Donnerstag, 18. Oktober 2012

Geschoss in der Hecke


Eine Bombe lag hinter einem Gartenzaun in Degersen. Vor Jahren oder gar Jahrzehnten hatte sie dort wohl jemand abgelegt, um sich ihr zu entledigen. Ich war gerade zu Fuß auf dem Heimweg und traf die Gärtnerin mit ihrem Sohn. Beim Heckeschneiden haben die beiden das Geschoss entdeckt und warteten bereits auf den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Der aus Hannover nach kurzer Zeit eingetroffene Fachmann untersuchte das Geschoss und stellte fest, dass es sich um ein kinetisches Projektil handelte. Das heißt, es war keine mit Sprengstoff gefüllte Munition, sondern massives Metall. Solche Wuchtgeschosse wurden aus Panzern abgefeuert, um Wände und Panzerungen zu durchbrechen. Lediglich Leuchtmittel waren darin enthalten, um die Flugbahn zu verfolgen. Er erläuterte, dass überall in deutschen Gärten, Wäldern und Äckern noch mit Munition zu rechnen sei. Schwerwiegende Zwischenfälle mit Zivilisten habe es in den zurückliegenden Jahrzehnten zum Glück nicht gegeben.In unserer Gegend müsse auch niemand Angst haben, da es sich bei solchen Funden um Einzelfälle handele. Dennoch sei stets Vorsicht geboten. Sein Ratschlag: Umgehend die Polizei verständigen. Ihr Beseitigungsdienst kümmert sich um alles weitere. Kosten entstehen dem Benachrichtigenden keine. Und so war die Angelegenheit auch rasch beendet, indem er das 12 Kilogramm schwere Geschoss mitnahm.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Städtetag: Erste Jahrestagung der Bürgermeister in Lingen

Premiere an der Ems: Der Niedersächsische Städtetag hat erstmals eine Jahrestagung für die ihm angehörigen Bürgermeister durchgeführt. Montag früh ging es in die emsländische Stadt Lingen und heute nachmittag wieder zurück. (Wennigsen ist Mitglied in diesem kommunalen Spitzenverband; meine Stellvertreterin Frau Kügler sitzt sogar als Stv. Mitglied im Präsidium; als zweiten Verband gibt es noch den Städte- und Gemeindebund. Dort ist z.B. unsere Nachbarstadt Gehrden Mitglied.) Das Programm, das Hauptgeschäftsführer Heiger Scholz und sein Team auf die Beine gestellt hatten, war hochkarätig. Innenminister Uwe Schünemann sprach in kleinem Kreis über das weitere Vorgehen des Landes bei Kommunalfusionen. Er machte deutlich, dass es Zwangsfusionen nicht geben wird. CIMA-Chef Arno Brand referierte über den demographischen Wandel und ein Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit besonderen Führungsherausforderungen, denen sich Bürgermeister zu stellen haben. In kaum einem Bereich ist die Zahl der "Stakeholder" so groß wie in der politischen Führung der öffentlichen Verwaltung. Die Leiterin der Staatskanzlei, Christine Hawighorst, war ebenfalls anwesend und erläuterte u.a. die Bestrebungen des Landes zur kommenden EU-Förderperiode. Am zweiten Tag referierte Franz-Reinhard Habbel, der Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin über die Kommunen in den sozialen Netzwerken und weitere Herausforderungen, die durch das Internet auf uns zukommen. Da er zurück in die Hauptstadt musste und ich nach Hannover, nutzten wir auf der Rückfahrt noch die Gelegenheit zu einem Kaffee im Zug. Da wir beide in dem Bereich Internet aktiv sind, freue ich mich immer über einen Meinungsaustausch. Ich berichtete ihm nicht ohne Stolz, dass Wennigsen in der Kategorie "Governance und Verwaltung" für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Ein neues Auto für die Holtenser Feuerwehr

Gestern war der große Tag für die Holtenser Feuerwehr. Das neue Staffellöschfahrzeug wurde in den Dienst gestellt. Es war eine gelungene Veranstaltung mit rund 100 Gästen. Da die Aktiven der Wehr in Eigenleistung mit fast 2000 Stunden an der Halle gearbeitet hatten, haben sie gestern so richtig gefeiert. Ich übergab den Schlüssel an Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Mensing und anschließend gab ihn dieser an den Ortsbrandmeister Andre Grüger. Möge das 135.000 Euro teure Fahrzeug viele Jahre gute Dienste leisten. Weitere Infos hier: CON.

Samstag, 13. Oktober 2012

Hurra! Der Schuppen, der ist wieder da.

