Montag, 31. Dezember 2012

Alles Gute für 2013

Nur noch wenige Stunden verbleiben im Jahr 2012. Bevor Wennigsen in die Silvesternacht startet, möchte ich Ihnen und Euch alles Gute für das kommende Jahr wünschen. Vor allem natürlich gute Gesundheit. Viel Erfolg bei den persönlichen Plänen, im Beruf und auch den Vorhaben in Verein, Ehrenamt, Hobby und wofür man auch immer sich engagiert. Ein rückblickendes Danke sei mir gestattet: Ein herzliches Dankeschön all jenen, die in diesem Jahr dazu beigetragen haben, dass unsere kleine Gemeinde so lebenswert ist. All jenen, die sich engagiert haben und die Ärmel hochgekrämpelt. Wir haben gemeinsam viel bewegt und einige Anerkennung geerntet. Mit diesem Rückenwind können wir im kommenden Jahr große wie kleine, dringliche ebenso so langfristige Projekte beenden und Neues wagen und beginnen. Kommt gut rein!

Freitag, 28. Dezember 2012

Freies Geld für freies Wissen

Auch freies Wissen kostet Geld. Zugunsten der online-Enzyklopädie Wikipedia läuft derzeit eine groß angelegte Spendenkampagne - das Ziel sind 5 Millionen Euro von 220.000 Spendern bis Jahresende. Das Wissen wird von Freiwilligen unentgeltlich zusammengetragen und dennoch braucht es eine professionelle Basis. Zum Beispiel für Speicherplatz, Mitarbeiter des Trägervereins, Infokampagnen oder auch zum Verfechten von Rechtsstreitigkeiten zum Schutz des freien Wissens. Teil der Kampagne sind 15 persönliche Spendenaufrufe. Neben Wikipedia-Gründer Jimmy Wales werden 15 Aufrufe von Autoren, Spendern und Wikimedia-Mitarbeitern auf der Wikipedia-Hauptseite veröffentlicht. Einer davon ist meiner. Noch bis zum 31.12. werden die Aufrufe geschaltet. Damit wird dem Leser plastisch gezeigt, was Wikipedia ausmacht: Das Engagement der Menschen dahinter. Ich freue mich darüber, für die größte Sammlung freien Wissens werben zu dürfen. Hintergrund ist die gute Zusammenarbeit zwischen den Wikipedianern und der Gemeinde Wennigsen. Zum Beispiel haben wir bei "Wiki loves Monuments" einen gemeinsamen Wettbewerb vor Ort organisiert oder sind nun mit "Wikivoyage" für ein neues Projekt im Gespräch. PS: Natürlich habe ich auch bereits gespendet - ist auch steuerlich absetzbar.
Screenshot der Hauptseite mit dem Spendenbanner

Sonntag, 23. Dezember 2012

St. Christophorus wurde vor 50 Jahren geweiht


Die katholische Kirche in Holtensen, geweiht dem Heiligen Christophorus, hat heute ihr 50. Weihejubiläum gefeiert. Vor einem halben Jahrhundert war die umgebaute ehemalige Scheune im "Bassendorf" bei -23 Grad kurz vor Weihnachten zu einem sakralen Gebäude geweiht worden. Der Bischof kam damals gerade vom II. Vatikanischen Konzil aus Rom zurück, um die Weihe festlich vorzunehmen. Es war mir eine besondere Ehre zu gratulieren, denn immerhin handelt es sich um die Kirche, in der ich vor 33 Jahren getauft wurde. Ich war sogar der erste Täufling, der in dieser Kirche den Namen des Heiligen trug. Sternsingen, Kommunions- und Firmunterricht sind für mich mit diesem Haus verbunden. Bei einem anschließenden Empfang gratulierte ich im Namen der Gemeinde herzlich und überreichte eine kleine Spende für die Kinder- und Jugendarbeit. Die Grußworte waren allerdings gefüllt mit dem Gefühl des Abschieds, da das Gotteshaus in 2014 schließt.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Schulkonzert an der Grundschule Bredenbeck

Welch ein toller Nachmittag in Bredenbeck heute: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bredenbeck und der Kooperationsklassen der Janusz-Korczak-Schule haben eine bemerkenswerte Aufführung dargeboten. Ihr lang geprobtes Schulkonzert war eine Mischung aus Musik und Theaterspiel. Mehr als 500 Zuhörer waren begeistert - allen voran stolze Eltern und Großeltern. Besonders bemerkenswert fand ich, wie souverän die jungen Akteure vor dem großen Publikum spielten und sangen. Selbst als eingeübter Redner hätte ich vor so einem Publikum in der gut gefüllten Sporthalle Lampenfieber. Bei den Kleinen war davon wenig zu spüren. Souverän wurde auf Russisch, Englisch oder Französisch gesungen. Rund 200 Schülerinnen und Schüler machten mit. Zwischen den Liedern sammelte der kleine Mauserich Frederick aus dem Kinderbuch von Leo Lionni nicht wie seine Artgenossen fleißig Samen, Krumen und Ähren für den Winter, sondern Farben, Sonnenstrahlen und Wörter. Laetitia (9) und Majolie (8) aus der Theater-AG spielten abwechselnd den kreativen Nager.  Nachdem Fredericks Fleiß erschöpft war, ging das Sammeln weiter: Dem Förderverein der Grundschule kamen die Erlöse des Nachmittags zugute. Während der Aufführung musste ich schmunzelnd an meine Schulzeit zurückdenken. Ich war auch Schüler an der Grundschule Bredenbeck, eingeschult 1985. Im Rahmen einer Projektwoche ("Ritter") durfte ich - wohl in der 3. Klasse - die männliche Hauptrolle bei König Drosselbart spielen. Ich erinnere mich noch, dass diese Rolle eine echte Amtskette und sogar eine goldene Krone aus Pappe mit sich brachte.

Gehrdener Golfclub schlägt den Ball nach Wennigsen

Vor Weihnachten gibt es Termine, die gute Tradition geworden sind: Ein Besuch bei der Polizeiwache Wennigsen, die letzte Sitzung des Gemeindekommandos der Feuerwehr oder das Gespräch zum Jahresende mit der örtlichen Presse. Dabei wird das Jahr reflektiert, Statistiken besprochen und der Ausblick aufs Kommende gewagt. Ungewöhnlich hingegen war ein Termin heute Abend Punkt 18 Uhr im Rathaus. Bevor es zu den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr ging, besuchte mich der Vorstand des Golf-Clubs Gehrden. Arrangiert hatte das Gespräch Martina Schmidt. Die ehemalige Vorsitzende unserer wirtschaftlichen Interessengemeinschaft WIG hat den Golfsport für sich entdeckt und ist Mitglied des Clubs. Dieser bemüht sich um die Errichtung eines Platzes im Calenberger Land, gelegen irgendwo in der Feldmark rund um den Gehrdener Berg. Die drei Vorstandsmitglieder aus der Nachbarstadt wollten vorfühlen, ob es auch bei uns an der Grenze zu Gehrden mögliche Flächen gäbe. 30 bis 70 Hektar umfasst solch ein Platz. Da die Flächen in Wennigsen hochwertiges und damit hochpreisiges Ackerland sind, vergleichsweise klein parzelliert und in vieler Hände Besitz, handelt es sich um ein ambitioniertes Vorhaben. Wir besprachen die Grundzüge und ich sagte zu, die politischen Gremien umgehend zu informieren und in eine offene Diskussion einzutreten. | Foto: 1. Gehrdener Golfclub |

Dienstag, 18. Dezember 2012

Lange Schlangen an den Wahlurnen

Solche Warteschlangen wären auch bei anderen Urnengängen klasse! Die Schüler der Sophie Scholl Gesamtschule zeigen wie Demokratie funktioniert. Ich komme gerade von dort. Heute läuft die Abstimmung zum Schülerhaushalt. Original Wahlurnen aus dem Rathaus stehen bereit, dass rund 1000 Schülerinnen und Schüler ihr Votum abgeben können. Rund 30 Vorschläge stehen zur Abstimmung. Da es sich um ein Modellprojekt handelt, ist auch das Medieninteresse groß. Neben den örtlichen Medien war auch Deutschlandradio vor ort, NDR online und Sat1-Regional. Heute Nachmittag soll ausgezählt sein, dann werden die Vorschläge im Rathaus auf ihre Finanzierung und Umsetzung geprüft.

