Mittwoch, 6. April 2011

Tennisheim: grob gefaltet und verladen

Ein Bagger und ein Sattelschlepper haben es einfach mitgenommen: Das ehemalige Tennisheim hinter der Turnhalle im Lindenfelde ist Geschichte. Grob gefaltet und verladen fristet es nun sein Dasein nun auf der Halde. Dafür entsteht an der Hagemannstraße in Kürze ein Mehrgenerationen-Fitnessparcours. Henrik Heüveldop vom Tourismus-Service Wennigsen hatte die Idee und kurzerhand Spender und Sponsoren gesucht. Der Rat der Gemeinde hatte daraufhin im vergangenen Jahr die Einrichtung des neuartigen Trimm-Dich-Parcours beschlossen und die Annahme der Spenden genehmigt. Heute rückte das Abrissunternehmen an und in den kommenden Tagen wird der Platz zwischen Turnhalle, Grundschule und Seniorenheim bereitet. Mit Hilfe des kommunalen Bauhofes sollen die Geräte dann in den kommenden Wochen aufgestellt werden. Wennigsen wird damit um eine Attraktion reicher sein, die allen Generationen gleichermaßen dient.

Mit dem Tennisheim ist ein Wennigser Stück Olympiageschichte verschwunden. Für die olympischen Spiele 1972 in München diente das 50m² große Haus als Bürogebäude. Die Tennissparte des TSV Wennigsen kaufte das Haus anschließend für 25.000 D-Mark. Dieselbe Summe in Euro kostet nun der Generationen-Fitness-Parcours. Davon stammt rund 1/3 von der Region Hannover als Zuschuss aus Töpfen der Naherholung.

Waldparkplatz Wennigsen eingeweiht

Gruppenbild aus Perspektive des Bürgermeisters:
DLZ-Journalist Heinz Mießen (Bildmitte) positioniert.
Am Ende der Hülsebrinkstraße liegt "das Tor zum Deister", wie die Calenberger Zeitung ihn nennt: der Wanderparkplatz Wennigser Waldkater. Gestern ist er mit rund 40 Gästen eröffnet worden. Unter ihnen waren Mitglieder des Rates, der Verwaltung, der Ortsbürgermeister sowie Vertreter von Region und Hannover Marketing. Auch die Walkinggruppe des Kneippvereins war gekommen, da diese den Parkplatz als Startpunkt für ihre Touren nutzt. Der kommunale Bauhof hat ganze Arbeit geleistet - zunächst gerodet und gelichtet, anschließend Mineralgemisch aufgebracht, sodann Tisch, Bänke und Fahrradbügel aufgestellt. Die Region Hannover unterstützte die Maßnahme mit 4.700 Euro. Die Bänke stammen aus heimischer Produktion, die Holzwirtschaft des Bredenbecker Rittergutes Knigge hat diese aus Deisterbuche gefertigt. "Der neue Platz ist einsame Spitze", sagte die Vorsitzende der Walkinggruppe, Sigrid Sigmann.