Zärtlicher kann man ein Handelsgeschäft wohl nicht bezeichnen: "Der Schuppen", haben die Wennigser seit Jahr und Tag zum Raiffeisen-Markt an der Bahnschranke gesagt. Dort gab es vieles, was das grüne Herz begehrte. Tiernahrung und Düngemittel, Gartenzubehör sowie Eisenwaren, Handschuhe, Latzhosen und Gummistiefel. Vor gut einem halben Jahr wurde er von der Geschäftsführung geschlossen. Ab heute hat Wennigsen wieder einen solchen Markt. Und ebenso "retro" wie liebevoll heisst er "Wennigser Schuppen". Isabelle Hiller hat ihn in der Werner-von-Siemens-Straße eröffnet (das ist die erste Straße vor der Wennigser Tankstelle). Sie wagt damit nach 15 Jahren Erfahrung als angestellte Marktleiterin den Sprung in die Selbständigkeit. Ihr Sortiment ist ebenso vielfältig wie es das von Raiffeisen auch war. Ich habe heute mittag vor Ort gratuliert und drücke die Daumen, dass es an dem neuen Standort gut klappt!

Freitag, 12. Oktober 2012

Durch Wennigsen gewalzt

Heute hatte ich überraschend Besuch von zwei jungen Herren auf der Walz. Peter Hertzter (links im Bild) und Sven Hilleke der "Rechtschaffenden Fremden" klopften am Vormittag an die Rathaustür. Die wandernden Gesellen haben bereits ihre mehrjährige Walz hinter sich. Und diese ging nicht nur durch Deutschland. Südafrika, England, Irland und zahlreiche weitere Länder wurden bereits besucht. Meist per Anhalter aber auch international über den Seeweg ging es von Station zu Station. Nachdem sie ihren Spruch aufsagten, mit dem Wanderstock ein paar Mal aufklopften erhielten sie einen kleinen Obolus und einen Stempel in ihr Büchlein. Nach einer Tasse Kaffee und einigen Erzählungen über ihre Walz zogen sie weiter. Heute Nachmittag soll es nach Soltau gehen. Als Werkzeug mit dabei ist nur ein Hammer. Drei Jahre lang mussten sie einen Bogen um Zuhause machen. Kontakt zu halten sei erlaubt, erklärten sie mir, sei es per Telefon oder auch per Email. Nicht erlaubt auf der Walz ist aber die Mitnahme eines Handys...

Mittwoch, 10. Oktober 2012

"Calenberger Blick" in Aussicht

Auch wenn das Foto nur einen kleinen Ausschnitt zeigt - dieser Blick kann sich sehen lassen! Vom Deister zum Gehrdener Berg bis im Osten hinüber nach Hannover. Die Aussicht vom Holtenser Baugebiet Wennigröder Weg ist grandios. Heute mittag habe ich mir die Baustraßen angeschaut sowie die Rohbauarbeiten der ersten Häuslebauer. Der Ortsrat hat am Montag beschlossen, der neuen Straße den Namen "Calenberger Blick" zu geben. Mit einbezogen waren die Neubürgerinnen und Neubürger, die dort künftig wohnen und leben werden. In pragmatischer Weise von Bürgerbeteiligung wurden einige Optionen diskutiert. Auf den zweitem Platz wurde der Name "Am Hasenkamp" gewählt. Dieses wäre die historische Bezeichnung des Flurstücks gewesen. Da Straßenbenennungen für Jahrzehnte, wenn nicht gar für Jahrhunderte bestand haben, eine gute Möglichkeit, die althergebrachten Namen zu sichern. Nun wird im Rathaus geprüft, ob es Bedenken gegen die Benennung gibt. Wenn nicht, dann werden in Kürze die Schilder des "Calenberger Blicks" bestellt.

Montag, 8. Oktober 2012

Auch Grammophone wurden feilgeboten

Der Name Behr in Bredenbeck steht für 120 Jahre Tradition im Sanitärhandwerk. Am Wochenende feierte das Unternehmen für Haustechnik seinen großen Geburtstag. Nach dem Tag der offenen Tür am Sonnabend mit zahlreichen Gratulanten habe ich heute dem alteingesessenen Betrieb einen Besuch abgestattet und dem Inhaber und seiner Frau über das örtliche Handwerk, die Familientradition und Themen rund um die Wennigser Wirtschaft und Ortschaft Bredenbeck geplaudert. Es begann mit einem Blick in die Unternehmensgeschichte. Eine alte Rechnung gab Preis, dass sogar einmal Motorräder, Öfen und Grammophone verkauft wurden. Heute arbeiten fünf Mitarbeiter sowie der Chef und seine Frau an anderen Baustellen, zum Beispiel an Beratungen rund um die Themen Heizen mit regenerativen Energien und Energiesparen.