Mittwoch, 24. November 2010

Die Sache mit den Füchsen


Heute erreichte mich eine interessante Email aus Kreisen des Wennigser Hegeringes. Eine gute Nachricht, die ich hier wiedergeben und zugleich "die Sache mit den Füchsen" einmal grundsätzlich ansprechen möchte.

Also ersteinmal die richtig gute Nachricht: Der Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover teilte der örtlichen Jägerschaft mit, dass das flächendeckende Tollwut-Monitoruing der Füchse in der Region Hannover entfällt. Deutschland gilt seit April 2008 als frei von Tollwut. Damit ist also vorerst auch bei uns am Deister die auch für Hunde und sogar Menschen lebensgefährliche Seuche kein Thema mehr. Weiter wurde mitgeteilt, dass eine routinemäßige Untersuchung von erlegten Füchsen nicht mehr stattfindet. Allerdings soll künftig verstärkt auf erkrankte, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige Marderhunde und Waschbären durch die Jägerinnen und Jäger geachtet werden. Allen Jagdausübungsberechtigten, die jahrelang bei der Untersuchung der Füchse aktiv mitgearbeitet haben, danke die Region Hannover.

Nun das Weitere: Der vergangene Winter galt als besonders hart und auch bei uns in der Gemeinde war das Thema Füchse in Wohngebieten eines. Nun steht wieder ein Winter vor der Tür, der erste Schnee liegt bereits im Deister. Vor allem in den waldnahen Ortsteilen Waldkater und der Wennigser Mark haben Tierfreunde in ihren Gärten die Füchse mit reichlich Nahrung versorgt. Im Frühjahr hatte ich als Bürgermeister eine Vielzahl an besorgten Emails und Anfragen auf dem Tisch. Vor allem Familien mit Kindern haben Angst vor allzu anhänglich gewordenen Füchsen. Auch wenn Tollwut kein Thema ist, so sind es der Fuchsbandwurm und andere mögliche Krankheiten durchaus noch. Bitte beachten Sie daher, dass Füchse Wildtiere sind und dies auch bleiben sollten! Auch ohne menschliches Zutun hat die Art "vulpes vulpes" harte Winter überlegt und wird dies als Kulturfolger auch weiterhin tun. (Foto oben: Wikipedia)