Montag, 17. Dezember 2012

Der Wahl-O-Mat steht parat

Die Vorbereitungen zur Landtagswahl am 20. Januar laufen auch in Wennigsen auf Hochtouren. Die Parteien bauen an den Wochenenden bereits regelmäßig ihre Stände vor den Supermärkten auf, auch plakatierte Wahlwerbung wird verstärkt im Ortsbild sichtbar und Flyer erreichen die Briefkästen. Im Rathaus wird ab 2. Januar die Briefwahlstelle geöffnet. Für all jene, die inhaltlich noch nicht wissen, welche Partei ihr Kreuzchen erhält, hat die Bundeszentrale für Politische Bildung heute ihren "Wahl-O-Mat" freigeschaltet. Bis zu acht Parteien lassen sich vergleichen. Die Fragen reichen von Schul- und Integrationsthemen, Gorleben und Y-Trasse bis hin zu Besteuerung von Schusswaffen. Ich habe den Check heute gemacht - keine fünf Minuten hat er gedauert und ermöglicht ein breitgefächertes Meinungsbild. Hier geht's zum Parteien-Check: Link.    | Bild: bpb |

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Bischof Trelle zu Besuch in der Kirchengemeinde

Interkommunale Zusammenarbeit einmal anders: Gehrdens Bürgermeister Hermann Heldermann und ich haben heute im Gehrdener Rathaus Bischof Norbert Trelle begrüßt. Der geistliche und administrative Leiter der Diözese Hildesheim war heute auf Visitation im Calenberger Land. Die Nachbarkommune und uns verbindet die zusammengehörende katholische Kirchengemeinde. In Wennigsen gehören dazu St. Hubertus sowie St. Christophorus in Holtensen. Der Bischof sprach offen und offensiv verurteilenswerte Themen wie Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche an. Zudem diskutierten wir alternative Bestattungsformen wie den Bredenbecker Ruheforst, da Gehrden eine ähnliche Einrichtung plant. Der Bischof sieht die Anonymisierung der Trauerformen kritisch. Zudem ging er auf die Bemühungen der Kirche ein, Kommunen beim Ausbau von Krippenplätzen zu helfen, zum Beispiel in dem in zentraler Lage ehemalige Pfarrhäuser umgewidmet werden. Weitere Themen waren der Sonntag, der Religionsunterricht in Schulen und die Zusammenlegung von Kirchengemeinde in der Diözese. Nach dem Gespräch fuhr er weiter nach Wennigsen, wo er ein Gespräch mit den örtlichen Vertretern der katholischen Kirche führt. Für mich ging es ins Rathaus, wo gleich die Ratssitzung beginnt. Das nächste Mal wird der Bischof dann im Wennigser Gemeindezentrum empfangen.

Montag, 10. Dezember 2012

Nachlese zum Nachhaltigkeitspreis

Gemeinde Wennigsen (Deister) - Nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie Governance und Verwaltung. Auch wenn es nicht ganz zur gravierten Kugen gereicht hat - für unsere Gemeinde ist die Nominierung eine tolle Anerkennung (Link). Zahlreiche Ehrenamtliche legen sich seit Jahren ins Zeug dafür, dass Wennigsen lebenswert ist und bleibt. Das hohe Maß an Bürgerbeteiligung und innovative Partizipationsprojekte trotz schlechter Haushaltslage - das hat die Jury überzeugt, Wennigsen in den Kreis der Finalisten vorzulassen. Am zurückliegenden Donnerstag ging's nach Düsseldorf zur Preisverleihung. Mit dabei in der Wennigser Delegation (Foto oben): Die vier Vorsitzenden der Ratsparteien, der Klimaschutzbeauftragte, der Jugendbürgermeister sowie für den Schülerhaushalt Alexander Koop von der Bertelsmann-Stiftung und Karin Meyer für das Beteiligungsprojekt Hohes Feld. Vor der Preisverleihung nahmen wir am Kongress zur Nachhaltigkeit teil. Redner aus Politik, Universtitäten und weitere Experten diskutierten, stellten Projekte vor und gaben uns einige Anregungen mit auf den Weg. Foto unten: Der ehemalige Bauminister, UNEP-Chef und Jury-Mitglied Klaus Töpfer und ich.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Schülerhaushalt an der KGS Wennigsen gestartet

"Deine Schule - Deine Entscheidung", lautet das Motto des Schülerhaushaltes Wennigsen. Das gemeinsame Projekt von Gemeinde, Sophie Scholl Gesamtschule und der Bertelsmann-Stiftung ist heute vormittag gestartet. Alle fünf Jahrgänge haben sich über das Projekt informiert. Ich hatte mir den ganzen Vormittag lang Zeit genommen, die Schülerinnen und Schüler zu begrüßen und den Mitmach-Haushalt vorzustellen. Gemeinsam mit der Schulleitung Frau Harnitz, Vertreterinnen und Vertretern der Schülermitverwaltung (SV), dem betreuuenden Lehrer Herrn Rausch und Herrn Mainka aus dem Rathaus haben wir mehrere hundert Schüler für diese in Niedersachsen einmalige Form der Mitbestimmung begeistert. Bereits in zwei Wochen sollen die Ergebnisse stehen. Weitere Infos gibt es auf der Projektseite (www.schuelerhaushalt.de), auf der Seite der Bertelsmann-Stifung (Link) oder die mittlerweile auch überregionale Berichterstattung, zum Beispiel bei der Zeitung "Die Welt" online (Link). 

Montag, 3. Dezember 2012

Spielgeräte am Vogelkamp eingetroffen

Vor einem Jahr startete das Bürgerbeteiligungsprojekt Hohes Feld. Heute haben wir die ersten Spielgeräte auf dem Spielplatz Vogelkamp vorgestellt. Hunderte Stunden hat der Bauhof in die Überarbeitung des Platzes bereits investiert. Gemeinsam mit Koordinatorin Karin Meyer sowie Herrn Schwarm und Herrn Peltre von der Arbeitsgruppe Spielplätze wurde die Kletterkombination, die Drehwippe und das runderneuerte Karussell präsentiert. Noch ist der Spielplatz Baustelle, doch wenn der Winter vorbei ist, können sich dort Jung und Alt erfreuen. Der Boule-Bahn ist bereits angelegt, der Ständer für den Basketballkorb steht ebenfalls. Nun muss noch Rasen eingesäht werden und die Fläche endhergestellt. Auch ein Mehrgenerationen-Fitnessgerät wird aufgestellt. Im kommenden Jahr geht es weiter mit den drei anderen Spielplätzen im Hohen Feld. Bereits geschafft wurde die Herstellung der Barrierefreiheit an den Verbindungswegen und weitere kleinere Maßnahmen. Im Frühjahr werden dann auch die Beschlüsse des Umweltausschusses zur Fällung einiger Bäume umgesetzt.

Donnerstag, 29. November 2012

Schülerhaushalt Wennigsen startet

Unter dem Stichwort "Premiere in Niedersachsen" hat die Bertelsmann-Stiftung heute eine Pressemitteilung zum Projektstart des Schülerhaushaltes an der Sophie Scholl Gesamtschule herausgegeben.

  Gütersloh/Wennigsen, 29. November 2012. Am kommenden Dienstag (4. Dezember) fällt an der Sophie Scholl Gesamtschule in Wennigsen am Deister der Startschuss für Niedersachsens ersten Schülerhaushalt. Als erste niedersächsische Gemeinde legt Wennigsen einen Teil seines Schulbudgets in die Hände der Schüler. Noch in diesem Schuljahr stimmen die rund 1.000 Schüler der örtlichen Gesamtschule über die Verwendung von mehr als 7.000 Euro ab. Wie das Modellprojekt genau funktioniert, erfahren die Schüler bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag.
   Bis zur Abstimmung am 18. Dezember sind alle Schüler gefragt, Vorschläge zur Verbesserung ihrer Schule zu machen. Jeder darf eigene Vorschläge einreichen, von der fünften Klasse bis zur Jahrgangsstufe Zwölf. Das kann die Neugestaltung des Pausenhofs sein, aber auch die Einrichtung eines Computerraums. Insgesamt stehen dafür 7.000 Euro zur Verfügung. Was am Ende umgesetzt wird, bestimmen die Schüler selbst – indem sie am 18. Dezember bis zu drei Favoriten ankreuzen und die Abstimmungszettel in die Wahlurne werfen. Die fünf Vorschläge mit den meisten Stimmen arbeiten die Schüler nach dem Jahreswechsel gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung aus und begleiten die Umsetzung.
   Der Rat der 15.000-Einwohner-Gemeinde in der Nähe von Hannover hat Anfang November einstimmig beschlossen, den Schülerhaushalt umzusetzen. Das Konzept dafür hat die Bertelsmann Stiftung entworfen. Die Bertelsmann Stiftung möchte Schülern mit dem Konzept der Schülerhaushalte mehr Teilhabe ermöglichen. „Wir möchten alle Schüler ermutigen, sich aktiv an der Gestaltung ihres Umfeldes zu beteiligen. Auch die, die sich noch nicht als Klassen- oder Schulsprecher engagieren“, sagt Alexander Koop von der Bertelsmann Stiftung. Demokratie erleben und einüben, für Interessen eintreten und Verantwortung übernehmen – das sind laut Koop die Lernziele des Schülerhaushalts.
   Wennigsen ist die zweite deutsche Stadt, die einen Schülerhaushalt einführt. Im Oktober startete die bundesweite Premiere mit vier weiterführenden Schulen im ostwestfälischen Rietberg. Die ursprüngliche Idee stammt aus der Stadt Recife in Brasilien, wo der Schülerhaushalt entwickelt und 2010 bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde.

