anderem der Ausnahmepianist Sunghoon Hwang aus Südkorea auftritt.


Mehr als 100 Musikerinnen und Musiker sorgen für Stimmung. Der Nachwuchs hat ebenso seinen Platz wie die namhaften Bands Jane und Artossa oder die Musik von Kurt Klose. Besonders bemerkenswert ist, dass bei diesem Festival auch eine integrative Band spielt. Die „Macher von der Basis“ sind eine Combo, deren Wurzeln in der Förderschule Paul-Moor in Wunstorf liegen. Jugendliche mit und ohne Behinderung musizieren gemeinsam. Der Ruf, den sie sich mittlerweile in der Region erspielt haben, zeigt, wie erfolgreich das Projekt ist.


Plakatpräsentation mit Roland Weller
Als Bürgermeister freue ich mich, dass das so erfolgreiche Festival nach zwei Jahren wieder auf diesem hohen Niveau auf die Beine gestellt wurde. Dem Musiker und Wennigser Bürger Roland Weller möchte ich dafür herzlich danken. Ihn gelingt es, aus Rock, Jazz und Klassik ein rundes Programm auf die Beine zu stellen. Unzählige Stunden sind in die Vorbereitung geflossen, dafür die Anerkennung der Gemeinde.


Das Fest kann sich weit über die Grenzen unserer Kommune und der Region Hannover hinaus sehen lassen. Dies wäre nicht möglich ohne die Sponsoren und Unterstützer! Ihnen herzlichen Dank für die großzügige Investition in die Kultur der Gemeinde. Veranstaltungen wie dieses Festival bereichern und prägen das Leben Wennigsens und machen das „gewisse Etwas“ des Ortes aus!


Wennigsen freut sich auf das Festival, auf junge wie etabliere Musikerinnen und Musiker und natürlich auf Sie als Gast!




Mittwoch, 18. August 2010

„Tonnen machen vieles einfacher“ - Hannoversche Allgemeine

LINK: „Tonnen machen vieles einfacher“ HAZ

So werden also plötzlich Debatten ins Leben gerufen. Klingelte doch vor rund einer Woche mein Telefon im Rathaus. Redakteur Mathias Klein der HAZ fragte, was ich denn zur Frage Sack oder Tonne zu sagen hätte. Da das Thema derzeit eigentlich keines ist, konnte ich mich ebenso überrascht wie verwundert kurz fassen. Vor zwei Jahren ist dieses politisch kurz "an"-diskutiert worden. Es zeigte sich in Wennigsen ein zweigeteiltes Meinungsbild: Neubürger, vor allem aus der Stadt zugezogene, sind der Tonne sehr zugetan. Die Mehrzahl der Wennigserinnen und Wennigser mochte aber den Sack lieber. Dies liegt vor allem daran, dass eine Vielzahl an Eigenheimbesitzern keinen Platz für die Tonne vorhalten möchte oder kann. Auch sind unsere Baugebiete nicht auf die Tonnenabfuhr ausgelegt. Die Sackabfuhr hat sich gerade in der ländlichen Siedlungsstruktur bewährt. Mit der Umstellung des Sammelsystems auf verschiedene Säcke wie Papier, Bio, Restmüll oder Verpackung ist ein bisschen Bewegung in die Sache gekommen. Vielen stört mittlerweile viele herumfliegende Abfallsack mit Plastikmüll. Zum anderen ist durch die Einführung der Papiertonne die Akzeptanz der Tonne gestiegen. Ich stelle auf diese Seite eine Umfrage. Repräsentativ wird sie zwar nicht sein, aber vielleicht bietet sie dennoch einen Erkenntnisgewinn. Die Umfrage findet sich rechts und läuft zehn Tage lang bis zum 28. August.

