Dienstag, 25. Oktober 2011

Wiki Loves Monuments: Holtenser Kirche als bestes Foto Niedersachsens

Fotograf: "Losch" unter CC-Lizenz bei Wikimedia
Das Motiv des Landessiegers Niedersachsen des europaweiten Fotowettbewerbs „Wiki loves Monuments“ stammt aus Wennigsen! Es ist eine Aufnahme der Holtenser Kirche. Im September hatte die online-Enzyklopädie Wikipedia aufgerufen, Bau- und Kulturdenkmale zu fotografieren und als freies Wissen der Allgemeinheit im Internet zur Verfügung zu stellen. Wennigsen hatte sich als einzige Kommune im Norden als offizieller Partner beteiligt. Das niedersächsische Siegerfoto zeigt aus ungewöhnlicher Perspektive den Sakralbau mit den als Naturdenkmal kategorisierten Kastanien davor. Es stammt vom Wikipedia-Benutzer „Losch“. Meinen herzlichen Glückwunsch an ihn!

Bundesweit belegte das Foto Rang 11. Der Erfolg des kommunalen Programmes, an dem viele Akteure wie das Heimatmuseum, die Fotogruppe Bredenbeck, der ADFC und weitere mitgewirkt haben: Rund 300 Fotos wurden aus Wennigsen hochgeladen. Insgesamt wurden im September aus Deutschland rund 29.994 Denkmalfotos auf die Wikipedia-Server hochgeladen. Das deutsche Siegerfoto zeigt die Anhäuser Mauer, einem Baudenkmal in Baden-Württemberg. In der bundesweiten Jury saßen Wikipedia-Nutzer und Fotografen sowie als Experte Roland Stimpel (Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts).

Für Wennigsen ist das Projekt aber noch nicht abgeschlossen: Im November tagt eine Wennigser Jury und bewertet die fünf besten Bilder. Diese besteht aus der derzeitigen Ratsvorsitzenden Renate Borrmann (Vertreterin der Kommunalpolitik), Henrik Heüveldop (Tourismus-Service Wennigsen; Vertreter Tourismus), Herrn Harald Barfigo (ehemal. Redakteur HAZ; Vertreter Foto) und Frau Gabriele Siemers (Äbtissin der Klosters Wennigsen; Vertreterin Denkmalnutzer). Die Preisträger des Wennigser Wettbewerbes werden im November bekannt gegeben.

Zwischenfazit meinerseits: Der Wettbewerb war ein voller Erfolg. Mittlerweile gibt es zu fast jedem Wennigser Baudenkmal mindestens ein Bild in der online-Enzyklopädie. Auch hat die Internetgemeinde zu fast jedem Denkmal einen Wikipedia-Artikel verfasst oder verbessert. Das historische Wissen über unsere Gemeinde ist besser verfügbar. Sicherlich wird damit auch die Lust, Denkmale zu erkunden und zu entdecken, zunehmen. Die Aktion zeigt auch, dass kommunales Marketing nicht teuer, sondern kreativ sein muss.

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