Montag, 26. November 2012

Klosterkammer ermöglicht auch Eigentumsflächen auf dem Klostergrund

Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover, und ich haben heute das künftige Baugebiet Klostergrund besucht. Auf der Fläche sollen im kommenden Jahr die Erschließungsarbeiten für Wohnbebauung beginnen. Zuvor gab er im Rathaus die künftige Linie der Kammer in Bezug auf das umstrittene Thema Erbpacht bekannt. Im Dezember 2011 hatte er im Gemeinderat erstmals öffentlich in Wennigsen gesprochen und eine Prüfung zugesagt, wie mit der Erbpachtproblematik umgegangen werden kann. Fast genau ein Jahr später legte er Ergebnisse vor. Eines der wichtigsten: Im Falle neuer Vorhaben wie dem Klostergrund kann die Kammer künftig Eigentumsflächen ausweisen. Nach dieser Grundsatzentscheidung können nun die Detailgespräche zwischen Rathaus, Klosterkammer und Erschließungsträger NLG erfolgen. Einige Hürden sind zur Umsetzung noch zu überwinden. Dazu gehören Fragen wie der Zwischenerwerb durch die Kommune und die Festlegung der Quartiere, die im Eigentum zu erwerben sein werden und für welche Nutzergruppen (z.B. junge Familien).

Lavera Naturkosmetik feiert 25 Jahre

Wennigsens größtes Unternehmen feierte Geburtstag! Seit einem Vierteljahrhundert produziert Lavera erfolgreich Naturkosmetik. Das Unternehmen wurde in Laatzen von Thomas Haase gegründet, 1997 kam es nach Wennigsen. Geschäftsführerin Klara Ahlers und Inhaber Thomas Haase begrüßten den ehemaligen Wirtschaftsförderer Werner Brandt und mich Ende vergangener Woche auf der Jubiläumsfeier im Gasthaus Wienecke XI in Hannover. Auch wenn eine große neue Logistik an der Autobahn in Bantorf geplant ist, versicherten die beiden, dass Wennigsen als Stammsitz noch Jahre erhalten bleiben soll. Uns Wennigser freut es sehr, dieses innovative und renommierte Unternehmen hier am Standort zu haben. Überraschend war zu vernehmen, dass auch der Standort in Ronnenberg eine Zukunft haben kann, der aufgrund der Platzknappheit in Wennigsen entstanden war. Das Unternehmen wächst und gedeiht also weiterhin deutlich. Eingeladen waren neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Vertreter aller drei Kommunen sowie Regionspräsident Hauke Jagau. Im Rahmen der Feier wurde von der Geschäftsleitung auch das neue Unternehmensleitbild vorgestellt.

Donnerstag, 22. November 2012

Schirmherrschaft der Lesementoren

46 ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren sind in unserer Gemeinde engagiert, Schulkindern das Lesen näher zu bringen. Auf ehrenamtlicher Basis betreuuen sie mehr als 60 Kinder an den drei Wennigser Schulen und stehen ihnen hilfreich bei Hausaufgaben und Leseübungen zur Seite. Im Rathaus hat heute auf Initiative des örtlichen Koordinators, Herrn Dunse, eine gut besuchte Dankesfeier stattgefunden. Rund 50 Gäste waren gekommen. Unter ihnen auch Herr Stender, der den Verein "Mentor Leselernhelfer e.V." im Jahr 2003 gegründet hat und die Initative ins Leben rief. Der ehemalige Buchhändler ging in seinem Grußwort auf den Stellenwert des Lesens für unsere Gesellschaft ein. Besondere Ehre: Seit heute bin ich Schirmherr der Wennigser Initiative.

Dienstag, 20. November 2012

Anbau der Sophie Scholl Gesamtschule feierlich eröffnet

Schulleiterin Anette Harnitz hat gestern zum ersten Mal "ihre" neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Als Vertreter des Schulträgers und damit "Bauherr" der Fachräume freute mich sehr, dass sie nun aktiv genutzer Teil des Unterrichts sind. 900.000 Euro haben diese gekostet - und so manchen Herzstillstand bei mir. Zunächst fand sich unerwartet Bauschutt an einer Stelle, wo das Fundament gelegt werden sollte. Einen Freitag Abend verbrachten Hausmeister und Mitarbeiter sowie auch ich, einen Wassereinbruch zu bekämpfen. Und aller guten Dinge drei - ich wollte gerade zur Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges nach Argestorf - brannte es nach Bauarbeiten im Gebäude und das Löschfahrzeug war schneller im Einsatz als übergeben. Der Anbau beherbergt im unteren Teil Werkräume und im oberen Bereiche für darstellendes Spiel und Musik. Er grenzt an die Turnhalle, so dass Toiletten und andere Funktionsbereiche kostenoptimiert gemeinsam genutzt werden können.

Sonntag, 11. November 2012

Buntes Marktgeschehn im Bürgersaal

Zweimal in dieser Woche ging es im Bürgersaal unseres Rathauses um's Geld. Am Donnerstag habe ich den Gemeindehaushalt 2013 eingebracht. Darin enthalten die Investitionen für das kommende Jahr sowie harte Themen wie der Vorschlag zu Steuererhöhungen. Heute drehte es sich um kleinere Summen, aber in lebhafterer Atmosphäre als zu abendlicher Sitzungsstunde. Beim Basar unseres Kindergartens Vogelnest tauschten und verkauften Jung und Alt. Hörspielkassetten oder Winteranoraks wechselten die Besitzer. Ich hatte heute Besuch aus Kanada, ich zeigte ihm Wennigsens Sehenswürdigkeiten und natürlich auch das bunte Markttreiben im Bürgersaal. | Foto: Marko Moudrak |

Samstag, 10. November 2012

Puppe und Ortsbrandmeister gerettet

Feuerwehrübung in der Hauptstraße. Sowohl eine Puppe als auch der Wennigser Ortsbrandmeister Jörg Wieners höchstselbst liessen sich von den Kameraden im dichten Rauch aufspüren. Derzeit wird dort die ehemalige Arztpraxis in das neue Reisebüro Cruising umgebaut. Besitzer Henrik Heüveldop hatte die Feuerwehr eingeladen, den Ernstfall zu proben. 14 Feuerwehrleute waren nach kurzer Anrückzeit aus dem Gerätehaus an der Sorsumer Straße am Brandherd. Ich habe mit vor Ort ein Bild von der Schnelligkeit und Stärke der Ehrenamtlichen gemacht. "Zufällig" musste ich bei Edeka noch etwas Lebensmittel einkaufen als die Sirenen gingen. Ich hatte etwa 50 Meter entfernt geparkt und verstaute gerade die Milch, als die ersten Atemschutzgeräteträger sich schon ins Haus vortasten. Da mit dem Neubau des Einkaufsmarktes die Hauptstrasse ja auch ein neues Verkehrskonzept bekommen soll, war für mich von großem Interesse zu sehen, wie unsere häufig verstopfte Verkehrsader auf einen Einsatzfall reagiert. Ich freue mich auf die Auswertung des Ortsbrandmeisters in der kommenden Woche. Als ich ging, zeigte er sich aber bereits zufrieden mit dem Ablauf des Einsatzes. 

Freitag, 9. November 2012

Die erste Frage der Piraten

Arbeitsame Atmosphäre zur Parteigründung im Calenberger Hof
"Karton oder Zylinder?", so lautete die erste Frage, die die Piratenpartei nach ihrer Gründung zu beantworten hatte. Acht Wennigser Piraten und ein gutes Dutzend Gäste waren heute in den Calenberger Hof gekommen, um für einen Ortsverband in der Gemeinde die Segel zu setzen. Zunächst wurde gemäß Tagesordnungspunkt 11, "Willen zur Gründung des Ortsverbandes beschließen", der lokale Verband gegründet und anschließend seine Satzung beschlossen. Sodann standen die Wahlen an. Und aus welcher Urne der erste Vorsitzende gezogen wurde, musste natürlich demokratisch beschlossen werden. Die Wahl fiel zunächst auf einen schwarzen Zylinder und anschließend auf Uwe Kopec. Alle Stimmzettel in dem Hut trugen ein Kreuz bei "Ja" und so schickten die politischen Freibeuter ihren Vorsitzen einstimmig hinaus auf die Wogen der Politik. Zweiter Vorsitzender wurde Rainer Stieg, mit im engeren Vorstand Marcus Jahner als Schatzmeister.

