Dienstag, 20. April 2010

Der Annaturm wird versetzt

Zu den beliebtesten Zielen im Deister gehört der Annaturm. Auf der höchsten Stelle unseres Hausberges, der 405 Meter hohen Bröhn, wurde er ursprünglich als Vermessungsturm auf Veranlassung des berühmten Carl Friedrich Gauß im Jahre 1834 erbaut. Später dienten die Nachfolgemodelle als Aussichtsturm. Von hier aus bekommt man einen Rundblick über das Calenberger Land bis nach Hildesheim und Hannover sowie über das nördliche Weserbergland.

Gestern rief mich ein Journalist aus Springe an, der mir mitteilte, dass der Annaturm versetzt werden soll. Zwar nicht wirklich baulich, aber zumindest postalisch. Er stehe auf Springer Gebiet und die Springer wollten ihm nun eine eigene Adresse geben. Im Telefonbuch sei er in Springe nicht zu finden, auch nicht im Straßenregister - bisher wurde er stets Wennigsen zugeordnet. Der Fachdienst für Stadtplanung der Nachbarstadt schlägt in Vorlage 704 den politischen Gremien folgerichtig vor:

Der Ortsrat Springe empfiehlt dem Rat der Stadt Springe über den Ausschuss für Bauen, Planung und Stadtentwicklung und den Verwaltungsausschuss, die Ortsbezeichnung „Annaturm“ in das Straßenverzeichnis aufzunehmen und die Ortsbezeichnung vorzunehmen.

Was ich denn dazu sagen würde, fragte der Herr. Nun, was soll man spontan dazu sagen? So manche Journalistenanfrage trifft einen ja wirklich wie aus heiterem Himmel. Meinen ersten Gedanken ("Diese Sorgen hätte ich auch gern...") verkniff ich mir. Mein zweiter - und durchaus ernst gemeinter: Unsere Kommunen ziehen beim Thema Tourismus hervorragend an einem Strag. Der Deister lässt sich heutzutage bei Wanderern nicht mehr mit Kirchturmdenken vermarkten. Was dem Deister-Tourismus nützt, das nützt all seinen Anliegern. Sowohl in Wennigsen als auch in Springe dürfte der Turm dann in den Verzeichnissen zu finden sein - also macht mal!
Übrigens: Zum Deistertag (Programm) am 2. Mai lade ich herzlich ein. Wie wärs mal mit einem Ausflug zum ... Annaturm?

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