Dienstag, 20. Juli 2010

Erste Ehrenamtskarte übergeben

Eine goldene Karte, die ehrenamtliches Engagement belohnt - die Niedersächsische Ehrenamtskarte wurde per Ratsbeschluss im Juni auch in der Gemeinde Wennigsen eingeführt. Heute nachmittag durfte ich die erste Wennigser Ehrenamtskarte in meinem Büro überreichen. Da die Empfängerin keinen öffentlichen Termin wünschte, übergab ich ihr die Karte bei einer Tasse Kaffee in meinem Büro und dankte für Ihr Engagement. Sie wird geehrt für ihre Arbeit im TSV Wennigsen, vor allem der Sparte Leichtathletik. Vielleicht erscheint aber in der nächsten Tagen ein Portrait von ihr in der Presse, sofern sie einwilligt. Infos zur Karte und wie sie zu erhalten ist, gibt's hier: LINK.

Montag, 19. Juli 2010

Kommunalwahltermin 2011 steht

Der Niedersächsische Landeswahlleiter teilt Folgendes mit:
"In ihrer Sitzung am 13.07.2010 hat die Niedersächsische Landesregierung die Verordnung über den Wahltag für die Kommunalwahlen 2011 beschlossen. Danach finden die Wahlen der Ratsfrauen und Ratsherren in den Gemeinden und Samtgemeinden, der Kreistagsabgeordneten und der Regionsabgeordneten am 11. September 2011 statt. Am gleichen Tag werden auch die Stadtbezirksräte und Ortsräte gewählt."
Der Bürgermeister steht noch nicht zur Wahl; ich kam zum 1.1.2007 für acht Jahre ins Amt.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Der Rat fasst Beschluss zur Erweiterung Kläranlage

Die Sondersitzung des Rates ist soeben beendet worden. EINSTIMMIG ist der Beschluss zur Erweiterung der Evestorfer Anlage gefasst worden. Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen, dass wir nun die Planungsaufträge herausgeben können. Danke an dieser Stelle nach Barsinghausen für das Angebot der interkommunalen Zusammenarbeit. Mehr im Blog folgt.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Nach dem Frühstück eine Radtour

So einen Tag hat man selten: Zunächst ein ausführliches - dienstliches - Frühstück und am Nachmittag noch eine Radtour durch den Deister, am Wasserpark ein Stopp und schließlich Ausklang in der Pinkenburg. Aber der Reihe nach. Heute morgen um neun Uhr stand beim Ferienpass die Aktion "Frühstück beim Bürgermeister" auf dem Programm. Die drei Ferienpasskinder Sönke, Ivonne und Christoph waren im Rathaus vorbeigekommen und mit mir ein paar Brötchen zu essen und mich über die Arbeit als Bürgermeister auszuquetschen. Wir besprachen reichlich Themen: Von Löchern in den Straßen, der Bundespräsidentenwahl, meinem Lieblingseis, ob der Bürgermeister eine Dienstvilla habe oder nicht, Fremdsprachenwahl in der Schule sowie vieles mehr. Anschließend bekamen die junge Dame und die zwei jungen Herren eine Führung durch das Rathaus. Und ich machte mich an die Arbeit. Zunächst das Übliche: Telefonate, erneut an einer Vorlage zum Thema Kläranlage gearbeitet, Post.

Nachmittags hatte sich Regionspräsident Hauke Jagau gemeinsam mit seinem Stellvertreter Axel Priebs in Wennigsen angekündigt. Seine sommerliche Radtour führte ihn an den Deister. Wir besichtigten einige Stationen der Gartenregion, die Polizeischule Wennigser Mark, das geplante Mehrgenerationenhaus, den Wasserpark, den Hagemannplatz und Edeka. Abschließend gab's eine Currywurst im Biergarten Pinkenburg unter der herrlichen alten Blutbuche, bevor wir alle nach Hause eilten, um das Finale der Bundespräsidentenwahl zu schaun. Herzlichen Glückwunsch übrigens an Herrn Wulff.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Klimaschutzaktionsprogramm wird übergeben

Zum neugierig werden ein Blog-Eintrag als Vorankündigung:

Am Donnerstag Mittag übergibt die Klimaschutzagentur Region Hannover das Aktionsprogramm für die Gemeinde Wennigsen. In dem Maßnahmekatalog werden Möglichkeiten zum Klimaschutz vor Ort aufgezeigt. Verschiedene Themenfelder - von Verkehr, Wohnen, Landschaftsplanung bis hin zu Energieversorgung, werden beleuchtet. Als symbolischer Ort für die Übergabe wurde nicht ohne Grund der Wasserpark gewählt. Als erstes ökologiosches Freibad in der Region steht er für Wennigsens Engagement in Umweltschutz. Der Rat der Gemeinde Wennigsen hat im vergangenen Jahr einstimmig die Erarbeitung eines solchen Programmes beschlossen. Im Sommer wird im Rathaus der Katalog ausgewertet, anschließend soll er in alle Ortsräte und Ausschüsse sowie natürlich den Rat gehen, um den künftigen Weg in ein noch umweltfreundlicheres Wennigsen zu ebnen.

Infos folgen ab Freitag in der örtlichen Presse! (Link: DLZ)

Donnerstag, 17. Juni 2010

Gleich zwei Mal Kultur im Klostergarten

Am Wochenende ist das Kloster Wennigsen Schauplatz von gleich kulturellen Veranstaltungen. Am Sonnabend wird im Rahmen der Gartenregion Hannover das traditionelle Sommerfest gefeiert und am Sonntag spielt das Gehrdener Kammerorchester für einen guten Zweck. Auf beide Termine freue ich mich bereits und lade auch herzlich ein:
Sommerfest im Kloster: Passend zum diesjährigen Motto der Gartenregion - "Gartenklänge" - öffnet der Klostergarten am Samstag, 19. Juni 2010, ab 15 Uhr seine Pforten: Kultur- und Musikliebhaber sind herzlich Willkommen! Der DeisterChor MGV Wennigsen v. 1869 e.V., die Second-Star-Band, das Bläsercorps Calenberg und der Frauenchor A-cappella Bredenbeck sorgen an diesem Nachmittag für einen gehobenen, volkstümlichen Musikgenuss. Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, gibt es Kaffee und Kuchen, Getränke und Gegrilltes. Der Eintritt ist frei.  
Benefizkonzert: Das Gehrdener Kammerorchester spielt am Sonntag ab 17 Uhr im Klostergarten. Gesponsort von e.on-Avacon handelt es sich um ein Benefizkonzert zugunsten des Kindergarten Vogelnest in Wennigsen. Auf dem Programm stehen Stücke von Haydn, Vivaldi, Sibelius und Bartok. 
Info für auswärtige Gäste: Das Kloster Wennigsen gehört zum Kreis der Calenberger Klöster Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder und Wülfinghausen in der Region Hannover. Die Klosterkirche wurde bereits vor 1200 Jahren als Stift für Augustiner Chorfrauen gegründet. Heute ist das Kloster ein spirituelles Zentrum mit evangelischem Profil. Seit fast 30 Jahren finden im Klostersaal und -garten Konzerte und Veranstaltungen statt.

Montag, 14. Juni 2010

Besuch in Forges-Les-Eaux

Ich blogge gerade aus Frankreich. Gleich nach der Ratssitzung am Donnerstag hieß es Kofferpacken. Am Freitag ging es in unsere Partnerstadt nach Forges-Les-Eaux in der Normandie. Die Freundschaft besteht nun schon seit mehr als zehn Jahren. Ich finde es bemerkenswert, was mittlerweile entstanden ist. Wir werden mit großer Herzlichkeit empfangen und es freut, dass das Gruppenfoto am "Place Wennigsen" in der Stadtmitte gemacht wird! Am Sonnabend hatten unsere französischen Gastgeber ein interessantes Programm organisisert. Ein Besuch auf einem Bio-Bauernhof in der Nähe von Forges, die Besichtigung einer Glasbläserei mit Vorführung und abends ein gemeinsames Essen in der örtlichen Veranstaltungshalle. Gestern, Sonntag, empfing uns im Rathaus mein Amtskollege Michel Lejeunne, der zugleich auch Abgeordneter der Nationalversammlung ist. Nun bin ich bis morgen abend in Paris.