Donnerstag, 8. November 2012

Sanierung des Betriebsgrabens hat begonnen

Heute hat die Sanierung des Bachlaufes "Am Wehr" in Wennigsen begonnen. Damit wird der vorletzte Abschnitt des denkmalgeschützten Grabens erneuert, der einst die Wennigser Wassermühlen und Teiche speiste. Anlieger hatten die Maßnahme seit Jahren gefordert und Unterschriften gesammelt. Dass grundsätzlich Handlungsbedarf bestand, war auch im Rathaus nie angezweifelt worden. Wir hatten allerdings zunächst Möglichkeiten der Fördermitteleinwerbung geprüft, um uns keine finanziell erfolgreiche Kooperation entgehen zu lassen. Dies war über die Gartenregion bei anderen Teilen der Wege- und Bachsanierung gelungen. In diesem Fall klappte es leider nicht. Stattdessen erarbeiteten wir eine langfristige Konzeption, die sich positiv auf das Ortsbild und die Pflegekosten gleichermaßen auswirken soll. Das vergammelte Holz wird von Gabionen und Wasserbausteinen ersetzt. Der Ortsrat Wennigsen hatte dem Plan im September mit Lob zugestimmt. Eine Fachfirma aus Springe ist nun am Werk, ich habe mir die Baustelle heute Nachmittag angeschaut. Dann fehlt nur noch die Erneuerung des letzten Abschnittes zwischen Hauptstrasse und Heimatmuseum, so dass einer der attraktivsten innerörtlichen Wanderwege wieder für viele Jahre baulich runderneuert ist. Übrigens hat sich der Mühlbach als attraktiv für Geocacher erwiesen - eine ganz neue Art der Naherholung. Infos zu dieser Art der digitalen Schatzsuche in Wennigsen gibt's hier: Link.

Samstag, 3. November 2012

Eine alte Akte zum TSV-Geburtstag...

Wennigsens größter Verein hat heute sein 120-jähriges Bestehen gefeiert. Bei einer Feier in der Pinkenburg ließ der mehr als 1.300 Mitglieder starke Turn- und Sportverein seine Geschichte Revue passieren. Ich überreichte nicht nur einen kleinen finanziellen Gruß der Gemeinde, sondern auch eine historische Akte. Darin finden sich die Dokumente, die die Gemeinde Wennigsen (Deister) und bereits zuvor die Vorläufergemeinde Wennigsen seit 1920 zu dem Verein gesammelt hatte. Los geht es mit dem Pachtvertrag der Klosterkammer Hannover über das Grundstück, auf dem der heutige Waldsportplatz steht. Damals mussten erst einmal die Bäume gefällt werden, um überhaupt eine Sportstätte errichten zu können. Bei den Dokumenten handelt es sich um eine Leihgabe, die Hilfestellung zur Erstellung der Chronik geben soll. Diese soll zum 125-jährigen Bestehen 2017 erscheinen.

Hochschul-Umfrage: Danke für's Mitmachen!

Diese Webseite hatte die Ehre, Teil einer akademischen Untersuchung zu sein. Herzlichen Dank an alle, die an der online-Umfrage zum Thema Bürgermeisterblogs mitgemacht haben. Im Rahmen einer Masterarbeit untersuchte Simone Brand den Einfluss der Medien auf die Kommunalpolitik. Am Telefon gab mir die Forscherin ein erstes Feedback. 42 Personen haben mitgemacht. Rund die Hälfte schaut mindestens einmal pro Woche auf die Seite, fast 80 Prozent bleiben bei dem Besuch aber unter fünf Minuten. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer sind zwischen 21 und 50 Jahren. Fast alle sehen das Blog als positives Informationsangebot. Mehr als zwei Drittel der Leser waren männlich - daher ist meine Frage, wie die Seite auch für Nutzerinnen attraktiver gestaltet werden kann. (Bitte nutzt die Kommentarfunktion, auch gern für weitere Anregungen.)

Freitag, 2. November 2012

Es kann wieder gekrökelt werden

Es kann wieder gekrökelt werden - und noch vieles mehr. Denn die frisch renovierten Räume der Jugendpflege an der Argestorfer Straße sind heute mit einer kleinen Feier der Öffentlichkeit übergeben worden. Damit enden zwei trostlose Jahre, in denen der Hausschwamm aus dem denkmalgeschützten Gebäude entfernt werden musste. Insgesamt 65.000 Euro hat die Gemeinde investiert, dass das Team der Jugendpflege nun wieder in guten Räumlichkeiten für die Kinder und Jugendlichen da sein kann. Zugleich diente die Feier als Dankeschön für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Ferienpasses. Rund 80 Gäste aus Vereinen, Institutionen, Rat und Verwaltung waren gekommen. Dieser Ferienpass war auch echt spitze: Im Sommer gab es 600 Anmeldungen für 75 Tagesaktionen in den sechs Wochen im Juli und August. (Meine Aktion ist ja immer das Frühstück beim Bürgermeister. Dazu lade ich die jungen Gäste ins Rathaus ein, um zu erfahren, was bei den Kindern und Jugendlichen gerade so "in" ist. Anschließend gibt es eine Rathausführung inclusive Problesitzen im Chefsessel.) Der Herbst-Ferienpass läuft noch. Morgen steht als letzte Aktion der Besuch des Fussballspiels von Hannover 96 auf dem Programm. Übrigens hat die Gegenseite bestehend aus unserer Fachbereichsleiterin für Soziales, Barbara Zunker, und Jugendpfleger Mounir Abou Zaki das Testspiel auf dem Foto gewonnen. Aber nur ganz knapp. | Foto: H. Rabenhorst |

Verkehrsberuhigung in der Schulstrasse

Ein weiterer Schritt für mehr Verkehrssicherheit und Fahrradfreundlichkeit in Bredenbeck ist geschafft. Die Schulstraße in Bredenbeck ist nun ein verkehrsberuhigter Bereich. Bevor am Montag die Schule wieder losgeht, mache ich mich gleich auf den Weg zu einem Pressetermin, bei dem Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Warnecke und ich die Änderungen der Öffentlichkeit vorstellen. Ebenfalls mit dabei sein wird Ingo Laskowski vom Radfahrclub ADFC, auf dessen Anregung die Verkehrsberuhigung vorgenommen wird. Im vergangenen Jahr hatte der Ortsrat Bredenbeck und der Wennigser Bauausschuss der Umwandlung zugestimmt. Genehmigen musste die Änderung die Region Hannover als Straßenverkehrsbehörde. Ärgerlich ist, dass unsere Anträge dort nur schleppend bearbeitet werden. In diesem Fall sind 17 Monate vom Antrag bis zur Anordnung vergangen! Nun liegen alle Dokumente vor und die Schilder stehen. Der Schulweg kann damit ab Montag noch sicherer werden - vorausgesetzt, alle halten sich an die neuen Regeln. Eine Erfahrung machen wir leider immer wieder: Insbesondere vor Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie Kindergärten, Schulen, Sporthallen sind es ausgerechnet die Eltern, die nach dem Aussteigen der Kinder gern auf die Tube drücken.

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Donnerstag, 1. November 2012

Am Kindergarten geht's voran

Ortstermin in Degersen. Gestern Abend haben wir uns in der Straße "Am Kindergarten" getroffen. Rund 30 Gäste aus Elternschaft, Rat, Ortsrat und Kindergarten waren dabei, um Wünsche für den Endausbau der Straße zu äußern. Details der Planung hatten im Bauausschuss für Unmut gesorgt, da die geschlossene Parkplatzreihe vor dem Kindergarten für die jungen Fußgänger hinderlich sein könnte. Der von der Gemeinde beauftragte Fachplaner hatte bereits eine Alternative auf dem Papier. Die Sicherheit der Kinder und die Verkehrsberuhigung ist darin noch stärker berücksichtigt. Nach gut einer Stunde herrschte Einigkeit, dass die geänderte Planung in der kommenden Woche zur Ratssitzung vorgelegt werden soll. Im Anschluss an den Ortstermin nutzen einige Anwesende die Nähe der Gaststätte "Am Denkmal", um nach erfolgter Kommunalpolitik auch den Erfolg von 96 im DFB-Pokal zu schauen.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Geschoss in der Hecke


Eine Bombe lag hinter einem Gartenzaun in Degersen. Vor Jahren oder gar Jahrzehnten hatte sie dort wohl jemand abgelegt, um sich ihr zu entledigen. Ich war gerade zu Fuß auf dem Heimweg und traf die Gärtnerin mit ihrem Sohn. Beim Heckeschneiden haben die beiden das Geschoss entdeckt und warteten bereits auf den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Der aus Hannover nach kurzer Zeit eingetroffene Fachmann untersuchte das Geschoss und stellte fest, dass es sich um ein kinetisches Projektil handelte. Das heißt, es war keine mit Sprengstoff gefüllte Munition, sondern massives Metall. Solche Wuchtgeschosse wurden aus Panzern abgefeuert, um Wände und Panzerungen zu durchbrechen. Lediglich Leuchtmittel waren darin enthalten, um die Flugbahn zu verfolgen. Er erläuterte, dass überall in deutschen Gärten, Wäldern und Äckern noch mit Munition zu rechnen sei. Schwerwiegende Zwischenfälle mit Zivilisten habe es in den zurückliegenden Jahrzehnten zum Glück nicht gegeben.In unserer Gegend müsse auch niemand Angst haben, da es sich bei solchen Funden um Einzelfälle handele. Dennoch sei stets Vorsicht geboten. Sein Ratschlag: Umgehend die Polizei verständigen. Ihr Beseitigungsdienst kümmert sich um alles weitere. Kosten entstehen dem Benachrichtigenden keine. Und so war die Angelegenheit auch rasch beendet, indem er das 12 Kilogramm schwere Geschoss mitnahm.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Städtetag: Erste Jahrestagung der Bürgermeister in Lingen

