Freitag, 10. Dezember 2010

Brand an Sporthalle der Sophie-Scholl-Gesamtschule Wennigsen



Seit drei Wochen steht ein Feuerwehr-Termin in meinem Kalender: Übergabe von drei Einsatzfahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr, zwei für die Ortswehr Argestorf, eines für die Ortswehr Wennigsen. Beginn: 16 Uhr in Argestorf am Gerätehaus, Lübecker Strasse. Ein "TSF-W" und einen Gerätewagen für Argestorf sowie einen Mannschaftstransportwagen für die Wennigser Wehr werde ich feierlich übergeben.

In meiner Wohnung in Degersen, es ist halb vier, meine Jacke habe ich schon in der Hand, höre ich Sirenen. Zunächst denke ich, es wäre jemand auf die Idee gekommen, die Übergabe mit einer Übung zu verbinden... Doch die Regionsleitstelle meldet: Bürgermeister-Klages-Platz 1*Sophie Scholl-Sch*Feuer, BRENNT SPORTHALLE.

Sieben von acht Ortswehren der Gemeinde und mit ihnen die drei zu übergebenden Fahrzeuge eilten zur Sophie Scholl Gesamtschule. Bei Bauarbeiten am Dach hatten sich Dämmstoffe entzündet. Als ich eintraf, waren die Wehren bereits im Löschangriff. In Momenten wie diesen ist man echt stolz darauf, als Bürgermeister Dienstherr solcher Kameradinnen und Kameraden sein zu dürfen: Alles verlief reibungslos, die Fahrzeuge waren gut aufgestellt und die Kooperation der einzelnen Wehren funktionierte astrein. Vor allem sind die Schulkinder umgehend in Sicherheit gebracht worden. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Feuerwehrfrauen und -männer für die Einsatzbereitschaft und das rasche Eingreifen! Danke auch nach Barsinghausen für den sofortigen Drehleitereinsatz. Ein besseres Beispiel für die Wichtigkeit von gut ausgerüsteten Freiwilligen Feuerwehren als diese "Feuertaufe" der Fahrzeuge gibt es nicht.

Gruppenbild mit Atemschutz: Der Argestorfer Ortsbrandmeister Matthias Schwarze (unten in der Bildmitte) hätte um Punkt vier den Schlüssel seines neuen Einsatzwagens entgegennehmen sollen. Dass es zum Schnappschuss an der Brandstelle kam lag daran,
dass er sich in Bereitschaft für einen Atemschutz-Einsatz halten musste, zu dem es dann gottseidank nicht mehr kam!


Die drei Fahrzeuge wurden übrigens mit einstündiger Verspätung überreicht. | Link Polizei | Link HAZ |

Start des Projektes Bürgerarbeit erfolgreich

Koordinator Dr. Axel Görke (sitzend) und die Arbeitsgruppe rund um Dr. Matthias Miersch MdB
"Ich bin begeistert", sagte am Dienstag der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch im Wennigser Rathaus. Das von ihm initiierte und von der Gemeinde Wennigsen sowie weiteren Partnern mitgetragene Wennigser Modellprojekt zur Bürgerarbeit trägt erste Früchte.

Es war die Idee des SPD-Mandatsträgers, einen Arbeitskreis zusammenzustellen und in einer der kleinsten Kommunen seines Wahlkreises ein ehrgeiziges Projekt mit dem Namen "Stadt ohne Arbeitslosigkeit" zu beginnen. Die ersten Überlegungen gab es lange vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr. Um den Arbeitskreis nicht in die Mühlen des Wahlkampfes geraten zu lassen, wurde in diesem Jahr die Arbeit fortgesetzt. Und es ging Schlag auf Schlag: Vor der Sommerpause beschloss der Gemeinderat, dass Büro und Arbeitsmittel für das Projekt am Rathaus bereit gestellt werden. Die Calenberger Volkshochschule schnürte das Projekt zusammen, das JobCenter gab sein Ok und im Herbst konnte Dr. Görke seine Arbeit aufnehmen. Dass im Hintergrund dutzende Zusammenkünfte geführt wurden, Verhandlungen, Telefonate, Emails und Anträge ihren Weg gehen mussten, war schnell vergessen. 

Mittlerweile hat Dr. Görke sich bei zahlreichen Vereinen, Verbänden und Institutionen vorgestellt. Darunter die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft (WIG) oder der Sozialausschuss des Rates. Zwei Langzweitarbeitslosen hat er bereits zu Qualifizierungsmaßnahmen verholfen! Nun sollen Bürgerstellen eingerichtet werden und örtliches Angebot und Nachfrage koordiniert werden.

Matthias Miersch auf seiner Homepage: "Ich kann mir vorstellen, dass eine Koordinierungsstelle auch für andere Kommunen interessant ist." Der SPD-Politiker will die Erfahrungen des Projektes auch in die Arbeit in Berlin einfließen lassen. "Es liegt viel Arbeit und viel Geduld hinter uns", schreibt Miersch. Doch ein langer Atem und ein Blick über den Tellerrand hätten dazu beigetragen, dass das ehrgeizige Ziel einer "Stadt ohne Arbeitslosigkeit" ein Stück näher gerückt sei. Mehr auf seiner Seite: Link.