| Blog-Eintrag wird vervollständigt, wenn Fotos hochgeladen sind. |

| Der Blog zur Städtepartnerschaft |

Donnerstag, 10. Juni 2010

Geschafft! Vertrag für den Bolzplatz Bredenbeck unterzeichnet

Einen großen Schritt in Richtung Öffnung des Bolzplatzes Bredenbeck haben wir heute morgen gemacht! Den Vertrag mit dem Nachar-Ehepaar unterzeichnete ich um Punkt neun Uhr in meinem Büro. Herzlichen Dank an die Eheleute Kandelhardt für die gute Kooperation und auch jahrelange Geduld! Damit liegt nun das Einverständnis vor und der Bauantrag kann an die Region Hannover abgehen. Zwischenzeitlich waren noch zahlreiche Detailfragen aufgekommen, die der Kirchenvorstand geklärt haben wollte, da der Bolzplatz ja auf dem Gelände des Bonhoeffer-Hauses liegt. Die Lösung sieht u.a. vor, dass ein Netz den Platz kompett überspannt und eine Hecke zu den Nachbarn hin gepflanzt wird.

Das ursprüngliche Ziel, den Platz pünktlich zum Fußballfieber zu öffnen, dass am Freitag mit der WM in Südafrika ausbricht, ist leider nicht erreicht worden. Aber zumindest dieser so wichtige Zwischenschritt. Ein Hinweis an alle jungen Fußballfreunde: Im vergangenen Jahr haben wir den Platz an der Grundschule bereits als Übergangslösung freigegeben. Dort darf im Rahmen der Nutzungszeiten munter Ball gespielt werden.

Seitens der Gemeinde sind also alle Vorarbeiten geleistet. Wie geht es nun weiter? Der Bauantrag geht an die Region Hannover. Sobald er genehmigt ist (Daumen drücken!), gehen die Bauarbeiten los.

Herzlichen Dank an dieser Stelle all jenen, die mit zu der Lösung beigetragen haben: Nachbarn, Ortsrat, Jugendparlament, Rat der Gemeinde, Kirchenkreisamt und örtliche Kirchengemeinde, dem Bauamt im Rathaus, die unzähligen Jungendlichen und Eltern, die das Thema immer wieder mit Nachdruck in die Öffentlichkeit brachten und viele Helferinnen und Helfer mehr.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Laverana Naturkosmetik bleibt in Wennigsen

Im Konferenzraum "Wildrose" der Laverana GmbH haben wir soeben die gute Nachricht überbracht: Lavera Naturkosmetik bleibt in Wennigsen. Unser größter Arbeitgeber festigt den bisherigen Standort Am Weingarten und baut ihn als Firmensitz mit Kernbereichen wie Forschung und Entwicklung, Management, dekorative Kosmetik aus. Möglich ist diese Lösung, weil 22.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche in einem vorhandenen Gewerbebau in Empelde langfristig zur Verfügung stehen. Unternehmenschef Thomas Haase, seine Pressesprecherin Sabine Kästner-Schlemme, Wirtschaftskoordinator Werner Brandt und ich traten heute gemeinsam vor die örtliche Presse |Link HAZ|, um diese für Wennigsen so wichtige Nachricht zu überbringen.

Damit ist mit allen Spekulationen um einen Umzug und Neubau in einer anderen Kommune vorerst Schluß. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren so rasant gewachsen, dass eine fünf Hektar große Expansionsfläche am Ortsrand von Wennigsen nicht ausreichte und die Karten Ende vergangenen Jahres neu gemischt wurden. Ich bin glücklich und erleichtert, dass die unzähligen Verhandlungen nun zu einem guten Etappenziel gelangt sind. Herzlichen Dank an den Rat unserer Gemeinde, die Mitarbeiter im Rathaus, das Haus für Wirtschaftsförderung der Region Hannover und all die Beteiligten, die das jahrelange Arbeiten um den Verbleib des Unternehmen tatkräftig unterstützt haben.