Premiere an der Ems: Der Niedersächsische Städtetag hat erstmals eine Jahrestagung für die ihm angehörigen Bürgermeister durchgeführt. Montag früh ging es in die emsländische Stadt Lingen und heute nachmittag wieder zurück. (Wennigsen ist Mitglied in diesem kommunalen Spitzenverband; meine Stellvertreterin Frau Kügler sitzt sogar als Stv. Mitglied im Präsidium; als zweiten Verband gibt es noch den Städte- und Gemeindebund. Dort ist z.B. unsere Nachbarstadt Gehrden Mitglied.) Das Programm, das Hauptgeschäftsführer Heiger Scholz und sein Team auf die Beine gestellt hatten, war hochkarätig. Innenminister Uwe Schünemann sprach in kleinem Kreis über das weitere Vorgehen des Landes bei Kommunalfusionen. Er machte deutlich, dass es Zwangsfusionen nicht geben wird. CIMA-Chef Arno Brand referierte über den demographischen Wandel und ein Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit besonderen Führungsherausforderungen, denen sich Bürgermeister zu stellen haben. In kaum einem Bereich ist die Zahl der "Stakeholder" so groß wie in der politischen Führung der öffentlichen Verwaltung. Die Leiterin der Staatskanzlei, Christine Hawighorst, war ebenfalls anwesend und erläuterte u.a. die Bestrebungen des Landes zur kommenden EU-Förderperiode. Am zweiten Tag referierte Franz-Reinhard Habbel, der Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin über die Kommunen in den sozialen Netzwerken und weitere Herausforderungen, die durch das Internet auf uns zukommen. Da er zurück in die Hauptstadt musste und ich nach Hannover, nutzten wir auf der Rückfahrt noch die Gelegenheit zu einem Kaffee im Zug. Da wir beide in dem Bereich Internet aktiv sind, freue ich mich immer über einen Meinungsaustausch. Ich berichtete ihm nicht ohne Stolz, dass Wennigsen in der Kategorie "Governance und Verwaltung" für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Ein neues Auto für die Holtenser Feuerwehr

Gestern war der große Tag für die Holtenser Feuerwehr. Das neue Staffellöschfahrzeug wurde in den Dienst gestellt. Es war eine gelungene Veranstaltung mit rund 100 Gästen. Da die Aktiven der Wehr in Eigenleistung mit fast 2000 Stunden an der Halle gearbeitet hatten, haben sie gestern so richtig gefeiert. Ich übergab den Schlüssel an Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Mensing und anschließend gab ihn dieser an den Ortsbrandmeister Andre Grüger. Möge das 135.000 Euro teure Fahrzeug viele Jahre gute Dienste leisten. Weitere Infos hier: CON.

Samstag, 13. Oktober 2012

Hurra! Der Schuppen, der ist wieder da.

Zärtlicher kann man ein Handelsgeschäft wohl nicht bezeichnen: "Der Schuppen", haben die Wennigser seit Jahr und Tag zum Raiffeisen-Markt an der Bahnschranke gesagt. Dort gab es vieles, was das grüne Herz begehrte. Tiernahrung und Düngemittel, Gartenzubehör sowie Eisenwaren, Handschuhe, Latzhosen und Gummistiefel. Vor gut einem halben Jahr wurde er von der Geschäftsführung geschlossen. Ab heute hat Wennigsen wieder einen solchen Markt. Und ebenso "retro" wie liebevoll heisst er "Wennigser Schuppen". Isabelle Hiller hat ihn in der Werner-von-Siemens-Straße eröffnet (das ist die erste Straße vor der Wennigser Tankstelle). Sie wagt damit nach 15 Jahren Erfahrung als angestellte Marktleiterin den Sprung in die Selbständigkeit. Ihr Sortiment ist ebenso vielfältig wie es das von Raiffeisen auch war. Ich habe heute mittag vor Ort gratuliert und drücke die Daumen, dass es an dem neuen Standort gut klappt!

Freitag, 12. Oktober 2012

Durch Wennigsen gewalzt

Heute hatte ich überraschend Besuch von zwei jungen Herren auf der Walz. Peter Hertzter (links im Bild) und Sven Hilleke der "Rechtschaffenden Fremden" klopften am Vormittag an die Rathaustür. Die wandernden Gesellen haben bereits ihre mehrjährige Walz hinter sich. Und diese ging nicht nur durch Deutschland. Südafrika, England, Irland und zahlreiche weitere Länder wurden bereits besucht. Meist per Anhalter aber auch international über den Seeweg ging es von Station zu Station. Nachdem sie ihren Spruch aufsagten, mit dem Wanderstock ein paar Mal aufklopften erhielten sie einen kleinen Obolus und einen Stempel in ihr Büchlein. Nach einer Tasse Kaffee und einigen Erzählungen über ihre Walz zogen sie weiter. Heute Nachmittag soll es nach Soltau gehen. Als Werkzeug mit dabei ist nur ein Hammer. Drei Jahre lang mussten sie einen Bogen um Zuhause machen. Kontakt zu halten sei erlaubt, erklärten sie mir, sei es per Telefon oder auch per Email. Nicht erlaubt auf der Walz ist aber die Mitnahme eines Handys...

Mittwoch, 10. Oktober 2012

"Calenberger Blick" in Aussicht

Auch wenn das Foto nur einen kleinen Ausschnitt zeigt - dieser Blick kann sich sehen lassen! Vom Deister zum Gehrdener Berg bis im Osten hinüber nach Hannover. Die Aussicht vom Holtenser Baugebiet Wennigröder Weg ist grandios. Heute mittag habe ich mir die Baustraßen angeschaut sowie die Rohbauarbeiten der ersten Häuslebauer. Der Ortsrat hat am Montag beschlossen, der neuen Straße den Namen "Calenberger Blick" zu geben. Mit einbezogen waren die Neubürgerinnen und Neubürger, die dort künftig wohnen und leben werden. In pragmatischer Weise von Bürgerbeteiligung wurden einige Optionen diskutiert. Auf den zweitem Platz wurde der Name "Am Hasenkamp" gewählt. Dieses wäre die historische Bezeichnung des Flurstücks gewesen. Da Straßenbenennungen für Jahrzehnte, wenn nicht gar für Jahrhunderte bestand haben, eine gute Möglichkeit, die althergebrachten Namen zu sichern. Nun wird im Rathaus geprüft, ob es Bedenken gegen die Benennung gibt. Wenn nicht, dann werden in Kürze die Schilder des "Calenberger Blicks" bestellt.

Montag, 8. Oktober 2012

Auch Grammophone wurden feilgeboten

Der Name Behr in Bredenbeck steht für 120 Jahre Tradition im Sanitärhandwerk. Am Wochenende feierte das Unternehmen für Haustechnik seinen großen Geburtstag. Nach dem Tag der offenen Tür am Sonnabend mit zahlreichen Gratulanten habe ich heute dem alteingesessenen Betrieb einen Besuch abgestattet und dem Inhaber und seiner Frau über das örtliche Handwerk, die Familientradition und Themen rund um die Wennigser Wirtschaft und Ortschaft Bredenbeck geplaudert. Es begann mit einem Blick in die Unternehmensgeschichte. Eine alte Rechnung gab Preis, dass sogar einmal Motorräder, Öfen und Grammophone verkauft wurden. Heute arbeiten fünf Mitarbeiter sowie der Chef und seine Frau an anderen Baustellen, zum Beispiel an Beratungen rund um die Themen Heizen mit regenerativen Energien und Energiesparen.

