Samstag, 10. Dezember 2011

Schlüsselübergabe des Feuerwehrgerätehauses


Es ist vollbracht - und heute wird der Schlüssel übergeben: Die Freiwillige Feuerwehr Wennigsen zieht nach mehr als 30 Jahren der Übergangslösung in ihr neues Gerätehaus! Unsere ehrenamtlichen Brandschützerinnen und Brandschützer finden nun in Richtung Sorsum - an der eigens benannten Strasse "An der Feuerwache" - eine zukunftsfähige Bleibe. Möge dieses Haus nun über viele Jahrzehnte hinweg dem Brandschutz, der Gefahrenabwehr und Hilfeleistung in Wennigsen dienen. Das Gebäude mit Sozialtrakt, Fahrzeughalle und den weiteren für die Einsätze nötigen Bereichen dient aber nicht nur der Ortswehr – zahlreiche Funktionen der ortsübergreifenden Arbeit sind dort untergebracht, um die Gemeindefeuerwehr langfristig und gemeinschaftlich aufzustellen.

Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr haben sich in den zurückliegenden Jahren stark gewandelt. Der vorbeugende und abwehrende Brandschutz ist nur ein Teil des vielfältigen Aufgabenspektrums. Hinzu kommen Einsätze und technische Hilfeleistungen im Verkehr, beim Gewässerschutz, der Rettung von Mensch und Tier sowie weiteren Bereichen der öffentlichen Sicherheit. Daher ist ein perspektivisch ausgerichtetes und vielseitig nutzbares Gebäude von hoher Bedeutung. So ist zum Beispiel bereits eine Halle für ein weiteres Fahrzeug mit errichtet worden. Dieser Einstellplatz hat für Diskussionen gesorgt - doch letztendlich war es wichtig und richtig, ihn bereits jetzt mit zu errichten. Ein späterer Anbau hätte weit mehr als das Doppelte pro Quadratmeter gekostet, von neuen Planungs- und Genehmigungsverfahren ganz zu schweigen. Neben der Einsatztauglichkeit und den Schulungsmöglichkeiten in der Feuerwache stand auch die Unterbringung wichtiger gemeinschaftlicher Leistungen auf der Agenda, die die Feuerwehr in ihren neuen Wänden ermöglichen soll. Die Kinder- und Jugendarbeit zum Beispiel oder die des Feuerwehrmusikzuges.

Herzlichen Dank möchte ich an dieser Stelle all jenen sagen, die die Realisierung dieses Großprojektes ermöglicht haben. Danke vor allem allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, sei es aus dem Kreise der Feuerwehr, der politisch engagierten Ehrenamtlichen oder allen, die mit einer Spende zum Gelingen beigetragen haben. Die Feuerwehr hat Wort gehalten und Eigenleistungen in beachtlichem Zeit- und Arbeitsumfang erbracht. Dazu gehören zum Beispiel das Streichen der Räumlichkeiten oder der Einbau technischer Einrichtung. Danke auch all jenen, die finanziell über den Förderverein mitgeholfen haben, den Bau zu unterstützen. Danke auch an den Architekten, die Fachplaner und Handwerker, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, die den Bau nach der endgültigen Beschlussfassung des Rates im März 2010 zielstrebig ermöglicht haben. Zur Errichtung der Räume für die Jugendfeuerwehr und den Musikzug hat die Klosterkammer Hannover einen namhaften Beitrag geleistet – dafür besten Dank! Danke auch an diejenigen, die schwierige Entscheidungen zum Bau zu treffen hatten. Dazu gehören die gewählten Mitglieder der politischen Gremien, die sich rund drei Jahrzehnte mit den Thema Gerätehaus befassen mussten: Ortsrat, Fachausschüsse, Gemeinderat, eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe. Besonders die zurückliegende Ratsperiode war von dem Bauvorhaben in der Diskussion und Entscheidungsfindung geprägt. Aufgrund der prekären finanziellen Situation unserer Gemeinde hat sich kein Ratsmitglied die Entscheidung leicht machen können, den Kostenrahmen abzustecken. Nun ist positiv zu vermerken, dass das vom Rat schließlich beschlossene Budget gehalten hat und der Bau für rund 1,8 Mio. Euro realisiert wurde.

Die Frauen und Männer der Feuerwehr leisten ehrenamtlich einen unschätzbaren Beitrag zu unserer kommunalen Gemeinschaft in Wennigsen. Rund um die Uhr ist auf die Freiwilligen in schwierigsten Situationen Verlass. Möge dieses Haus der Wennigser Wehr und auch allen  weiteren Wehren in der Gemeinde eine gute Basis bilden, professionell auszubilden und rasch auszurücken. Vor allem wünsche ich natürlich, dass die Kameradinnen und Kameraden  auch stets sicher und wohlbehalten von den Einsätzen in die neue Wache zurückzukehren. Allzeit „Gut Wehr“ in den neuen Wänden. | Fotos: Mießen |

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