Donnerstag, 1. März 2012

Bürgerdialog zum Corvinus-Zentrum Wennigser Mark

Es dauerte etwas, bis die Diskussion in Gang kam. Aber dann wurde sich die Meinung offen gesagt und am Ende lautete es im Konsens: Weiter geht's, das Projekt muss vorangebracht werden. Am Donnerstag Abend lief mehr als zwei Stunden der "Bürgerdialog" in der Kapelle Wennigser Mark zum Thema Corvinus-Zentrum. Geplant ist der Umbau der alten Kapelle zum Dorfgemeinschaftshaus, zum Kindergarten und zum kirchlichen Andachtsraum. Rund 100 Gäste waren mit dabei.

Das Thema Corvinus Zentrum begleitet den Ort nun bereits seit dem Jahr 2009. Die Gespräche führten in jüngster Zeit in die Sackgasse, da vor allem die Kinderzahlen in der Wennigser Mark das zweigruppige Konzept in wackeln ließen. Zum anderen entfällt auf die Gemeinde ein Anteil von 520.000 Euro für den Kindergartenbau, der über einen 30-jährigen Mietvertrag abzustottern ist.

Es zeigte sich in der Diskussion, dass es an der Zeit war, dass die Ortschaft sich offen mit dem Projekt auseinandersetzt. So beschwerten sich einige Bürger, dass der Verein das Signal gegeben habe, sie seien nicht willkommen. Ernst-Udo Schmidt, der gemeinsam mit Herrn Horstmann den Verein auf dem Podium vertrat, verneinte dies und bedauerte, falls ein falsches Bild entstanden sein soll. Besonders deutlich wurde die Meinung der Eltern. Die Umwandlung den Kinderspielkreises in einen Kindergarten mit ausgeweiteten Öffnungszeiten wird als dringend notwendig erachtet. Hinterfragt wurde auch, ob nicht Egestorfer oder Barsinghäuser Kinder das Zentrum annehmen könnten. Die Eltern auf dem Weg nach Hannover könnten sie dort abgeben. Dieses, Sozial-Fachbereichsleiterin Barbara Zunker stellte es klar, ist aufgrund der interkommunalen Verrechnungsvereinbarungen aber unwahrscheinlich. 

Zum Schluß der Debatte verständigten wir uns darauf, dass sich beide Seiten die Zahlen und Möglichkeiten noch einmal genau anschauen. Die Gemeinde wird kalkulieren, was beim Umzug vom jetzigen Spielkreis auf die andere Straßenseite ins Corvinus-Zentrum möglich ist.

| Der Artikel wurde aktualisiert. | Fotos: Michael Hemme |

Länger als zwei Stunden wurde engagiert diskutiert

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