Sonntag, 30. September 2012

Hallo zur den neuen Wochenblättern

Am 1. Oktober erscheint das neue "Hallo Sonntag". Am Mittwoch folgt "Hallo Mittwoch". Zur Herausgabe der ersten Ausgabe der neuen Wochenzeitungen habe ich ein Grußwort beigesteuert:

Die Geschichten, die das Leben vor der eigenen Haustür schreibt, sind besonders spannend. Sie erregen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern in einem hohen Maße auch persönliche Betroffenheit. Gerade das Lokale in den Nachrichten wird von den Leserinnen und Lesern intensiv wahrgenommen. Als Bürgermeister freut es mich daher sehr, dass die Calenberger Medienlandschaft eine Bereicherung erhält. Im Namen der Gemeinde Wennigsen (Deister) möchte ich zum Erscheinen von „hallo Mittwoch“ und „hallo Sonntag“ herzlich zu gratulieren. Der Deister-Medien GmbH & Co KG wünsche ich mit dem neuen Angebot viel Erfolg.
Was im Ort passiert, in  den Schulen, im Verein oder Verband,politisch und sozial, in der Gemeinde oder den Kirchen, auf Festen sowie Sportstätten, kulturell oder karitativ: Ihr neues Printmedium führt die Vielfalt des örtlichen Lebens zusammen. Die Bürgerschaft kann sich darüber freuen, dass ihr Engagement über ein weiteres Medium Öffentlichkeit erfährt. Die politische Landschaft wird durch Information bereichert. Auch die örtliche Wirtschaft kann ihre Stärken heimatnah ausspielen - in Wort und Bild, redaktionell oder als Anzeige.
Das gedruckte Medium muss gerade in der Zeit des Internet sich neu erfinden. Ich wünsche Ihne, redaktionell Mut und finanziell eine solide Basis, mögen Kreativität ebenso wie Erfolg ihren Weg in die Haushalte begleiten. Im Namen der Gemeinde Wennigsen sage ich zu „hallo Sonntag“ nun „hallo Mittwoch“ nun herzlich „Hallo“ in unseren acht Ortschaften.

Donnerstag, 27. September 2012

Gruß aus Luckenwalde

Heute erreichte mich per Email ein Gruß aus Luckenwalde. Die Führungsriege der Holtenser Feuerwehr nimmt dort gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Rathaus gerade  das neue Holtenser Löschfahrzeug in Empfang. Zur Linken auf dem Bild freuen sich Ortsbrandmeister Andre Grüger, Peter Brückner von der Gemeinde sowie Tobias Gröger über das "Staffellöschfahrzeug" (StLf). Rechts lächeln Daniel Wiesner, Olaf Fals und der stv. Ortsbrandmeister Manfred Jacob. Morgen wird das Fahrzeug der Marke Rosenbauer dann in Holtensen erwartet. Fast fertig ist die neue Halle am Feuerwehrgerätehaus. Die Kameraden haben tausende Stunden bereits an Eigenleistungen investiert, um den Bau fertig zu bekommen. Das Löschfahrzeug ist für die Belange der Ortswehr konzipiert. So hat es beispielsweise einen Leuchtmast auf dem Wagen, da Holtensen gemeindeweit für die Beleuchtung von Einsatzstellen zuständig ist. Die Kosten des Fahrzeuges liegen bei mehr als 100.000 Euro.

Samstag, 22. September 2012

Bürgermeisterpokal hat neues Zuhause

Meine Amtsvorgängerin Karin Meyer hatte ihn gemeinsam mit dem damaligen Ortsbürger Wolf-Rüdiger Marenbach gestiftet: Den Wennigser Bürgermeisterpokal. Beim Wennigser Schützenverein von 1951 e.V. wird er alljährlich zwischen den Mitgliedern des Rates und den Mitarbeitern des Rathauses "ausgeschossen". Bevor es nach Holtensen zum Weinfest ging, versuchte auch ich mein Glück. In den vergangenen Jahren hatte ich immer recht gut geschossen - aber damals wie heute hatte ich gegenüber treffsicheren Ratsmitgliedern das Nachsehn. Ingo Klockemann (SPD) verzeichnete die höchste Punktzahl und nahm das gute Stück für ein Jahr mit Heim. Unter Klängen der Feuerwehrkapelle wurden zudem die neuen Königinnen und Könige des Vereins, des Bürgerschießens sowie der Wennigser Vereine gekürt.

Dienstag, 18. September 2012

Wennigsen für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Die Gemeinde Wennigsen ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert! 119 Städte und Gemeinden haben bei dem erstmals auch für Kommunen ausgelobten Wettbewerb mitgemacht (siehe Seite des Veranstalters). Wir sind in der Kategorie "Governance & Verwaltung" nominiert. Gemeinsam mit uns auf dem Treppchen der besten Drei: Augsburg und Solingen. Die Verleihung findet am 6. Dezember in Düsseldorf statt. Erst dann wird auch verkündet, welchen Platz wir gemacht haben. Im Frühjahr haben wir Schulen, Einrichtungen und Vereine nach preiswürdigen Projekten befragt und auch einige Aktionen aus Rat und Verwaltung eingereicht. Die Bewerbung umfasste sechs Kategorien, in einer sind wir nun ganz oben mit dabei. Die Begründung, was die Jury besonders beeindruckt hat, folgt in den nächsten Tagen schriftlich.

Bagger räumen im Hohen Feld auf

Nun geht's im Hohen Feld richtig zur Sache. Der Bauhof hat heute mit schwerem Gerät richtig losgelegt, um die Neugestaltung der Spielplätze voranzubringen. Nach einem Ortstermin mit Anliegern Am Wehr habe ich mir heute die Arbeiten angeschaut. Der Bauhof leistet ganze Arbeit: Am Vogelkamp ist der zugeawachsene Bolzplatz entfernt worden, der Untergrund wird bereinigt, neuer Mutterboden aufgefahren, Platten gerückt, Sträucher zurückgeschnitten und vieles mehr.

Montag, 10. September 2012

Fußweg in der Mark erneuert

In der vergangenen Woche ist der Fußweg am Ortseingang Wennigser Mark erneuert worden. Heute Nachmittag habe ich mir die Baustelle angeschaut. Mit der Sanierung haben wir als Gemeinde eine Forderung des Ortsrates umgesetzt, der kürzlich den dringenden Sanierungsbedarf anmahnte. Rund 10.000 Euro sind aus dem Topf Straßenunterhaltung in das Teilstück ab dem Gärtnereiweg geflossen. Derzeit ist das Stück noch nicht freigegeben, daher müssen Fußgänger noch ein paar Tage die gegenüberliegende Seite benutzen.

Mittwoch, 5. September 2012

Einbruch im Rathaus

Einbruch im Rathaus Wennigsen. Heute ist leider KEIN Kundenverkehr möglich. Die Spurensicherung ist gerade vor Ort und wird noch einige Stunden benötigen. Die Täter haben Türen und Schränke mit brachialer Gewalt aufgebrochen und es sieht wüst aus. Da einige Bereiche noch nicht freigegeben sind, habe ich noch nicht alles gesehen. In meinem Büro sieht es grauslich aus.

Mittwoch, 29. August 2012

Frühstück beim Bürgermeister

Heute hatte ich 14 Kinder des Ferienpasses bei mir im Rathaus zu Gast. Frühstück beim Bürgermeister stand auf dem Programm. Im Anschluss an das Frühstück, das wir im Gemeindezentrum mittlerweile zum fünften Mal veranstaltet haben, ging es für die jungen Bürgerinnen und Bürger auf eine Erkundungsreise durch das Haus. Erste Station war mein Büro. Jeder durfte auf dem Chefsessel Platz nehmen und schon einmal testen, ob Bürgermeisterin oder Bürgermeister nicht als Berufswunsch in Frage kommt.

Montag, 27. August 2012

Runder Tisch tagt in Evestorf

Der Runde Tisch Seniorenarbeit hat heute im Dorfgemeinschaftshaus Evestorf getagt. Rund 40 Gäste aus den Wennigser Vereinen und Ortschaften waren gekommen. Damit war der 12. Runde Tisch trotz der Sommerferien hervorragend besucht. Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverband Evestorf lud zu Kaffee und Kuchen. Nach einem Grußwort des Ortsbürgermeisters Ernst Herbst befasste sich die Runde mit dem Seniorentag im September. Auch wurde die Seniorenbroschüre vorgestellt. Anschließend lud Ortschronist Horst Schmiedchen zur Besichtigung des Ursprungs der Ihme ein. Dort liegt seit 2009 der Ihmestein zwischen dem Wennigser Mühlbach und der Bredenbecker Beeke. Nur 200 Meter vom DGH entfernt, beginnt dort der Fluss.

Mit einem Apfelbaum ins Rathaus

Ein Apfelbäumchen haben die Jugendlichen des Projektes "Brasil09" der Waldorfschule Sorsum und ihrer zehn Gäste mir im Rathaus überreicht. Acht Schülerinnen und Schüler sowie zwei Betreuuer sind aus der Kleinstadt Porto im Norden des Landes diese und nächste Woche in Wennigsen zu Gast. Am Freitag vor der S-Bahn-Taufe haben sie mich im Rathaus besucht und sich und ihr Projekt vorgestellt. Sie waren gerade um 5 Uhr morgens aus dem Flieger gestiegen, aber nach ein bisschen Coffeinhaltiger Limonade kam rasch ein interessantes Gespräch in Gang. Sie berichteten von den Verhältnissen in ihrer Heimatstadt Porto und ihrer Begeisterung für das Projekt.
Anschließend habe ich aus Wennigsens Geschichte berichtet, ihnen das Kloster gezeigt und wir sind gemeinsam zur S-Bahn-Taufe gegangen. Dort haben die Jugendlichen brasilianische Tänze aufgeführt. Das deutsch-brasilianische Projekt arbeitet an der Aktion "Fruticultura". In Brasilien soll ein Obstgarten angelegt werden. Hier im Calenberger Land besucht die Gruppe Streuobstwiesen, arbeitet mit dem NABU zusammen und auch ein Besuch bei Regionspräsident Hauke Jagau steht auf dem Programm. 65.000 Euro müssen für das gemeinsame Projekt eingeworben werden. Den ersten Baustein legte eine Zuwendung aus Berlin: 1.500 hat Brasil09 bei einem Wettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen! Ich wünsche unseren Gästen viel Freude und Erfolg hier in Wennigsen und rundherum.

