Samstag, 19. Oktober 2019

Blick in Wennigsens Geschichte

In der Bürgermeister-Kolume in der aktuellen Ausgabe des "BurgBergBlick" schreibe ich in diesen Monat zur Wennigser Historie. Zum Nachlesen auch hier im Blog:

"Die Gemeinde Wennigsen befasst sich derzeit intensiv mit ihrer Geschichte. Zum einen steht das 50-jährige Gemeindejubiläum im kommenden Jahr vor der Tür. Zum anderen hat der Rat eine Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus beschlossen. Neben den zwei großen Themen wird im kommenden Jahr auch eine Vielzahl an Jubiläen in unseren Vereinen und Ortschaften gefeiert.
Das Gemeindejubiläum soll 2020 am Sonnabend, 26. September, gefeiert werden.
Der Hintergrund: Am 1. Januar 1970 trat das „Wennigsen-Gesetz“ in Kraft. Dieses hatte der Landtag am 25. November des Vorjahres unter Federführung von Innenminister Richard Lehners beschlossen. Es umfasste nur drei Paragraphen und fasste die damaligen eigenständigen Gemeinden zur Großgemeinde zusammen. Mit 53 Quadratkilometern wurde damals die größte gemeindliche Gebietskörperschaft im Raum Hannover begründet – mittlerweile ist Wennigsen nach Einwohnerzahlen die kleinste Gemeinde der Region und flächenmäßig im unteren Mittelfeld.

Bereits zwei Mal tagte eine Arbeitsgruppe mit breiter Unterstützung der Bürgerschaft, den Vereinen und Ortschaften. Auch die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft, der Präventionsrat und der Tourismusservice waren mit dabei. Es soll ein buntes Fest rund ums Rathaus werden, bei dem sich alle acht Wennigser Ortsteile vorstellen können. Derzeit beraten alle Ortsräte ihre Beteiligung. Ideen aus der Bürgerschaft sind herzlich willkommen! Natürlich werden auch Sponsoren gesucht, die bereit sind, die Veranstaltung zu unterstützen.

Zu den weiteren Feierlichkeiten gehören das 100. Stiftungsfest des Gesellschaftsclubs Freundschaft in der Wennigser Mark, gefeiert mit dem großen Zwetschenfest. Auch der Fußball in Wennigsen wird 100 Jahre alt. Auf fünf Jahrzehnte kommt der Kneipverein und immerhin 25 Jahre alt wird die KGS. Auch Feuerwehren und weitere Vereine jubilieren. 

Neben dem Feiern gibt es auch ernste Blicke in die Historie. So hat der Gemeinderat jüngst einstimmig beschlossen, die Zeit des Nationalsozialismus in Wennigsen aufzuarbeiten. Da es im Gemeindearchiv fast gar keine Unterlagen gibt, ist hier die Hilfe der Bürger gefragt. Wer hat noch alte Fotos oder Erinnerungen aus erster oder zweiter Hand? Da die Zeitzeugen schwinden, sind unsere Jahre die letzten, in denen wir noch mit Menschen sprechen können, die die Zeit durchlebten.
Zudem hat der Rat sich dafür ausgesprochen, zwei offizielle Gedenkfeiern der Gemeinde durchzuführen. Eine am 9. November zum Mahnen, dass sich Ereignisse wie die Reichspogromnacht nicht wiederholen. Zum anderen am 27. Januar, dem Tag als 1945 das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. Was mich besonders freut: Das Jugendparlament hat sich bereits in seiner aktuellen Klausurtagung mit dem Gedenken beschäftigt. Das jüngste politische Gremium der Gemeinde hat zugesagt, sich aktiv zu beteiligen."

Ein schönes Wochenende wünscht

Christoph Meineke

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