Freitag, 21. Oktober 2011

Bürgerbeteiligung im Hohen Feld

                                                                        Foto: Hugo
Im der Sitzung des Gemeinderates hatte ich es bereits unter "Mitteilungen der Verwaltung" angekündigt und heute haben wir die Grundzüge erstmals der Presse vorgestellt: Im Hohen Feld in Wennigsen soll in Kürze ein Bürgerbeteiligungsprojekt anlaufen. Gemeinsam mit dem ifib der Uni Bremen, die auch das "Klimaversprechen" moderiert, wollen wir uns das Gebiet aus den 70er Jahren anschauen, mit den Bürgerinnen und Bürgern Verbesserungs- und Gestaltungsvorschläge sammeln und fit für den demographischen Wandel machen. Als Moderatorin habe ich Karin Meyer, 1996-2001 ehrenamtliche Bürgermeisterin unserer Gemeinde, gewinnen können. Sie hat in zahlreichen Ausschüssen der Gemeinde gearbeitet, war auch Regionsabgeordnete und kennt sowohl die Politik, das Rathaus als auch die Bevölkerung. Sobald sich Ortsrat und Rat konstituiert haben, wird das ganze in die politische Willensbildung einfließen. Die Bürgerinnen und Bürger werden am 15.11. in die Pinkenburg zur Vorstellung und Mitarbeit eingeladen. Anschließend soll ein Ortstermin stattfinden. Vor allem die Überplanung der Spielplätze soll bis zum Frühjahr gelingen. Dann wird der kommunale Haushalt beschlossen.

Geboren wurde das Projekt vor rund drei Wochen in Loccum. Dort traf ich Herbert Kubicek vom ifib bei der Gründung des Netzwerkes Bürgerbeteiligung und wir konzipierten die Ziele und Schritte der Beteiligung. Das Hohe Feld eignet sich bestens. In dem Bereich rund um den "Vogelkamp", das am Ortsausgang zur Wennigser Mark liegt, leben derzeit 540 Einwohnerinnen und Einwohner. Vor kurzem haben mir Eltern eine Unterschriftenliste übergeben. Darin wandten sie sich gegen die Schließung eines Spielplatzes, was im Bauausschuss diskutiert wurde. Insgesamt haben wir dort vier Spielplätze. Dazu gehört mit 170m² sowohl Wennigsens kleinster als auch ein geschlossener Bolzplatz, über dessen Zukunft der kommende Rat entscheiden muss. Das Gebiet weist eine Altersstruktur auf, die Handlungsbedarf anmahnt: Fast 2/3 sind über 60 Jahre alt. Der Generationswechsel steht bevor, hat jedoch noch nicht so richtig begonnen: Drei Prozent sind unter 7 Jahre alt (Gemeindeschnitt: 5,9 %). Zwischen 7 und 20 Jahren sind 7,4 % (16,1 %). Ich freue mich auf das Projekt, da es ein Musterprozess für unsere Gemeinde werden kann. Alle Beteiligten werden eine Menge einbringen und voneinander lernen können. Also los...

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