Samstag, 25. August 2012

Heimatmuseum eröffnet Sonderausstellung



Dieses Augustwochenende steht ganz im Zeichen der Bahn! Am Donnerstag wurde die Bahnhofsunterführung in Wennigsen eingeweiht, am Freitag wurde ein S-Bahn-Zug auf den Namen Wennigsen getauft - und morgen wird im Heimatmuseum eine Sonderausstellung zum Jubiläum der Deisterstrecke eröffnet. Hier schon einmal exclusiv vorab, das schriftliche Grußwort, dass die Besucher der Ausstellung erwarten wird! 

"Die Deisterstrecke feiert 140 Jahre, Wennigsen bekommt einen ,eigenen' S-Bahn-Zug und die Unterführung unseres Bahnhofes wird künstlerisch neu gestaltet: An der Sonderausstellung des Heimatmuseums und den besonderen Aktionen zeigt sich, welch herausragende Bedeutung die Bahn für Wennigsen hat.


Die Deisterstrecke ist eine historische Entwicklungsachse für Region, Gemeinde und Ort. Die wirtschaftliche Erschließung unseres Landstriches wäre ohne die Eisenbahn nicht möglich gewesen. Industrie und Infrastruktur sind seit 1872 kontinuierlich gewachsen, Transportmöglichkeiten für Deisterkohle und Holz brachten seit dem vorvergangenen Jahrhundert Wohlstand und Arbeitsplätze. Diese Ausstellung zeichnet mit Liebe zum Detail diesen Fortschritt nach. Den Machern besten Dank.

Heute steht bei der S-Bahn der Pendlerverkehr mit Aspekten des Klimaschutzes, der Schonung von Ressourcen und preisgünstige Mobilität im Vordergrund. Wennigsens Bedeutung für die Naherholung und als begehrter Wohnort hängt maßgeblich mit dem ebenso umweltfreundlichen wie zuverlässigen S-Bahn-Verkehr zusammen. Der Wunsch der Wennigser nach einer „eigenen S-Bahn“ geht mit der Zugtaufe am 24. August 2012 in Erfüllung. Möge dieser Zug die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, der Region Hannover und des ganzen Streckennetzes allzeit sicher und pünktlich befördern. Ebenfalls neu wird dann die Tunnelgestaltung sein. Auch hier zeigt sich der Erfolg gemeinschaftlicher Initiativen. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat beherzt angepackt! Ein Sponsor wurde gefunden, die Jugendpflege und Bauhof unserer Gemeinde ins Boot geholt, die Schulen angesprochen und ein junger Grafikdesigner aus der Graffiti-Szene eingeladen, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Unsere jungen Kreativen haben ihre künstlerische Freiheit genutzt – die Motive unter dem Motto „Wennigsen vernetzt“ finde ich überraschend, erfrischend und ausdrucksstark.
Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten dieser Initiativen. Den Besucherinnen und Besuchern des Heimatmuseums, insbesondere dieser Sonderausstellung, wünsche ich interessante und informative Stunden."

Freitag, 24. August 2012

Wennigsens S-Bahn getauft

Wennigsen hat nun seinen "eigenen" S-Bahn-Zug! Der ganze Bahnsteig 1 war gefüllt mit Gästen als Herr Egerer von der S-Bahn Hannover und ich mit Champagner den Triebwagen taufen. 260.000 Kilometer wird der Zug zurück legen im Jahr. 525.000 Personen fahren in ihm zur Arbeit, zum Shoppen, in den Deister und zu 96-Siegen. 2.000 Ein- und Ausstiege verzeichnet die Bahn an der Station Wennigsen am Tag. Gäste aus Brasilien führten einen Tanz auf zur Einweihung und die Kinder unseres Kinderhortes hatten ein Leoprello gebastelt in Form einer langen S-Bahn. Nachdem wir oben das Wappen getauft hatten, waren die Kleinen dran und tauften noch einmal das S-Bahn-Logo - so dass alle Generationen eine gute, sichere und pünktliche Fahrt in unserem Zug haben werden. Den zahlreichen Beteiligten der Aktionen rund um unsere Eisenbahn - S-Bahn-Taufe, Graffiti-Sprayen und Sonderausstellung im Heimatmuseum - noch mal ein herzliches Dankeschön!
Fotos (2): Hugo | CON

Montag, 20. August 2012

"Wennigsen vernetzt" - Bahnhofstunnel bekommt Motto und Farbe

Am Wochenende ging's in der Wennigser Bahnhofsunterführung zur Sache: Unter fachlicher Anleitung des jungen Grafikdesigners Patrick Walton haben neun Jugendliche begonnen, die Wände des Tunnels mit Graffiti zu besprühen. Die Motive haben die jugendlichen selbst erarbeitet. Das Motto lautet: "Wennigsen vernetzt". Mit einer Lokomotive, Segelboot und Flugzeug wird dabei sowohl auf Verkehrsnetze angespielt als auch auf die vernetzte Welt des Internet. Für das digitale Netz stehen ein verpixelter King Kong als auch eine japanische Rapunzel aus der Welt der Manga-Comics. Und für das heimische Wennigsen werden stilisierte Bäume des Deisters aufgesprayt.
   Bevor jetzt die künstlerische Freiheit voll ausgenutzt werden konnte, war bereits im Vorfeld einiges an Arbeit nötig. Das Projekt wurde schnell zum Gemeinschaftswerk: Die Aktion wurde initiiert und gesponsort vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Wennigsen. Nach vielen Anläufen zur Renovierung des Bahnhofstunnels hat der Verein den Knoten durchschlagen, Entscheidungsträger an einen Tisch geholt und auch finanzielle Wohltäter begeistert. Die Koordination obliegt unserer Jugendpflege. Die Vorarbeiten wie Grundieren und Verfüllen der alten Rinnen haben Deutsche Bahn und kommunaler Bauhof geleistet. Und das Schriftliche wie die Gestattungsverträge habe ich nach Beratungen im Ortsrat mit dem Stationsmanager der Bahn unterschrieben. Eine Wand kann also viele Väter und Mütter haben.
     Nachdem viel verhandelt, diskutiert, entworfen und koordiniert worden war, konnte ich den Beginn der Arbeiten kaum erwarten. Am Sonnabend um zwölf legten die Jugendlichen los und ich fuhr sogleich dort vorbei, mir ein Bild von den Arbeiten zu machen. Schon von weitem hörte man das Klacken beim Schütteln der Spraydosen und roch die frisch gesprühte Farbe. Unten im Tunnel wurden voller Begeisterung Leitern gestellt und geschoben, geklebt, gesprüht - und zur Abkühlung regelmäßig Eiscreme beschafft. Am Freitag wird ein S-Bahn-Zug auf den Namen Wennigsen getauft und dann wird auch der Tunnel feierlich übergeben.
Foto: Ingo Rodriguez

Freitag, 17. August 2012

Fördergeld für das Vogelnest

Zum Ende der Woche kam noch eine richtig gute Nachricht ins Rathaus. Der Bewilligungsbescheid für die Krippengruppen des Kindergartens Vogelnest ist eingetroffen. Das Land Niedersachsen schießt zur Errichtung der zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren 435.000 Euro zu. In dem Haus untergebracht sind drei Funktionsbereiche: Kindergarten, Kinderkrippe und ein Bildungszentrum für Familien. Insgesamt liegt die Förderung des Vorhabens bei rund 1,3 Millionen Euro.

In dem Bescheid der Landesschulbehörde, der gestern in der Gemeinde eintraf, ist die Auflage verbunden, dass zum Beginn des Rechtsanspruches zur Mitte kommenden Jahres eine Betriebserlaubnis vorliegt und die pädagogische Arbeit bis spätestens Oktober 2013 auf die Beine gestellt ist. Zwei Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen werden dort gebaut. Die Gemeinde Wennigsen dankt der Schulbehörde für die zügige und gründliche Bearbeitung des Antrages. Da derzeit fast alle niedersächsischen Kommunen im Antragsverfahren sind und die Bewilligungen unter großem öffentlichen Druck stehen, ist die gute Arbeit besonders hervorzuheben.

Die Drittfinanzierung des Gesamtvorhabens Vogelnest knackt damit die Marke von einer Million Euro. Fast 1,3 Millionen Euro externer Gelder fließen in das Gebäude an der Neustadtstrasse. Aus dem Sozialtopf der EU werden 290.000 Euro für die Einrichtung des Familienzentrums beigesteuert, das den Schwerpunkt Bildung und Gesundheit abdeckt. Darin sollen Angebote der Volkshochschule aber auch örtlicher Gruppen wie dem Kneipp-Verein angeboten werden.

