Dienstag, 1. November 2011

Kirchturm hat seine Spitze wieder

12:34 Uhr: Gleich geht es mit dem Fahrstuhl den Wennigser Kirchturm hinauf zum "Knopffest". Damit wird das Aufsetzen der restaurierten Kirchturmspitze gefeiert. Wir warten gerade auf Bauleiter Matthias Riethmüller, der den Aufzug am Kirchturm bedient. Mit dabei: Äbtissin Gabriele Siemers, Werner Lemke von der Klosterkammer, Presse und weitere geladene Gäste.

Foto:  M.Hemme
Abend-Update: Kurz vor 13 Uhr ging es mit dem Außenlift nach oben. Die letzten Meter wurden auf Leitern zurückgelegt. Mit meinem iPhone habe ich oben die Enthüllung des "Knopfes" gefilmt - so ist Name der vergoldeten Kugel in Fachkreisen. Das weit ins Calenberger Land leuchtende Monument ist mit hauchdünnen Blattgoldscheiben belegt. Die Handwerker wiesen energisch darauf hin, dass das Gold nicht berührt werden dürfe. Trotz der dünnen Schicht ist es extrem witterungsbeständig, nur Fettabdrücke von Fingern vertrage es nicht, sonst gäbe es schwarze Flecken. Über der Kugel ist eine ebenfalls vergoldete Wetterfahne angebracht sowie ein Windrichtungspfeil. Zeitkapseln enthalten Dokumente des Klosters, der Kirchengemeinde und der Johanniter mit aktuellen Schriften. Diese sollen bei der nächsten Instandsetzung einen Blick in unsere Zeit gewähren. Die letzte Öffnung liegt rund 150 Jahre zurück. Im Frühjahr soll es ein großes Fest geben, kündigte Äbtissin Gabriele Siemers an, wenn die rund 650.000 Euro Sanierung der gesamten Kirche vollbracht sein wird. Der Kirchturm misst nun samt Spitze wieder 43,50 Meter und ist damit das höchste Gebäude im Ort.