Mittwoch, 30. Mai 2012

Fachjury begutachtet Wennigser Fahrradkonzept

Das war ein Eifer heute im Rathaus und an den Wennigser Fahrradabstellplätzen - die Jury des Landeswettbewerbes "Fahrradfreundliche Kommune" hat uns besucht.  Mit uns in der Endrunde sind Göttingen und Buchholz - beide Städte sind deutlich größer und auch finanzell besser aufgestellt, was für uns natürlich ein um so größerer Ansporn ist! Leihfahrräder von Röttger mussten abgeholt und bereit gestellt werden, Bäckerei Hühnerberg hatte eigens Brezeln in Form eines Fahrrades gebacken, der Bürgersaal wurde mit Zeitungsartikeln der zurückliegenden Jahre bestückt, die PowerPoint-Präsentation bis zum Finale geschliffen und in Form gebracht... Vor allem der Bauhof hat fleißig Hand angelegt und noch einmal ordentlich gefegt und aufgeräumt.
Rund zwei Stunden hielt sich die Jury in Wennigsen auf. Berichte und Präsentation zeigten das Engagement seit 2007, als Wennigsen sich auf den Weg zur fahrradfreundlichen Kommune gemacht hat. Wir waren auch die erste Kommune in der Region, deren Gemeinderat ein systematisches Radverkehrskonzept verabschiedet hatte. Die Jury steuerte verschiedene Ziele an, begutachtete die Fahrradgarage, die Abstellmöglichkeiten am Wasserpark, die Grund- und Gesamtschule und fand sich schließlich im Rathaus ein. Dort präsentierten Ingo Laskowski vom ADFC, Christian Mainka aus dem Rathaus und ich die Erfolge der zurückliegenden Jahre. Besonderen Wert legten wir darauf zu zeigen, dass es vor allem auf die Vernetzung der Akteure ankommt. So berichtete der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft, Achim Gärtner, wie Gewerbetreibende und Gemeinde beim Einrichten von Fahrradparkplätzen kooperieren. Auch wies er auf die Fahrradparkplätze hin, die zum Beispiel bei der Gewerbeschau eigens eingerichtet werden. In Empfang genommen hatte die Jury der Fachausschussvorsitzdene Joachim Batke am Bahnhof und erläutert, wie wichtig dem Gemeinderat die Förderung des Radverkehrs ist. Das Motto der Präsentation lautete "Fahrradparken ist mehr als Abstellen", denn wir wollten vor allem aufzeigen, dass es gelungen ist alle Ortschaften, Vereine, Wirtschaftstreibende, Schulen und Kindergärten, Bürger und viele weitere Akteure und Nutzer ins Boot zu holen. Bei knappen Kassen ist gerade die kreative Zusammenarbeit das Entscheidende und eben nicht das finanzielle Füllhorn das einfach nur ausgeschüttet werden kann.
Verkehrsminister Jörg Bode hatte heute morgen noch eine Pressemitteilung verschickt und darin folgendes der Jury mit auf den Weg gegeben: „Der Gewinner muss in einem bestimmten Schwerpunktbereich zeigen, dass die Fahrradfreundlichkeit der Kommune am Herzen liegt. In diesem Jahr haben wir den Fokus auf die Fahrradabstellanlagen gelegt. Für die Attraktivität der Radnutzung spielen die Abstellmöglichkeiten an Start und Ziel einer Fahrt eine wichtige Rolle“, so der Minister. „Vorbildliche und nachahmenswerte Lösungen und Initiativen machen den Radverkehr noch attraktiver und sollen honoriert werden.“  Am 5. Juli 2012 wird dann Verkehrsminister Jörg Bode dem Gewinner des Wettbewerbs den mit 25.000 Euro dotierten Landespreis überreichen. Um den Preis hatten sich insgesamt sieben Kommunen beworben. Hier noch ein Link zur Berichterstattung der Calenberger Zeitung: LINK.

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