Die dritte Säule des Gebäudes, der Kindergarten, wird maßgeblich von der Klosterkammer Hannover mitfinanziert. Das Vogelnest soll als erste Anlaufstelle für das Neubaugebiet Klostergrund fungieren. Die Kammer übertrug der Gemeinde das ehemalige Spielplatzgrundstück im Wert von fast 200.000 Euro, auf dem derzeit ein Teil des Gebäudes errichtet wird. Zudem fließen zur Einrichtung von Kindergartenplätzen 365.000 Euro aus der Erschließung des Baugebietes.

Allerdings wird die Baumaßnahme teurer werden als die ursprünglich kalkulierten 2,5 Millionen Euro. Unvorhergesehene Kosten resultieren vor allem aus den deutlichen angezogenen Baupreisen aufgrund der sehr guten konjunkturellen Lage. Nach oben kalkuliert werden musste auch aufgrund der archäologischen Grabungen oder dem Hochwasserschutz. Da jedoch noch nicht alle Ausschreibungen beendet sind, lässt sich die Steigerung noch nicht endgültig beziffern. Dieses wird die Verwaltung dem Rat im Rahmen des Haushaltsplanes zum Jahresende vorlegen.

Weitere Fördermittel sollen nun noch für das Außengelände eingeworben werden. Die Region Hannover hatte für diesen Bereich ein eigenes Überschwemmungsgebiet im Falle eines Hochwassers festgesetzt. Das bedeutet, dass das Gelände der Spielfläche erheblich aufwendiger gestaltet werden muss der ursprünglich vorhandene Spielplatz.

Freitag, 6. Juli 2012

Ab in den Urlaub - zurück auf die Schulbank

JOHN HARVARD 
Foto: Jessica Williams | wikicommons
Im ersten Halbjahr 2012 ist in Wennigsen eine Menge geschafft: Der Radweg nach Sorsum ist eingeweiht, Wennigsen hat einen ersten Preis für Bürgerbeteiligung und einen zweiten für fahrradfreundliche Kommune gewonnen, der Bebauungsplan für Edeka in der Hauptstrasse ist rechtskräftig, die Oberstufe für die Sophie Scholl Schule ist genehmigt und vieles mehr. Gestern hat der Rat ein letztes Mal vor der Sommerpause getagt. Alle Haupt- und Ehrenamtlichen unserer Gemeinde haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Und für den Bürgermeister kann es nun in den Sommerurlaub gehen.

Zur Erholung sollen die freien Tage in diesem Jahr aber nicht dienen. Ich habe mich entschlossen, noch einmal intensiv die Schulbank zu drücken. Für drei Wochen geht es an die Kennedy School of Government zum Lehrgang "Senior Executives in State and Local Government" - einer Fortbildung für Kommunal- und Landespolitiker aus dem Programm der Harvard-Universität. Auch nach mehr als fünf Jahren im Amt gibt es eine Menge an Wissen hinzu zu gewinnen und den Erfahrungsschatz systematisch zu weiten. Da es international kaum ein Programm gibt, dass so spezifisch auf regionale Führungskräfte ausgerichtet ist, habe ich mich dort beworben und fliege nun in die USA.

"Die Anforderungen an den Bürgermeister als politisches, repräsentatives und auch administratives Oberhaupt der Gemeinde sind komplexer als die Anforderungen an fast alle anderen Führungskräfte in der Gesellschaft. Hinzu kommt, dass nur in großen und sehr großen Städten ausreichend qualifizierte und große Stäbe zur Unterstützung zur Verfügung stehen", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Heiger Scholz. Ich hatte ihn zuvor um eine Stellungnahme gebeten, da ich das Programm sorgsam auswählen und natürlich auch aus eigener Tasche finanzieren muss. "Vor diesem Hintergrund sind mir auch keine anderen Programme bekannt, die ähnlich dem genannten die Verknüpfung politischer Leitung und administrativer Steuerung in den Mitelpunkt stellen. Bei aller Verschiedenheit der politischen und Rechtssysteme sind die Herausforderungen der kommunalen Spitzenämter doch in allen demokratischen Staaten ähnlich: Die eigene Kommune strategisch zielgerichtet weiterzuentwickeln in einer Weise, die wirtschaftlich und finanziell gangbar ist, daber aber den Konsens in der Bürgerschaft herstellt und bewahrt."


David King on State and Local from HKS Executive Education on Vimeo.

Freitag, 29. Juni 2012

Das Wennigser Klimaversprechen ist abgeschlossen

Ein Jahr lang haben rund 110 Haushalte aus Wennigsen, Barsinghausen, Gehrden und Ronnenberg am Projekt „Das Klimaversprechen: Wennigsen und das Calenberger Land packen´s an!“ teilgenommen. Ziel des Engagements der Teilnehmer war, im Laufe des Jahres ihren persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Dazu haben sie alle zwei Monate ihre Verbrauchswerte entweder online über einen CO2-Rechner oder offline mit einem CO2-Haushaltsbuch abgegeben. Heute waren alle heute zur großen Abschlussfeier in den Wasserpark eingeladen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Projektjahr gab es auch bereits erste Ergebnisse, einen Ausblick in die „klimatische Zukunft“ des Calenberger Landes und eine Siegerehrung für die besten CO2-Einsparer.

Sommergewitter in Wennigsen


Herzlichen Dank an alle freiwilligen Helfer, die heute dabei waren, die Unwetterschäden einzudämmen und zu beseitigen. Insbesondere Holtensen, Bredenbeck und Wennigsen haben die stoßartig vom Himmel geregneten Wassermassen zugesetzt. In Holtensen hatte es den Hang des Neubaugebietes Vörier Berg getroffen. Die Freiwilligen Feuerwehren der betroffenen Ortschaften waren überall sofort zur Stelle und haben gepumpt und geschippt und versucht, Ordnung zu schaffen. Ich war an allen Einsatzstellen vor Ort und war beeindruckt von der professionellen Hilfeleistung. Die Leistungen unserer Ehrenamtlichen für die Gemeinschaft sind wirklich große Anerkennung wert!

Mittwoch, 27. Juni 2012

Tausche Büro gegen Kinderpark

Beim Jubiläum hatte ich es versprochen - und heute eingelöst. Statt den Tag im Büro zu verbringen war ich mit den Kindern des Paritätischen Kindergartens Holtensen auf Reisen. Wir fuhren in den Familienpark nach Sottrum. Dort gab es Hüpfburgen anstatt Aktenordner, Sauriermodelle anstatt Bebauungspläne, ein Piratenschiff anstatt Ortsratsprotokollen - und zum Mittagessen reichlich Pommes mit Majo und Ketchup. Mit dabei war auch die ehemalige Ratsvorsitzende und Bürgermeisterin Renate Borrmann. Wir hatten bei der Geburtstagsfeier im vergangenen Jahr zusammen zugesagt, die Kinder zu begleiten. Nachdem ich in meinem ersten Amtsjahr mit den Kindern bereits einmal im Rasti-Land war, war es mal wieder an der Zeit, sich einige Stunden für die Kleinsten unserer Gemeinde zu nehmen. Hintergrund der Einrichtung: "Das Paritätische Kinderzentrum Wennigsen ist eine spezielle Fördereinrichtung für Klein- und Kindergartenkinder, mit unterschiedlichen Entwicklungsverzögerungen, -störungen und Auffälligkeiten bis hin zu geistigen Behinderungen. Ziel des Kinderzentrums ist es, eine drohende geistige, seelische oder sprachliche Behinderung zu vermeiden bzw. Kinder mit Behinderungen zu fördern und in eine Gemeinschaft einzugliedern", so die Selbstbeschreibung. In Holtensen am Katzenhagen ist die Frühförderung untergebracht und der Heilpädagogische Kindergarten. Nach so einem Tag heißt es "Hut ab" vor dem, was die Erzieherinnen dort leisten.

Sonntag, 24. Juni 2012

Von der Ihme bis zur Elbe

Nach dem Frühstück machte ich mich am heutigen Sonntag auf zum Norddeutschen Frühschoppen der Evestorfer Dorfgemeinschaft. Am Ursprung der Ihme wurden fleißig Lieder gesunden, die sonst eher an Elbe erklingen - und rund 200 Gäste schunkelten den Tag über verteilt mit. Der Evestorfer Männerkochclub bereicherte den mittlerweile 10. Frühschoppen mit Fischspezialitäten aller Art, vor alem auf Bratkartoffeln und Matjes hatten die Gäste Hunger. Auch wurde reichlich Seemanngsgarn gesponnen. So ist man ja als Bürgermeister mitunter überrascht, was alles so an Klatsch und Tratsch kursiert. Erzählte mir eine Bürgerin doch, sie habe gehört, der Wennigser Bürgermeister sei nach Gehrden umgezogen...