Freitag, 9. November 2012

Die erste Frage der Piraten

Arbeitsame Atmosphäre zur Parteigründung im Calenberger Hof
"Karton oder Zylinder?", so lautete die erste Frage, die die Piratenpartei nach ihrer Gründung zu beantworten hatte. Acht Wennigser Piraten und ein gutes Dutzend Gäste waren heute in den Calenberger Hof gekommen, um für einen Ortsverband in der Gemeinde die Segel zu setzen. Zunächst wurde gemäß Tagesordnungspunkt 11, "Willen zur Gründung des Ortsverbandes beschließen", der lokale Verband gegründet und anschließend seine Satzung beschlossen. Sodann standen die Wahlen an. Und aus welcher Urne der erste Vorsitzende gezogen wurde, musste natürlich demokratisch beschlossen werden. Die Wahl fiel zunächst auf einen schwarzen Zylinder und anschließend auf Uwe Kopec. Alle Stimmzettel in dem Hut trugen ein Kreuz bei "Ja" und so schickten die politischen Freibeuter ihren Vorsitzen einstimmig hinaus auf die Wogen der Politik. Zweiter Vorsitzender wurde Rainer Stieg, mit im engeren Vorstand Marcus Jahner als Schatzmeister.

Als Bürgermeister ließ ich es mir nicht nehmen, zur Gründung zu gratulieren. "Wenn Parteien gegründet werden, ist dieses ein Zeichen für politischen Änderungswillen. Und es ist auch ein Zeichen, dass Menschen da sind, die sich engagieren und es anpacken", sagte ich. Eine ebenso konstruktive wie kritische Zusammenarbeit wünschte ich, denn gerade mit ein bisschen Reibung können Themen entwickelt und voran gebracht werden. Wichtig war es mir, von Gründung an zum Dialog einzuladen. Ich machte deutlich, dass viele der Belange, die den Piraten wichtig sind, in Wennigsen längst offensiv von Rat und Verwaltung angegangen werden. Mehr Bürgerbeteiligung zum Beispiel, wo ich auf das Projekt Hohes Feld verwies. Oder mehr freies Wissen, wo wir mit der Internet-Enzyklopädie Wikipedia musterhaft kooperiert haben. "Für Menschen, die sich engagieren ist die Tür in Wennigsen stets geöffnet", schloss ich meine kurze Rede. Der frisch gewählte Vorsitzende betonte am Ende, sowohl analog als auch digital Politik für die Bürger machen zu wollen. Ich erwarte Impulse und bin gespannt, was nun kommt!

Die Versammlung unterschied sich übrigens deutlich von anderen politischen Veranstaltungen. Anstatt einer Grundsatzrede zu Beginn, las ein Bredenbecker Bürger eine Geschichte "zur Entschleunigung" vor. Sie passte inhaltlich gut, war es doch eine ironische Fabel aus der indischen Affenwelt von Manfred Kyber. Es drehte sich rund um den Oberaffen Krakelius Kreckeckeck und sein "amtliches" Tun (im Wortlaut hier: Link).

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