Donnerstag, 21. März 2013

Innovationsdialog tagt im Kloster

Nachdem es eine Weile aufgrund von sehr viel Arbeit ruhig auf meinem Blog geworden ist, den ich in meiner Freizeit schreibe, hier mal wieder eine gute Nachricht: Der "Innovationsdialog" Bürgerbeteiligung hat in dieser Woche im Kloster Wennigsen getagt. Auf der von der Bertelsmann-Stiftung initiierten Plattform diskutierten 30 Experten aus ganz Deutschland über künftige Formen der Einbeziehung von Bürgern in politische Prozesse. Eigens aus London angereist war Edward Andersson, stellvertretender Direktor des Thinktanks „Involve“. Der Englänger stellte die britischen Bestrebungen vor, Bürger und Verwaltung näher zusammenzubringen. Niomba Lomba, Leiterin der Stabsstelle für Zivilgesellschaft aus Stuttgart, erläuterte den Baden-Württembergischen Weg der Beteiligung nach Wechsel der Landesregierung und dem Streit um Stuttgart 21. Der Publizist Serge Embacher aus Berlin stellte das Nationale Forum für Engagement und Partizipation vor. Ich freue mich sehr, dass diese hochkarätige Runde im Kloster tagte - Wennigsen wird dadurch bundesweit wahrgenommen. Dies stärke sowohl die inhaltliche Ausrichtung beim Thema Bürgerbeteiligung als auch den Tagungsort im Johanniterhaus. Die Gemeinde hatte mit der Stiftung jüngst das Projekt Schülerhaushalt an der Sophie Scholl Gesamtschule durchgeführt. Weitere gemeinsame Projekte sind derzeit nicht geplant, aber Gemeinde und Stiftung möchten im Austausch bleiben. Die Gäste bekamen auch eine Klosterführung und eine Einleitung zur Ortsgeschichte mit der Wiedergründung der SPD nach dem Krieg. Äbtissin Gabriele Siemers zeigte das Klosterleben anhand einer Meditation, die sie am Morgen anbot. Das Treffen Wennigsen war die fünfte Runde des Dialoges, der im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde. Zu den vorherigen Tagungsorten gehörte das Bremer Rathaus und die Rheinland-Pfälzische Staatskanzlei in Mainz. Die abschließende Beratung findet im Juni in Dresden statt und endet mit einer Buchveröffentlichung.