Fakten: 250 Mitarbeiter, davon kommen 70 aus Wennigsen | Export in 35 Länder weltweit | 1987 gegründet | 330 Naturkosmetikprodukte |

Donnerstag, 20. Mai 2010

Zweite Auflage der Seniorenbröschüre

Die zweite Auflage der Broschüre "Älter werden in Wennigsen" ist heute der Öffentlichkeit präsentiert worden. Beim Runden Tisch "Seniorenarbeit", mittlerweile der siebte, haben sie das Redaktionsteam und ich den anwesenden Vereinen übergeben. Haben sich in der ersten Auflage noch 20 Vereine und Institutionen vorgestellt, so sind es mittlerweile 25. In ehrenamtlicher Arbeit ist dieser Leitfaden erarbeitet worden.

Leider sind noch nicht alle Ortschaften vertreten. Aber es soll eine dritte Auflage geben, daher erneut der Aufruf an alle Vereine, die Angebote für die ältere Generation haben: Bitte meldet Euch!

Beim Runden Tisch wurde außerdem der Seniorentag 2010 besprochen. Alle Gruppen mit Seniorenarbeit könn sich am 26. September im Rathaus präsentieren.

Die Frage, ob in Wennigsen ein Seniorenbeirat oder Seniorenrat gegründet werden soll, stand ebenfalls auf der Tagesordnung und ist kontrovers diskutiert worden. Ich es für wichtig, den Runden Tisch zunächst weiter zu verstetigen und Erfolge wie die Seniorenbroschüre oder den Seniorentag zeitigen zu lassen. Das Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern der älteren Generation ist für mich stets ein wichtiges "Hineinhorchen" in die Belange dieser Bürgerinnen und Bürger. Nächstes Jahr, im Jahr der Kommunalwahl, könnte die Richtungentscheidung ein Thema für den Wahlkampf sein. Eine Fraktion hat sich bereits für einen Seniorenrat ausgesprochen.Auch eine Änderung der Niedersächsischen Gemeindeordnung steht im Raum, in der eine solche Anregung aufgenommen werden könnte.

Samstag, 15. Mai 2010

Feuerwehr Degersen feiert 100 Jahre

Drei Tage lang feiert die Degerser Freiwillige Feuerwehr Geburtstag. Los ging's am gestrigen Freitag mit einem Kommers und anschließender Feier auf dem Zelt. Heute ist der große Ausmarsch durch den Freistaat geplant.

Wenn ich so aus meinem Fenster in die Degerser Feldmark schaue, dann hoffe ich, dass bis zum Start um 16 Uhr sämtliche Regenwolken vom Winde verweht werden. Vorerst herzlichen Glückwunsch der Degerser Wehr und bis gleich zum Ausmarsch!

Nachtrag vom Sonntag: Das Wetter hat gehalten und vor allem beim Kinderumzug am Sonntag, von dem ich gerade komme, hat die Sonne auch mal zwischen den Wolken hervorgeblinzelt. Es war ein rundes Fest, drei tolle Tage. Und nun alles Gute für die nächsten 100 Jahre.

Dienstag, 11. Mai 2010

Indische Gäste zu Besuch in Wennigsen


Die Heritage School im indischen Kalkutta ist Partnerschule unserer Sophie Scholl Gesamtschule. Heute war die Schulleiterin Seema Sapru zu Gast bei ihrer Wennigser Amtskollegin. Im Rathaus erwartete die kleine Delegation ein Empfang. Vor Vertretern der örtlichen Presse trug sich die Schulleiterin zusammen mit der für das Programm verantwortlichen Lehrerin Ira Bhattacharya in das Gästebuch der Gemeinde ein.  

