Montag, 3. Oktober 2011

St. Hubertus feiert 50 Jahre

Zwei Christophs im Gespräch: Pfarrer Christoph Paschek und ich.
Die katholische Kirche in Wennigsen hat Geburtstag. Gestern feierte die Gemeinde ihr 50. Weihefest. Für die Gemeinde Wennigsen gratulierte ich zum Geburtstag. Rund 150 Gläubige und Gäste feierten zunächst einen einstündigen Festgottesdienst. Nach Gratulationsgrüßen, beginnend mit jenen der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Barbara Münch, feierten die Gläubigen im Garten des Kirchengeländes ein kleines Fest bei strahlendem Sonnenschein.

Zur Historie: Es waren vor allem die heimatlosen Katholiken, die nach Krieg und Vertreibung nach Wennigsen gekommen waren. Sie feierten ihre Heiligen Messen zunächst auf Einladung der ev. Marien-Petri-Gemeinde in Klostersaal und Klosterkirche. Schon bald formierte sich ein Kirchenbauverein, der im Jahr 1955 den Boden für den Kirchbau erwarb. Im November 1960 legte der Dechant des Dekanates Hannover-Linden, Pfarrer Otto Bank, den Grundstein. Architekt Karl August Muth plante das Gotteshaus, die Firma Gevecke aus Sorsum setzte Stein auf Stein. Die Nähe zum Deister erleichterte auch die Wahl des Namenspatrons: Es ist der Schutzpatron der Jäger, der Heilige Hubertus.

Sowohl die Predigt von Pfarrer Christoph Paschek als auch die Grußworte warfen aber nicht nur den Blick zurück, sondern gaben auch eine realistische und ernste Einschätzung der heutigen Lage. Die rückläufige Zahl der Gläubigen werde eine Zusammenlegung der Kirchen erfordern. "Wir blicken mit großer Sorge in die Zukunft, auf die Umstrukturiereungen innerhalb des Bistums", erklärte die Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Bemerkenswert fand ich die offene Problemanalyse in der Predigt, die jedoch zugleich nicht verzagend wirkte sondern mutig in die Zukunft blickte. Ich nahm dieses in meinem Grußwort noch einmal auf. Immerhin stehen beide Gemeinden vor strukturell ähnlichen Herausforderungen. Dies ist zum einen der demographische Wandel, zum anderen der Wandel in der Form des Engagements. In der Kirche wird dies durch eine Abkehr von der Organisation deutlich, in der politischen Gemeinde durch spontane Mitwirkung mit kurzer Bindung und die Abkehr von der klassischen Repräsentation. Zum Abschluss meines Grußes dankte ich für das vielfältige Engagement der Kirchengemeinde, von der Jugend- bis zur Seniorenarbeit. Im kommenden Jahr feiert die Holtenser St. Christophorus-Kirche dann ihr 50. Weihefest.

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