Freitag, 17. August 2012

Fördergeld für das Vogelnest

Zum Ende der Woche kam noch eine richtig gute Nachricht ins Rathaus. Der Bewilligungsbescheid für die Krippengruppen des Kindergartens Vogelnest ist eingetroffen. Das Land Niedersachsen schießt zur Errichtung der zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren 435.000 Euro zu. In dem Haus untergebracht sind drei Funktionsbereiche: Kindergarten, Kinderkrippe und ein Bildungszentrum für Familien. Insgesamt liegt die Förderung des Vorhabens bei rund 1,3 Millionen Euro.

In dem Bescheid der Landesschulbehörde, der gestern in der Gemeinde eintraf, ist die Auflage verbunden, dass zum Beginn des Rechtsanspruches zur Mitte kommenden Jahres eine Betriebserlaubnis vorliegt und die pädagogische Arbeit bis spätestens Oktober 2013 auf die Beine gestellt ist. Zwei Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen werden dort gebaut. Die Gemeinde Wennigsen dankt der Schulbehörde für die zügige und gründliche Bearbeitung des Antrages. Da derzeit fast alle niedersächsischen Kommunen im Antragsverfahren sind und die Bewilligungen unter großem öffentlichen Druck stehen, ist die gute Arbeit besonders hervorzuheben.

Die Drittfinanzierung des Gesamtvorhabens Vogelnest knackt damit die Marke von einer Million Euro. Fast 1,3 Millionen Euro externer Gelder fließen in das Gebäude an der Neustadtstrasse. Aus dem Sozialtopf der EU werden 290.000 Euro für die Einrichtung des Familienzentrums beigesteuert, das den Schwerpunkt Bildung und Gesundheit abdeckt. Darin sollen Angebote der Volkshochschule aber auch örtlicher Gruppen wie dem Kneipp-Verein angeboten werden.

Die dritte Säule des Gebäudes, der Kindergarten, wird maßgeblich von der Klosterkammer Hannover mitfinanziert. Das Vogelnest soll als erste Anlaufstelle für das Neubaugebiet Klostergrund fungieren. Die Kammer übertrug der Gemeinde das ehemalige Spielplatzgrundstück im Wert von fast 200.000 Euro, auf dem derzeit ein Teil des Gebäudes errichtet wird. Zudem fließen zur Einrichtung von Kindergartenplätzen 365.000 Euro aus der Erschließung des Baugebietes.

Allerdings wird die Baumaßnahme teurer werden als die ursprünglich kalkulierten 2,5 Millionen Euro. Unvorhergesehene Kosten resultieren vor allem aus den deutlichen angezogenen Baupreisen aufgrund der sehr guten konjunkturellen Lage. Nach oben kalkuliert werden musste auch aufgrund der archäologischen Grabungen oder dem Hochwasserschutz. Da jedoch noch nicht alle Ausschreibungen beendet sind, lässt sich die Steigerung noch nicht endgültig beziffern. Dieses wird die Verwaltung dem Rat im Rahmen des Haushaltsplanes zum Jahresende vorlegen.

Weitere Fördermittel sollen nun noch für das Außengelände eingeworben werden. Die Region Hannover hatte für diesen Bereich ein eigenes Überschwemmungsgebiet im Falle eines Hochwassers festgesetzt. Das bedeutet, dass das Gelände der Spielfläche erheblich aufwendiger gestaltet werden muss der ursprünglich vorhandene Spielplatz.