Die Kooperation ist entstanden auf Initiative des Fachbereichsleiters Fremdsprachen, Gert Ackermann. Hilfreich für die gemeinsame Initivative war das Internet: Seit zwei Jahren laufen per Email und der Internettelefon-Plattform Skype erste Anbahnungsversuche. Rund 500 Mails und zahllose Telefonate später nun der erste persönliche Kontakt in Wennigsen. Und weitere sollen folgen - sei es am Deister oder am Hugli (nein, Kalkutta liegt nicht am Ganges - bis zum Besuch im Rathaus war ich dieser Fehlinformation erlegen). Mit dem Austausch könnten beide Schulen einen Beitrag leisten, dass Vorurteile abgebaut werden, sagte Organisatorin Ira Bhattacharya. „Es wäre schön, wenn wir unseren Beitrag zu mehr Verständigung in der Welt leisten können!"
 
Ich persönlich glaube, dass vor allem die unterschiedlichen Lernkulturen die Schüler beeindrucken dürften. Während meines Studiums habe ich vor allem in St. Gallen während zweier Symposien viele indische Studenten kennengelernt. Sie kommen aus einem eher amerikanisch geprägten System: Standardisierte Test auf hohem Niveau und ein Denken in Leistungskadern, das sich vor allem im Schulsport wiederfindet. In Deutschland sind diese Test bis vor kurzem so gut wie Unbekannt gewesen, reichte das Abitur doch allein zum Hochschulzugang aus. Frühes Kennenlernen beider Systeme kann Schülern nur guttun.


| Foto und aktueller Bericht: Mießen / DLZ.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Heute junge Führungskräfte aus der Region Hannover im Kloster begrüßt: Das Programm "Common Purpose", durchgeführt vom Verein Civilia Hannover e.V., vereint Frauen und Männer aus Landeshauptstadt und Region, die eine vielfältige Sicht auf das öffentliche Leben im Großraum Hannover bekommen möchten. Traditionell beginnt dieses Programm im Kloster Wennigsen. Ich freute mich, heute Abend den 13. Jahrgang begrüßen zu dürfen. Es freut mich immer sehr, in diesem Rahmen interessante Damen und Herren kennenzulernen und über Perspektiven der Region sich auszutauschen. "Achthundert Jahre in acht Minuten" - meine Aufgabe war es, die Geschichte Wennigsens im Schnelldurchlauf den Gästen näher zu bringen und unsere Gemeinde, das Kloster und Interessantes rund um das Leben am Deister zu berichten. Das ist natürlich eine besondere Herausforderung bei Gästen, die sich in der Region gut auskennen... Im Anschluß berichtete der Lokalchef der HAZ, Volker Goebel, über die Macht der Medien in Hannover und ich eilte weiter zur Vorstandssitzung des Wasserparkes.

| Eigenvorstellung von Common Purpose |

"Uns geht es um den Erfolg von Verantwortungsträgern und um den Erfolg unserer Städte und Regionen. Deshalb geben wir Menschen, die mehr bewegen wollen und können, das Wissen, die Fähigkeiten und die Kontakte, die sie brauchen, um auch über die Grenzen ihres Zuständigkeitsbereichs hinaus wirksam zu werden – an ihrem Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Handeln außerhalb der eigenen "Komfortzone" sehen wir als eine zentrale Ressource sowohl für Organisationen als auch für die Gesellschaft als Ganze. Wir arbeiten daran, Menschen nicht nur zu effektiveren Führungskräften zu machen, sondern sie als aktive Verantwortungsträger für die Gesellschaft aufzubauen."

Montag, 3. Mai 2010

Wasserpark startet in die Saison 2010

Ein wenig grau war der Himmel, aber als Omen war es gut: Gestern öffnete der Wasserpark Wennigsen seine Tore. Die Vorsitzende Sigrid Röhrbein sagte in ihrer Eröffnungsrede, dass auf einen trüben Eröffnungstag ein toller Sommer folge. Bauen wir auf ihre Erfahrungsschatz und drücken die Daumen bzw. Schwimmen fleißig. Der Wasserpark wird seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich betrieben. Ein Verein führt die Geschäfte und ein Förderverein unterstützt finanziell. In dieser Saison auf dem Programm stehen Angebote wie Aqua-Jogging. Auf die gestern häufig gestellte Frage, warum ich denn in diesem Jahr nicht mit ins Wasser springe zur Eröffnung die ehrliche Antwort: Mir war es schlichtweg zu kalt! Da im Anschluß noch Termine des Deistertages auf mich warteten, entschloss ich mich, es bei einem alljährlichen Ritual zu belassen. Dieses war, gemeinsam mit den Vorstandskollegen des Vereins der traditionelle Schluck aus dem Wasserglas. Der edle Tropfen stammte vom nördlichen Quellstein und stelle unter Beweis, dass auch in diesem Jahr das Wasser des Wasserparkes Trinkwasserqualität aufweist.

| Bild oben und weitere Impressionen zum Wasserpark unter: Link. |

Freitag, 23. April 2010

Ab morgen klapperts wieder im Deister

An diesem Wochenende wird die Wasserräder-Saison 2010 eröffnet. Ich werde nachmittags im Deister zugegen sein, um die Saison gemeinsam mit der Bastlergemeinschaft zur eröffnen! Alljährlich locken die kleinen Modelle unzählige Besucher in den Wald. Der Bastlergemeinschaft an dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank, dass auch im zurückliegenden Winter so fleißig an der Überarbeitung der mechanischen Kostbarkeiten gearbeitet worden ist. Ich freue mich auf morgen, ab 15 Uhr geht's los!

Dienstag, 20. April 2010

Der Annaturm wird versetzt

Zu den beliebtesten Zielen im Deister gehört der Annaturm. Auf der höchsten Stelle unseres Hausberges, der 405 Meter hohen Bröhn, wurde er ursprünglich als Vermessungsturm auf Veranlassung des berühmten Carl Friedrich Gauß im Jahre 1834 erbaut. Später dienten die Nachfolgemodelle als Aussichtsturm. Von hier aus bekommt man einen Rundblick über das Calenberger Land bis nach Hildesheim und Hannover sowie über das nördliche Weserbergland.

Gestern rief mich ein Journalist aus Springe an, der mir mitteilte, dass der Annaturm versetzt werden soll. Zwar nicht wirklich baulich, aber zumindest postalisch. Er stehe auf Springer Gebiet und die Springer wollten ihm nun eine eigene Adresse geben. Im Telefonbuch sei er in Springe nicht zu finden, auch nicht im Straßenregister - bisher wurde er stets Wennigsen zugeordnet. Der Fachdienst für Stadtplanung der Nachbarstadt schlägt in Vorlage 704 den politischen Gremien folgerichtig vor:

Der Ortsrat Springe empfiehlt dem Rat der Stadt Springe über den Ausschuss für Bauen, Planung und Stadtentwicklung und den Verwaltungsausschuss, die Ortsbezeichnung „Annaturm“ in das Straßenverzeichnis aufzunehmen und die Ortsbezeichnung vorzunehmen.

Was ich denn dazu sagen würde, fragte der Herr. Nun, was soll man spontan dazu sagen? So manche Journalistenanfrage trifft einen ja wirklich wie aus heiterem Himmel. Meinen ersten Gedanken ("Diese Sorgen hätte ich auch gern...") verkniff ich mir. Mein zweiter - und durchaus ernst gemeinter: Unsere Kommunen ziehen beim Thema Tourismus hervorragend an einem Strag. Der Deister lässt sich heutzutage bei Wanderern nicht mehr mit Kirchturmdenken vermarkten. Was dem Deister-Tourismus nützt, das nützt all seinen Anliegern. Sowohl in Wennigsen als auch in Springe dürfte der Turm dann in den Verzeichnissen zu finden sein - also macht mal!
Übrigens: Zum Deistertag (Programm) am 2. Mai lade ich herzlich ein. Wie wärs mal mit einem Ausflug zum ... Annaturm?